Mittelstands-Union bestätigt ihr Führungsteam und will konstruktiv-kritisch bleiben
Mittelstands-Union bestätigt ihr Führungsteam und will konstruktiv-kritisch bleiben
„Die Mittelstands-Union (MU) vereint als Arbeitsgemeinschaft der CSU knapp 4.000 Unternehmer, Gewerbetreibende, Hauseigentümer, freiberuflich Tätige und leitende Persönlichkeiten in Wirtschaft und Verwaltung. Wir sind durch unsere Abgeordneten und Regierungsmitglieder auf allen politischen Ebenen vertreten – kommunal, in ganz Bayern, Deutschland und Europa.“ So beschreibt sich die CSU-Organisation und betont, dass man sich für eine freiheitliche, zukunftsorientierte Wirtschafts- und Gesellschaftsordnung auf dem Fundament der Sozialen Marktwirtschaft einsetze. Man vertrete den Mittelstand und die Mittelschicht auf allen politischen Ebenen und vereine Unternehmer, Selbstständige und leitende Angestellte, „und hat dabei immer auch die Interessen der Arbeitnehmer im Blick“.
Von gelöster Stimmung bis zur klaren Kante
Wenn die MU-Mitglieder zusammenkommen, treffen sich stets gute Bekannte, Weggefährten und engagierte Polit-Streiter. Hier ein lockerer Plausch, da eine ernsthafte Diskussion und meist auch ein paar Häppchen für das leibliche Wohl. Gelöste Stimmung also allerorten? Mitnichten. In jüngerer Zeit fällt die MU Nordoberpfalz (Stadt Weiden und Landkreis Neustadt/WN) immer öfter auch mit klarer Kante auf – vorwiegend im Hinblick auf die Regierungskoalition in Berlin. Kürzlich streckten sie „Schwarz-Rot“ die Gelbe Karte als Zeichen ihrer Kritik an deren Wirtschaftspolitik entgegen.
Mit der bisherigen Politik der Regierungskoalition ist die Mittelstandsunion absolut unzufrieden. Sie fordert auch die ihr nahestehenden Entscheidungsträger von CDU und CSU auf, endlich konkrete Schritte zu unternehmen, um Land und Leute voranzubringen. „Viel versprochen, manches vollmundig angekündigt und kaum was gehalten“, kritisierte die MU die Regierung und formulierte einen Forderungskatalog, den sie unter anderem auch an Ministerpräsident Markus Söder schickte.

Mittelstandsunion schaut gespannt auf den Reformtag der Bundesregierung
Weiden. Ganz Deutschland wartet auf die angekündigten Reformen, die die Bundesregierung in den kommenden Wochen und Monaten umsetzen will. Sehr aufmerksam beobachtet auch der Mittelstand die geplanten Vorhaben. Die Mittelstandsunion (MU) Nordoberpfalz hat dazu ganz konkrete Forderungen.
Beeindruckt vom Busunternehmen Wies
Vor der Hauptversammlung unternahmen die MU-Mitglieder einen Rundgang durch das Wies-Firmengelände. Und man war beeindruckt vom Unternehmen, das in den kommenden Jahren hohe Investitionen und eine umfassende Modernisierung seiner Busflotte anpeilt. Bei der anschließenden Versammlung spielten die aktuellen Probleme der Regierung nur eine untergeordnete Rolle. Der immer für seine originellen und alles andere als stromlinienförmigen Ideen bekannte bisherige MU-Schriftführer Harald Gollwitzer präsentierte zu Beginn ein KI-generiertes und nicht ganz ernst gemeintes Grußwort von Ministerpräsident Markus Söder. Im Mittelpunkt standen nach dem Bericht des Vorsitzenden Alexander Herzner die Wahlen, bei denen Herzner einstimmig bestätigt wurde. Ebenso wie die meisten Mitglieder des Vorstandsgremiums mit Stellvertretern, Schriftführer, Schatzmeister sowie Delegierten. Die Mitgliederzahl bezifferte der Vorsitzende auf 95 und gab die „Hundert“ als Ziel für 2026 vor.
Abschließend stellte MU-Bezirksvorsitzender Benjamin Zeitler seine Ideen und Pläne für die nächsten Jahre als Oberbürgermeister von Weiden vor. Zunächst lobte er den MU-Kreisverband Nordoberpfalz als meinungsstark und sehr aktiv. „Wir brauchen eure starke Stimme in Berlin.“ Das gastgebende Unternehmen Wies sieht der Oberbürgermeister als „Herzblut-Investor“ mit langfristiger Vision. „Hier wird in Generationen gedacht und mutig in die Zukunft investiert. Genau das ist euer Erfolgsrezept.“
„Weiden voranbringen“
„Wir brauchen die Wirtschaft als Leistungsträger in Deutschland und die Menschen brauchen Orientierung und keine einfachen Antworten“, betonte Zeitler. Die konservativen Fraktionen im Stadtrat nutzten ihre Mehrheit, um Weiden voranzubringen. „Wenn ich gefragt werde, ob ich wirtschaftsnah bin, sage ich genauso ‚ja‘ wie bei der Frage, ob ich konservativ bin. Ich kann darin nichts Schlechtes erkennen.“ Zu Zielen der Stadtpolitik erklärte er neue Gewerbegebiete („Zwar schwierig, aber gemeinsam mit benachbarten Kommunen umsetzbar“), die Stärkung der Wirtschaftspolitik („Ich habe dafür in der Verwaltung zwei neue Stabsstellen geschaffen“), die Belebung der Innenstadt durch ein exakt auf „Weiden zugeschnittenes Datenmanagement („Wir müssen die Lücken füllen“), und Potenziale insbesondere der OTH nutzen, um festzustellen, wo es krankt („Welche Branchen sind wertschöpfend, wo setzen wir die Schwerpunkte?“).
An die MU-Mitglieder appellierte der OB: „Her mit euren Ideen. Wir sind offen und dankbar für jede Anregung.“ Gerade die Wirtschaft müsse Impulse und Rückendeckung geben. „Dafür bekommt ihr auch was zurück, das verspreche ich.“
Das Vorstandsteam der Mittelstands-Union Nordoberpfalz
Vorsitzender: Alexander Herzner
Stellvertreter: Harald Gollwitzer, Siegfried Janner, Reiner Steinhilber, Hans Würschinger.
Schriftführer: Maximilian Wies
Schatzmeister: Rainer Lukas
Kreisgeschäftsführer: Christian Fröhlich
Beisitzer: Dietmar Auer, Ahmed El-Zein, Joern Erdmann, Miriam Hanebuth, Thomas Kellermann, Stefan Rank, Alexandra Reil, Albert Rupprecht.
Delegierte zur Bezirksversammlung: Joern Erdmann, Alexander Herzner, Siegfried Janner, Stefan Rank, Hans Würschinger, Maximilian Wies.
Delegierter zur Landesversammlung: Joern Erdmann (Ersatz Siegfried Janner).




