Gastronomie schlägt Alarm – Politik sucht den Schulterschluss
Gastronomie schlägt Alarm – Politik sucht den Schulterschluss
Auf Einladung des CSU-Oberbürgermeisterkandidaten Benjamin Zeitler trafen sich Gastronominnen und Gastronomen aus Weiden mit dem Landesgeschäftsführer des DEHOGA Bayern, Thomas Geppert, zu einem intensiven Fachgespräch im Bräuwirt. Thema des Abends: die Zukunft der Branche – und der Innenstadt.
Eine Branche unter Druck
Die Stimmung war sachlich, aber ernst. Denn die Herausforderungen sind groß. Steigende Energiepreise, hohe Betriebskosten, anhaltender Fachkräftemangel und wachsende Bürokratie setzen viele Betriebe massiv unter Druck.
Dabei ist die Bedeutung der Branche enorm: Rund 33.000 mittelständische Hotels und Gastronomiebetriebe erwirtschaften in Bayern jährlich etwa 19 Milliarden Euro Umsatz. Knapp 447.000 Menschen arbeiten im Gastgewerbe – statistisch gesehen hängt jeder 17. Arbeitsplatz direkt oder indirekt an der Branche. Doch Zahlen allein greifen zu kurz.
Mehr als nur Wirtschaftsfaktor
Restaurants, Cafés, Kneipen und Clubs sind Herzstücke urbanen Lebens. Auch in Weiden prägen sie das Bild der Innenstadt und der Stadtteile. Sie schaffen Begegnungsorte, fördern Lebensqualität und stärken das Gemeinschaftsgefühl. Eine lebendige Gastronomie bedeutet eine lebendige Stadt.
„Wir kämpfen weiter für faire und verlässliche Rahmenbedingungen“, betonte Geppert. Besonders beim Thema Mehrwertsteuer und steuerliche Entlastungen sei der Verband auf Landes- und Bundesebene aktiv. Ziel sei Planungssicherheit für die Betriebe.
Dialog statt Gegeneinander
Zeitler unterstrich die Bedeutung des direkten Austauschs: „Wir brauchen mehr Dialog. Nur wenn wir miteinander sprechen, können wir Lösungen entwickeln und unsere Innenstadt erfolgreich weiterentwickeln.“ Es gehe darum, gemeinsam an der Zukunft Weidens zu arbeiten – nicht gegeneinander.
Das Fachgespräch verstand sich bewusst als offenes Forum. Viele Unternehmerinnen und Unternehmer nutzten die Gelegenheit, konkrete Anliegen vorzubringen – von Genehmigungsverfahren bis hin zu Fragen der Stadtentwicklung.
Signal an die lokale Wirtschaft
Mit der Veranstaltung setzte der CSU-Kandidat ein politisches Signal: Die örtliche Wirtschaft soll stärker in kommunale Entscheidungsprozesse eingebunden werden. Die CSU positionierte sich dabei als Partner der Gastronomie – mit dem klaren Ziel, das gastronomische Leben langfristig als festen Bestandteil einer attraktiven Innenstadt zu sichern.
Ob aus dem Dialog konkrete Maßnahmen entstehen, wird sich zeigen. Klar wurde an diesem Abend jedoch: Die Gastronomie will nicht nur Gastgeber sein – sondern auch gehört werden.




