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Heinisch fordert verlässliche Unterstützung für Familien in Amberg

Amberg. MdL Bernhard Heinisch traf die Lebenshilfe Amberg-Sulzbach zum Austausch über Inklusion. Er fordert flexible Offene Hilfen, die das 2.285-Euro-Überbrückungsbudget öffnen und ohne Altersgrenze von 25 Jahren auskommen.

Amberg. MdL Bernhard Heinisch traf die Lebenshilfe Amberg-Sulzbach zum Austausch über Inklusion. Er fordert flexible Offene Hilfen, die das 2.285-Euro-Überbrückungsbudget öffnen und ohne Altersgrenze von 25 Jahren auskommen.
MdL Bernhard Heinisch (FW) war zu Besuch bei der Lebenshilfe in Amberg. Bild: Büro MdL Heinisch

Heinisch fordert verlässliche Unterstützung für Familien in Amberg

Der Landtagsabgeordnete Bernhard Heinisch setzt sich für eine bessere Unterstützung von Menschen mit Behinderung und ihren Familien ein. Bei einem Austausch mit der Lebenshilfe Amberg wurden konkrete Anliegen angesprochen, für deren Umsetzung sich Heinisch auch auf Landesebene mit Nachdruck einsetzen möchte. „Menschen mit Behinderung und ihre Familien brauchen Unterstützung, die sich an ihrer individuellen Lebenssituation orientiert und ihnen im Alltag wirklich hilft.“ Aus dieser Überzeugung heraus sei es für ihn auch seit jeher eine echte Herzensangelegenheit, Projekte im Bereich der Inklusion zu unterstützen. So ist Heinisch Mitbegründer der Initiative „Team Bananenflanke“ – einem innovativen Fußballprojekt speziell für Kinder mit geistiger Beeinträchtigung. „Das Thema Inklusion liegt mir schon immer besonders am Herzen. Deshalb unterstütze ich entsprechende Projekte und Initiativen gerne, wo immer ich kann“, betonte der Abgeordnete.

Strukturen stärken und Finanzierung sichern

Damit Menschen mit Behinderung und ihre Angehörigen die bestmögliche Unterstützung erhielten, brauche es gut funktionierende Strukturen bei den beteiligten Verbänden und Organisationen sowie eine verlässliche und bedarfsgerechte Finanzierung der Offenen Hilfen. Genau diese Voraussetzungen und die möglichen Auswirkungen des kürzlich vom Bundeskabinett verabschiedeten Pflegeneuordnungsgesetzes (PNOG) standen im Mittelpunkt des Austauschs bei der Lebenshilfe Amberg. Gemeinsam mit dem Vorstandsvorsitzenden Bernhard Vahle, weiteren Vertretern der Lebenshilfe und interessierten Eltern diskutierte Heinisch, wie die Unterstützungsangebote für betroffene Familien langfristig gesichert und verbessert werden können.

Überbrückungsbudget für Offene Hilfen öffnen

Eine zentrale Forderung war dabei die Öffnung des Überbrückungsbudgets in Höhe von 2.285 Euro für die Offenen Hilfen und den Familienentlastenden Dienst (FED). Das Budget müsse auch für eine geplante und präventive Entlastung durch professionelle Fachdienste eingesetzt werden können. Dafür brauche es flexible Lösungen, die sowohl stundenweise Unterstützung als auch tageweise Angebote, beispielsweise während der Schulferien, ermöglichen. „Familien benötigen nicht erst dann Hilfe, wenn sie sich bereits in einer akuten Notlage befinden“, unterstrich Heinisch. Gerade für diese Zielgruppe stünden keine entsprechenden Notfallplätze zur Verfügung. Deshalb sei es entscheidend, Familien frühzeitig zu entlasten und einer Überforderung vorzubeugen.

Ebenso wichtig ist aus Sicht des Abgeordneten der Erhalt der Ansparmöglichkeit im geplanten neuen Sozialraumbudget. Ein monatlich festgelegtes Budget, dessen nicht ausgeschöpfte Mittel am Monatsende verfallen, werde dem tatsächlichen Unterstützungsbedarf vieler Familien nicht gerecht. Schließlich verteile sich dieser nicht gleichmäßig über das Jahr, sondern falle beispielsweise während der Schulferien häufig gebündelt an. Familien müssten daher die Möglichkeit behalten, nicht verbrauchte Mittel anzusparen und dann einzusetzen, wenn die Unterstützung tatsächlich benötigt werde. Eine flexible und bedarfsgerechte Gestaltung sei unverzichtbar, um die Entlastung dort zu ermöglichen, wo sie im Alltag am dringendsten gebraucht werde.

MdL Bernhard Heinisch (FW) war zu Besuch bei der Lebenshilfe in Amberg. Bild: Büro MdL Heinisch

Altersgrenze im Sozialraumbudget kritisch prüfen

Darüber hinaus müsse die vorgesehene Altersgrenze von 25 Jahren beim Sozialraumbudget kritisch hinterfragt werden. Eine nahezu halbierte Unterstützung ab diesem Alter würde erwachsene Menschen mit Behinderung und ihre Angehörigen zusätzlich belasten. Denn der Unterstützungsbedarf ende nicht mit dem 25. Geburtstag. Insbesondere Familien, die ihre erwachsenen Kinder weiterhin zu Hause betreuen und pflegen, seien auf verlässliche Entlastungsangebote angewiesen. Eine solche Altersgrenze dürfe nicht dazu führen, dass diese Familien finanziell schlechtergestellt würden und ihnen wichtige Hilfen verloren gingen.

Für Heinisch steht deshalb fest: „Inklusion muss sich an den Menschen orientieren – nicht an starren Budgetgrenzen oder Altersvorgaben.“ Notwendig seien Lösungen, die den Alltag der Betroffenen tatsächlich erleichterten, pflegende Angehörige stärkten und Unterstützung dort ermöglichten, wo sie gebraucht werde. Dafür werde er sich auch weiterhin mit Nachdruck einsetzen.

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