In der historischen Grafenwöhrer Altstadt sind jetzt PV-Anlagen möglich
In der historischen Grafenwöhrer Altstadt sind jetzt PV-Anlagen möglich
Photovoltaik-Anlagen in der Altstadt, oder nicht -bisher galten diese mit dem Stadtbild als unvereinbar, doch in Zeiten der Energiewende stellten sich die Stadträte schon im Oktober 2023 die Frage: Ist das noch zeitgemäß? Und so beschlossen sie, Regelungen im Umgang mit Photovoltaik- und Solaranlagen in die Sanierungssatzung aufzunehmen.
Einen ersten Entwurf stellte Stadtplaner Dr. Emil Lehner vom Architekturbüro SHL aus Weiden im Finanzausschuss im März vor. Dieser erweiterte die bestehende Satzung um Regelungen für PV-Anlagen, Solarzellen, Sonnenkollektoren und Solarthermieanlagen.
Lehner versuchte, jedem Bürger die Installation solcher Anlagen zu ermöglichen und gleichzeitig das historische Stadtbild zu schützen. “Die Ausarbeitung legte einen besonderen Schwerpunkt auf die sensible Berücksichtigung historisch bedeutender Bauwerke und prägender Ansichten im Stadtbild”, erklärte Bürgermeister Edgar Knobloch in der Stadtratssitzung.
Im Dialog mit den Hauseigentümern
Nach den Plänen soll jetzt auf den vom Marktplatz abgewandten Hausdächern alle Arten von PV- und Solaranlagen erlaubt sein. Auf der zugewandten Seite hingegen wird ein besonderes Augenmerk auf die Gestaltung gelegt. In individuellen Beratungen können Hauseigentümer Gestaltungsvorschläge einholen, die der besonderen Situation in der Altstadt gerecht werden.
Der Finanzausschuss stimmte Lehners Vorschlägen zu. Das endgültige Wort hat aber der Stadtrat. Einstimmig nahmen die Räte die Änderung der Sanierungssatzung für die Altstadt an.
Werbetafel und archäologische Ausgrabungen
Ein Antragsteller beabsichtigt an der Fassade eines Gebäudes am Marienplatz eine Werbeanlage anzubringen. Der Ort befindet sich in der Altstadt, darum hat er sich bezüglich der Gestaltung mit Stadtplaner Lehner beraten. Über den Antrag entscheidet das Landratsamt Neustadt/WN, der Stadtrat erteilte das gemeindliche Einvernehmen.
In vorherigen nicht-öffentlichen Sitzungen war der turnusmäßige Melderwechsel der Brandanlage in der Grund- und Mittelschule für 26.544,93 Euro brutto an die Firma Gerlitz vergeben worden.
Wegen alter Funde an den Fundamenten der Verwaltungsgebäude müssen diese archäologisch begleitet werden. Diese wurden für 40.533,78 Euro an das ReVe-Büro für Archäologie aus Bamberg vergeben. Dadurch verzögert sich die Sanierung der Verwaltungsgebäude.




