Ehemalige Weidener Seniorenbeiräte fühlen sich übergangen
Ehemalige Weidener Seniorenbeiräte fühlen sich übergangen
Mit Unverständnis und Enttäuschung haben drei ehemalige Mitglieder des Seniorenbeirats auf ihre ausbleibende Nominierung für die neue Amtsperiode reagiert. Wie sie schildern, seien sie vorab weder informiert noch in Gespräche eingebunden worden. Erst durch ein offizielles Schreiben hätten sie erfahren, dass ihre Namen für die kommende Wahlperiode nicht mehr vorgeschlagen wurden.
„Wir waren völlig überrascht“
„Wir waren völlig überrascht“, berichten die drei ehemaligen Beiratsmitglieder Teddy Östreicher, Erich Hammer und Kurt Koreis. Über Jahre hinweg hätten sie sich ehrenamtlich für die Belange älterer Menschen in der Kommune eingesetzt, zahlreiche Projekte begleitet und als Ansprechpartner für Seniorinnen und Senioren zur Verfügung gestanden. Umso größer sei jetzt die Enttäuschung über die Art und Weise gewesen, wie die Entscheidung kommuniziert wurde. „Warum wir jetzt rausgeflogen sind, weiß kein Mensch.“
Keinerlei Hinweise im Vorfeld
Ihren Angaben zufolge habe es im Vorfeld keinerlei Hinweise gegeben, dass eine erneute Nominierung infrage stehen könnte. Auch eine persönliche Information oder ein Gespräch habe nicht stattgefunden. Stattdessen seien sie durch ein Schreiben darüber informiert worden, dass sie für die neue Amtszeit nicht berücksichtigt werden.
Unpersönlich
Die drei Betroffenen betonen, dass sie demokratische Entscheidungen selbstverständlich akzeptieren würden. Ihre Kritik richte sich daher nicht gegen die Auswahl neuer Kandidatinnen und Kandidaten, sondern gegen das Verfahren. „Es geht uns um Wertschätzung und einen respektvollen Umgang miteinander“, erklären sie übereinstimmend. Nach jahrelangem ehrenamtlichem Engagement hätten sie zumindest eine persönliche Information erwartet.
120 Einzelgespräche mit Betroffenen
Besonders bedauerlich sei aus ihrer Sicht, dass durch die fehlende Kommunikation der Eindruck entstanden sei, ihre bisherige Arbeit werde nicht ausreichend gewürdigt. Dabei habe das Trio, das nach eigener Angabe bereits im Oktober 2025 das Kommando im Seniorenbeirat übernommen habe, seither wichtige Themen wie Notfallmappe, Patientenverfügung oder Pflegestufenberatung auf den Weg gebracht. „Wir haben 120 Einzelgespräche mit Betroffenen geführt. Jedes Gespräch dauerte zwei bis vier Stunden.“ Auch das zuletzt mit jeweils 60 Besuchern erfolgreich etablierte Senioren-Cafe im Maria-Seltmann-Haus sei inzwischen abgeblasen worden, obwohl es noch bis Juli im Kalender des Maria-Seltmann-Hauses aufgeführt sei. „Jetzt hängt ein Schild dort: Entfällt.“ Für Östreicher „unfassbar“.


