Bauern-Protest am Steinernen Tisch
Bauern-Protest am Steinernen Tisch
Sogar der Kommandant der Altneihauser Feierwehr, Norbert Neugirg, mischte mit. Unter dem Motto “Das Band, das uns verbindet” hatte für Sonntagnachmittag das Orgateam “Land schafft Verbindung” (LSV) Neustadt/Weiden Landwirte, Mittelstand und Bürger zum Mahnfeuer am Steinernen Tisch bei Tröglersricht geladen.
Es sollte ein Dialog sein. Die Veranstalter zählten nach eigenen Angaben 500 Teilnehmer. Die Anreise sei mit Traktoren, Lkw und Personenautos erfolgt. Rund 30 Bulldogs säumten demnach die Wiese, 70 weitere parkten auf den ausgewiesenen Parkplätzen. “Wir wollen auf die sichtbaren Probleme hinweisen, die die landwirtschaftlichen Betriebe mit der aktuellen Politik haben”, sagte Orga-Mitglied Michael Müller aus Grünau.
Ökologische Hürden bekämpfen
“Betroffen sind aber auch der Mittelstand, die Handwerker, Spediteure und Verbraucher”, betonte er. “Wir veranstalten solche Aktionen, damit sich auch der Bürger beteiligen kann.” Als Redner äußerten sich zur Problematik das Mitglied im Bayerischen Transportgewerbeverband, Gunther Weber aus Weiherhammer, und sein Waidhauser Kollege Michael Kraus. Letzterer sprach auch in seiner Funktion als Jäger. Dabei prangerte Kraus vor allem den Bürokratieaufbau und die rechtlichen Hürden bei der ökologischen Zusammenarbeit mit den Landwirten an.
Norbert Neugirg geht die Missstände satirisch an
Natürlich nutzten auch die Bauern die Gunst der Stunde und legten ihre Bedürfnisse dar. Stadtrat Stefan Rank erläuterte seine Probleme als Unternehmer und Arbeitgeber im Baugewerbe. Von der satirischen Seite her beleuchtete Neugirg die Sachlage und deckte die Missstände im Land in Versform auf.
Der Bürger sitze als zahlender Endverbraucher mit im Boot. “Uns geht es vor allem auch darum, darauf hinzuweisen, dass es uns nicht nur um die Agrarsubventionen geht, sondern auch um das Wohl der Bürger”, erklärte Müller.


