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Freie Wähler: Heimkehrer aus Oberbibrach kandidiert als Bürgermeister

Vorbach. Die Freien Wähler haben zu Weihnachten einen Bürgermeisterkandidaten nominiert: Florian Plößner, 29, aus Oberbibrach tritt an. Die Liste steht.

Vorbach. Die Freien Wähler haben zu Weihnachten einen Bürgermeisterkandidaten nominiert: Florian Plößner, 29, aus Oberbibrach  tritt an. Die Liste steht.
Das Team, das für die FWG Vorbach/Oberbibrach/Höflas zur Kommunalwahl antritt (von links): Christian Müller, Franziska Schmid, Peter Murr, Sandra Pittner, Peter Silber, Sebastian Pittner, Stefan Schnerch, Bürgermeisterkandidat Florian Plößner, Tom Laptas, Christian Friedrich und Dominik Eckert (Martin Kräml fehlte krankheitsbedingt). Foto: Dominik Eckert

Freie Wähler: Heimkehrer aus Oberbibrach kandidiert als Bürgermeister

Gastbeitrag von: Dominik Eckert

„Bei einer demokratischen Wahl sollte man mindestens zwischen zwei Möglichkeiten wählen können“, sagte Altbürgermeister Werner Roder bei der ersten Nominierungsversammlung der Freien Wähler Gemeinschaft Vorbach/Oberbibrach/Höflas noch im November. Sein Wunsch wurde nun während Weihnachten erhört.

Neuer Bürgermeisterkandidat stellt sich vor

Die „Neuauflage“ der erst im November stattgefundenen Sitzung wurde nötig, weil sich seitdem einiges getan hat: Ein junger, an Politik interessierter „Heimatrückkehrer“ hatte bei den Workshops zur Kommunalwahl, in denen unter anderem Programmpunkte erarbeitet oder Wahlveranstaltungen geplant werden, „immer mehr Gefallen an den kommunalen Herausforderungen und der vorherrschenden Teamarbeit gefunden, sodass ich mich nach reiflicher Überlegung und vielen Gesprächen mit Familie und Freunden dazu entschlossen habe, als Bürgermeister zu kandidieren“, wie er den Anwesenden im gut gefüllten Dorfwirt den Prozess schilderte.

Sein Name: Florian Plößner, 29 Jahre, verheiratet und seit circa einem Jahr mit seiner Frau wieder in Oberbibrach wohnend. „Einen mutigen und bewundernswerten Schritt“, nannte dies FWG-Vorsitzender Sebastian Pittner. Auch Altbürgermeister Werner Roder freute sich, dass die Wahlberechtigten nun eine echte Auswahl haben: „Du hast Schneid und das ist eine wichtige Voraussetzung!“

Und was sagte der Kandidat? Er dankte allen, die es ermöglicht hatten, dass er diese Chance bekomme, und damit meinte er vor allem die anwesenden Kandidaten, die erneut alle benötigten Termine wahrnahmen, sowie seine anwesende Familie.

Beruflicher Hintergrund und Motivation

Neben seiner großen Motivation, Menschen zu helfen, nannte Plößner auch seine beruflichen Erfahrungen, die ihm für das Bürgermeisteramt hilfreich sein können: Nach einer Ausbildung zum Kaufmann für Büromanagement inklusive Fremdsprachenkorrespondent und E-Commerce-Manager war er in seiner weiteren Laufbahn unter anderem für die Homepage und das Online-Banking der Sparkasse Eschenbach-Neustadt-Vohenstrauß zuständig. Aktuell arbeitet er als Verkäufer in der Automobilbranche und hat parallel dazu sein Studium zum Wirtschaftsfachwirt abgeschlossen. „Im Laufe der Zeit habe ich gemerkt: Je anspruchsvoller die Aufgaben sind, desto mehr Freude habe ich daran, Lösungen zu finden“, so Plößner. Und durch seine sportliche Passion „Karate“ wisse er: „Mit der richtigen Technik kann man sehr viel erreichen.“

Nachdem der Beschluss der ersten Nominierungsversammlung vom November zurückgenommen wurde, bestätigten die Anwesenden sowohl die neue Liste als auch den Bürgermeisterkandidaten.

