CSU-Kreisverband sieht Bundestagswahl entgegen
CSU-Kreisverband sieht Bundestagswahl entgegen
Die CSU nimmt nach der Europa-Wahl die Bundestagswahl 2025 ins Visier. 193 Kreis-Delegierte trafen sich nun auf der Kreis-Versammlung in der Stadthalle in Grafenwöhr. Ihr Ziel: 75 Delegierte und 75 Ersatz-Delegierte für die Wahl des Direktkandidaten bestimmen. Der Kreisvorsitzende Stephan Oetzinger betonte die Bedeutung der anstehenden Wahl und vor allem die Verdienste seiner CSU. Im Landkreis Neustadt/WN sei sie die bestimmende Kraft: “Wir haben über 2.800 Mitglieder und stellen 23 von 38 Bürgermeistern.”
Das Ergebnis der Europa-Wahl war für den Landtagsabgeordneten positiv: “Wir haben bei höherer Wahlbeteiligung ein besseres Ergebnis erzielt. Das zeigt: Wir können Wahlen gewinnen.” Keine politische Veranstaltung ist komplett ohne Kritik an den politischen Gegnern. Vor allem SPD-Mann Uli Grötsch bekam wegen seines fehlenden Engagements bei der Krise der Kliniken und seines neuen Postens als Polizei-Beauftragter sein Fett weg. “Und bei den Grünen in unserem Wahlkreis, wünscht man sich tatsächlich Annette Karl zurück”, schimpfte Oetzinger. Die AfD-Abgeordneten fielen eh nur auf, wenn sie im Landtag eine Gasmaske tragen.
Vom Armenhaus zu den lebenswertesten Landkreisen
Seit 2002 ist Albert Rupprecht im Bundestag und auch diesmal wieder Favorit für das Direktmandat. Er blickte zurück auf eine Zeit, in der die östlichen Regionen als “Armenhaus ohne Zukunft” galt. “Aber wir haben das hingekriegt”, lobte Rupprecht. In einem Bundesvergleich unter 400 Landkreisen schnitt Tirschenreuth kürzlich auf dem 15. Platz in der Rubrik Lebenswertigkeit ab. Und Neustadt/WN war in vielen Bereichen sogar unter den zehn besten.
Dies liege für Rupprecht zum einen an den Menschen, den Unternehmen, aber auch an der politischen Gestaltung. Zum großen Teile liege dies an der CSU. Rupprecht erklärte die Arbeitsweise seiner Partei, die sich für ihn komplett von den politischen Konkurrenten unterscheide. Für die anstehende Bundestagswahl hat er ein klares Ziel: “Wir brauchen nicht nur einen Regierungs-, sondern auch einen Gestaltungsauftrag.”
Medienschelte vom Landrat
Landrat Andreas Meier beklagte den Wegfall vieler Förderprogramme. Diese seien es, die Politik für die Bürger erst erlebbar machten. “Wir erleben eine Entkopplung der Bundespolitik von der Kommunalpolitik”, sagte er. Die Stärke der AfD bereitet ihm Sorgen. Eine Ursache sieht er in einem Rückzug der Medien aus der Berichterstattung von lokalen Ereignissen: “Wenn die Menschen den Zusammenhang zwischen Projekten und Entscheidungsträgern nicht mehr sehen, verstehen sie auch die Bedeutung und Leistung der Politik nicht.” Darum müsse die Politik wieder sichtbar werden.
An der Europa-Wahl war für den Landrat zu erkennen, dass die Jugend nicht, wie oft erwartet, grün ticke, sondern offen für konservative Politik sei.
Ergebnisse der Delegiertenwahl




