Objektive Daten mit eigenen Geschwindigkeitsmessern
Objektive Daten mit eigenen Geschwindigkeitsmessern
Neustadt/WN. Das Gerät ist rund 50 mal 40 Zentimeter groß, verfügt über Bluetooth und leuchtstarke LED-Dioden und im Idealfall begrüßt es die vorbeifahrenden Fahrzeuge mit einem freundlich lächelnden Smiley – die beiden neuen Geschwindigkeitsmessgeräte der Stadt haben kürzlich ihren Betrieb aufgenommen.
Sie können an jeder Straßenlaterne befestigt werden. Ausreichend hoch angebracht, sind sie auch bestmöglich vor Vandalen geschützt. Mit den modernen Geräten sei man in der Lage die Anzahl der durchfahrenden Fahrzeuge und deren Geschwindigkeiten zu erfassen, erklärte Bürgermeister Rupert Troppmann in der Siebenbürgerstraße in der Gramau.
Beklagen sich etwa Anwohner über zu viele Raser, könne die Stadt die Geräte an den genannten Straßen anbringen, um objektives Datenmaterial zu erhalten. Via Bluetooth werden die Aufzeichnungen auf ein Auslesegerät in der Größe einer Fernbedienung übertragen und auf der darin befindlichen Speicherkarte gesichert. Auf dem Computer werden dann umfangreichen Daten und Grafiken angezeigt. „So haben wir qualifizierte Aussagen. Auf dieser Grundlage können wir weitere Entscheidungen treffen“, sagte der Bürgermeister.
Schnellster Raser mit 58 Stundenkilometern
In den ersten 24 Stunden passierten 270 Fahrzeuge die Siebenbürgerstraße. 126 davon waren statt der erlaubten 30 km/h mit Geschwindigkeiten bis zu 40 km/h unterwegs, 40 Verkehrsteilnehmer fuhren bis zu 50 km/h und drei waren sogar noch flotter unterwegs. Beim schnellsten Raser zeigte die digitale Anzeige 58 km/h an. Zum Beispiel über einen Zeitraum von 14 Tagen könne man aussagekräftige Ergebnisse erlangen. Das zweite Messgerät erfasst derzeit die Geschwindigkeiten in der Georgsstraße, die eine Hauptanbindung zu den Schulen auf dem Felixhügel ist. Dort passierten an einem Tag 1320 Fahrzeuge die Messstelle. 480 Fahrzeuge davon waren zwischen 15 und 19 Uhr unterwegs. Die Analysezeiträume können individuell programmiert werden. Dafür ist Thomas Kost von der Stadtverwaltung zuständig.
Bauausschuss und Stadtrat hatten die Anschaffung der beiden zusammen 4.000 Euro teuren Geschwindigkeitsmesser beschlossen. „Das ist uns die Sicherheit der Kinder und Bewohner wert. Das hat der Stadtrat weitsichtig entschieden“, begrüßte Troppmann die Anschaffung.
Bild: B. Grimm