OTH Amberg-Weiden
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Wahlprogramm: Finanzen, Infrastruktur und Wohnen

Abschließend lieferte der Vorsitzende Sebastian Pittner noch Einblicke in das 14 Punkte umfassende Wahlprogramm, das in mehreren Workshops von den Kandidaten erarbeitet wurde. Als Basis stehe ein nachhaltiger und verantwortungsvoller Umgang mit den finanziellen Mitteln der Kommune. Zudem wolle man wie beispielsweise in der vergangenen Periode mit der federführenden Neugestaltung der Spielplätze auch diesmal wieder attraktive Angebote für alle Generationen schaffen. Auch die Sicherung des Schulstandortes, der eigenen Wasserversorgung und die Stärkung der Feuerwehren stehen hoch im Kurs. Zudem wolle man in Oberbibrach Maßnahmen zum Hochwasserschutz beschleunigen und auch die Möglichkeit eines kommunalen Mietwohngebäudes intensiv prüfen. Außerdem auf der Aufgabenliste steht ein zukunftsfähiges Konzept für den Dorfladen, um diesen langfristig erhalten zu können.

Effektive und kostengünstige Maßnahmen zum Naturschutz sollen auch weiterhin umgesetzt werden. Einen wichtigen Ansatzpunkt sehen die Freien Wähler auch in der Verkehrssicherheit – vor allem an den Ortseingängen. Ja sagen die Freien Wähler auch weiterhin zu erneuerbaren Energien, allerdings „mit Maß und Ziel.“ Ein sach- und bedarfsgerechter Straßen- und Wegebau ist auch im Programm zu finden, ebenso wie der Verbesserung des ÖPNV-Anschlusses. Zu guter Letzt plädiert die Wählergemeinschaft für mehr Basisdemokratie in Form unkomplizierter Bürgerbeteiligungen.

Liste der Kandidatinnen und Kandidaten

Die Liste der FWG Vorbach/Oberbibrach/Höflas für die Kommunalwahl setzt sich wie folgt zusammen:

1. Florian Plößner (29, Mitarbeiter im Vertrieb)
2. Sebastian Pittner (48 Jahre, stellvertretender Schulleiter, Gemeinderat)
3. Stefan Schnerch (37, Teamleiter Communication und Cyber Security)
4. Dominik Eckert (42, Lehrer, Jugendbeauftragter, Gemeinderat)
5. Franziska Schmid (34, Sachgebietsleitung Digitalisierung)
6. Peter Silber (42, Werkstattleiter)
7. Peter Murr (54, Cyber Security Architekt)
8. Christian Friedrich (47, Verwaltungswirt, Gemeinderat)
9. Sandra Pittner (46, Specialist Marketing und Communication)
10. Tom Laptas (32, Industriemechaniker)
11. Martin Kräml (42, Angestellter, Gemeinderat, Vorsitzender FFW Oberbibrach)
12. Christian Müller (45, Projektleiter)
Zu Ersatzkandidaten wurden Christian Lohner (46, Projektleiter) und Carmen Kräml (49, Angestellte, Vorsitzende Hängematte e.V.) gewählt.

Als Nächstes stehen dann die Wahlveranstaltungen an, bei denen sich bei bayerischer Brotzeit die Kandidaten vorstellen und die Ziele präsentiert werden. Los geht’s am Donnerstag, 29. Januar, beim Dorfwirt (19 Uhr), dann am Donnerstag, 5. Februar, im Schützenhaus (19 Uhr), am Dienstag, 10. Februar, im MCO (19.30 Uhr), am Donnerstag, 19. Februar, im FCV-Sportheim (19 Uhr) sowie am Sonntag, 22. Februar, im Höflaser Kapellen-Stüberl (10 Uhr).