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Caritas-Trägerschaft fürs Kinderhaus St. Emmeram in Waidhaus im Gespräch

Waidhaus. Am 8. Juni beriet der Marktgemeinderat über die Trägerschaft des Kinderhauses St. Emmeram und befragte die Caritas gGmbH. Zudem ging es um Haushalt, Radweg, Bolzplatz und Fördermittel.

Waidhaus. Am 8. Juni beriet der Marktgemeinderat über die Trägerschaft des Kinderhauses St. Emmeram und befragte die Caritas gGmbH. Zudem ging es um Haushalt, Radweg, Bolzplatz und Fördermittel.
Das Kinderhaus St. Emmeram ist Hauptthema im Waidhauser Marktgemeinderat. Foto: Josef Pilfusek

Caritas-Trägerschaft fürs Kinderhaus St. Emmeram in Waidhaus im Gespräch

Noch ist es nicht so weit. Der Marktgemeinderat hat sich jedoch schon mal informiert, wie es bei der Trägerschaft für das Kinderhaus St. Emmeram durch die Caritas Kindertageseinrichtungen im Bistum Regensburg gGmbH aussehen könnte. Geschäftsführer Markus Meier und Alexander Beer standen in der Sitzung am Montag, 8. Juni, den Ratsmitgliedern Rede und Antwort.

Möglicher Trägerwechsel beim Kinderhaus St. Emmeram: Caritas stellt Strukturen vor

Laut Meier, der seit 1. Januar 2024 als Geschäftsführer in der Verantwortung steht, hat die Kitas gGmbH zwei Gesellschafter: den Caritasverband für die Diözese Regensburg mit 51 Prozent und die Diözese Regensburg mit 49 Prozent. „Die Aufsicht hat der Diözesanbischof“, sagte Meier, dem das Festhalten an christlichen Werten von großer Bedeutung ist.

Als einen der Hauptgründe für einen eventuellen Wechsel der Trägerschaft – „da ist die Katholische Kirchenstiftung St. Emmeram an uns herangetreten“ – nannte er die Überlastung aufgrund vielfältiger Aufgaben. „Inzwischen ist ein Pfarrer ja oft für mehrere Kindergärten zuständig“, sagte er. Und in Bezug auf das von ihm bezeichnete „gewachsene System“ wies er darauf hin, „dass wir im Diözesangebiet inzwischen 38 Kindergärten in der Trägerschaft haben“.

Wechsel der Trägerschaft: Gebäude, Verträge und Rolle der Gemeinde

Bei einem möglichen Wechsel zur gGmbH bleibt das Gebäude entweder bei der Kirchenstiftung oder der Kommune. Keine Änderung gibt es nach Meiers Aussagen für das Personal. „Die Arbeitsverträge bleiben bestehen“, sagte er. Für die Eltern müssten allerdings die Betreuungsverträge geändert werden. „Die Gemeinde muss auf jeden Fall mit ins Boot genommen werden“, hob er im Hinblick auf eine einvernehmliche Lösung hervor.

„Da müssen wir noch abwarten“, antwortete der Geschäftsführer auf die Frage von Vera Stahl (SPD) nach den Elternbeiträgen. Zur Sprache kam auch ein Verbund mit anderen Kindertageseinrichtungen. Da könnte laut Meier bei Bedarf auch Personal untereinander getauscht werden. Die Personalsituation hatte Erika Grötsch (UWG) angesprochen.

Kinderhaus-Haushalt 2026: Defizit und kommunaler Anteil

Einstimmig beschlossen hat der Marktgemeinderat den vom Caritasverband für das Kinderhaus vorgelegten Haushaltsplan für das Haushaltsjahr 2026. Die Einnahmen bezifferte Bürgermeister Markus Bauriedl auf 476.660,87 Euro, die Ausgaben auf 588.009,20 Euro. „Somit ist ein Defizit von 111.348,33 Euro zu erwarten“, ergänzte er und nannte als Anteil der Kommune den Betrag von 89.078,66 Euro. „Das sind aufgrund der Defizitvereinbarung 80 Prozent.“

LUCE – DENK.summit
LUCE – DENK.summit

Einig war sich das Kommunalgremium auch bei der Bestellung des Ersten Bürgermeisters als Verbandsrat für die Verbandsversammlung des Zweckverbandes Vereinigte Sparkassen Eschenbach Neustadt/WN Vohenstrauß für die Wahlperiode 2026 bis 2032. Stellvertreterin ist Nicole Hoch (CSU) als Zweite Bürgermeisterin.

Bolzplatz in Reinhardsrieth: Grundstück gesucht

„Es hat sich niemand gemeldet“, bedauerte Bauriedl in Bezug auf den in der Gemeinde-App und im „Gmoibladl“ gestarteten Aufruf für ein Grundstück zur Errichtung eines Bolzplatzes in Reinhardsrieth. „Auch der Markt hat kein geeignetes Grundstück“, wies er darauf hin. Das Ergebnis: Das Vorhaben liegt derzeit auf Eis. „Sollte jemand ein Grundstück anbieten, werden wir das Thema wieder aufnehmen“, sagte der Rathauschef.

Weiter beteiligen wird sich der Markt an der Ökomodellregion Naturparkland Oberpfälzer Wald. Der aktuelle Jahresbeitrag beträgt nach den Worten des Bürgermeisters 3.023,48 Euro.

Bau- und Umweltausschuss: Verkehr und Infrastruktur in Waidhaus

Bei den Informationen aus der jüngsten Sitzung des Bau- und Umweltausschusses nannte der Bürgermeister neben der Vorstellung der Planung für den Ausbau des Fahrradwegs von Waidhaus nach Pfrentsch unter anderem das vom Gremium vorgeschlagene eingeschränkte Halteverbot im Baugebiet „Im Kiesbeet“. Ein beantragter Fußgängerweg in der Schulstraße und Bahnhofstraße kann laut Bauriedl nicht verwirklicht werden. „Für eine mögliche Verbesserung der Verkehrsberuhigung vor der Grundschule sollen Absprachen mit der Polizeiinspektion Vohenstrauß erfolgen“, sagte er dazu.

Beim Antrag zum Bundesprogramm „Sanierung kommunaler Sportstätten“ ist Waidhaus nicht zum Zuge gekommen. „Der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages hat am 22. April 314 Projekte ausgewählt“, informierte Bauriedl. Eingereicht worden waren seinen Worten zufolge Maßnahmen mit einem Gesamtvolumen von über 7,5 Milliarden Euro. 333 Millionen Euro hätten aber nur zur Verfügung gestanden.

Feuerwehrhaus Waidhaus: Warten auf KfW-Zahlen

„Wir warten immer noch auf die KfW-Zahlen“, beantwortete er die Frage von Vera Stahl nach dem Stand zum Waidhauser Feuerwehrhaus. Nicole Hoch schlug noch eine Besichtigung der Kläranlage vor.

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