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Der Tanne gehört die Zukunft im Oberpfälzer Wald

Weiden. Im Postkellersaal beschäftigt sich die Mitgliederversammlung der Forstbetriebsgemeinschaft Neustadt-Süd mit Klimawandel, Materialknappheit und der Erweiterung des Geschäftsbezirks.

Der Tanne gehört die Zukunft im Oberpfälzer Wald

Forstdirektor Gerhard Hösl referiert über die Tanne. Foto: Helmut Kunz

Für Forstdirektor Gerhard Hösl steht fest: Der Weißtanne gehört die Zukunft im Oberpfälzer Wald. Sie sei hitzeresistenter als die Fichte und damit weniger anfällig für den Borkenkäfer, berichtete er bei der Mitgliederversammlung der Forstbetriebsgemeinschaft Neustadt-Süd. Als Tiefwurzler könne sie längere Trockenphasen vertragen, die durch den Klimawandel zunehmend auch die Oberpfalz erreichten. “Außerdem ist die Tanne eine der Hauptbaumarten in unserer natürlichen Waldgesellschaft im Oberpfälzer Wald.”

Einzigartiger Tannenbestand in Luhe

Dann ging Hösl näher auf den Tannenbestand im Kirchenwald Luhe ein. “Ein einzigartiger Bestand in unserem Amtsbezirk.” DNA-Untersuchungen durch das Amt für Waldgenetik an den Bäumen hätten ergeben, dass es hier wenigstens zwei Generationen an Tannen gebe. “Die ältesten sind 150 Jahre alt.” Es handle sich also um ein natürliches Vorkommen. Mit seinen vier Hektar Größe erfülle der Wald auch die Mindestvoraussetzungen für die Zulassung zum Erntebestand.

Materialknappheit

Geschäftsführer Michael Buck führte den Run auf Brennholz, die Materialknappheit und die unsicheren Märkte auf den Ukraine-Krieg zurück. “Muss ein russischer Staatschef erst einen Krieg beginnen, damit die Produkte aus dem Wald wieder ‘in’ sind?” Ende 2022 sei die Förderung des klimaangepassten Waldmanagements angelaufen. Einer Entscheidung des Europäischen Parlaments nach werde die Nutzung erneuerbarer Energien bis 2030 um 40 Prozent gesteigert. Waldholz zähle dann allerdings nicht mehr dazu.

Gendergerechte Satzungsänderung

Im Postkellersaal in Weiden ließ Vorsitzender Burkhard Irlbacher über eine Satzungsänderung abstimmen. Diese wurde einerseits gendergerecht ausformuliert. Außerdem wurde der Geschäftsbezirk erweitert. Künftig zählten auch Floß, Flossenbürg und Waldthurn zum Einzugsbereich.

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