Inbetriebnahme des Kindergartens rückt immer näher
Inbetriebnahme des Kindergartens rückt immer näher
Das leidige, mitunter heiß diskutierte Problem der fehlenden Kindergartenplätze in Weiherhammer scheint bald beseitigt. Zur Interimslösung betonte Bürgermeister Ludwig Biller in der jüngsten Sitzung, dass zurzeit die Fundamente erstellt würden. Die Vereinbarung mit dem Roten Kreuz wurde abgeschlossen. Die Module werden termingerecht geliefert. Die Inbetriebnahme des neuen Kindergartens unter der Trägerschaft des BRK-Kreisverbands Weiden/Neustadt ist am 15. September geplant.
“Wir können weiterschreiten”
„Die Auflagen des Naturschutzes sind eingearbeitet, wir können weiterschreiten“, sagte Bürgermeister Ludwig Biller zur Entwurfsvorstellung des Bebauungsplans „Am Bildbaum 8“. „Es war einiges an Grünflächen einzubauen, sodass von den ursprünglich 114 Parzellen noch 85 verbleiben. Davon sind acht kleinere Plätze für Tiny-Häuser und fünf für Mehrfamilienhäuser“ informierte Biller.
Attraktive Gestaltung der Zubringer-Straße
Der zweite Zubringer sei nun von der Ahornstraße zwischen Hausnummer acht und zehn zur GVS nach Mantel vorgesehen. Biller: „Das wird keine Rennstrecke. Ob wirklich sechs Meter Breite erforderlich sind, dazu soll sich der Planer nochmal Gedanken machen.“
Bauamtsleiter Michael Klein plädierte für eine attraktive Gestaltung der Anbindung, um eine Verkehrsentlastung im bestehenden Wohngebiet „Dürrer Schlag“ zu erreichen. Nicht nur die im oberen Bereich lebenden Familien werden es gerne hören: Der Spazierweg von der Schranke Richtung Bahnlinie bleibt nach einer Vereinbarung mit dem Staatsforst erhalten. Aufgrund der aktuellen Begehungen konnte in der Planung die Bedarfsfläche für den Flechten-Kiefernwald verringert werden. Hinzu komme ein Regenrückhaltebecken mit Muldenversickerung.
Klimaschutz-Auflagen für Baugebiet
Mirko Bertl von der SPD regte an, die Versickerungsflächen so auszubilden, dass man keine Einzäunung benötigt. „Es bleiben ja 25 Meter Baumfallgrenze, davon zehn Meter auf Grundstück und 15 Meter auf Staatsforstgrund.“ Ein Spielplatz sei „Am Bildbaum 8“ nicht vorgesehen. Die Grünflächen sowie der nur 300 Meter entfernte Piratenspielplatz würden ausreichen, merkte Biller auf Bertls Frage an. Dieser wies ferner darauf hin, dass es seit dem 11. Juli in Bayern einen Holzbauzuschuss von 500 Euro je Tonne gespeichertem CO₂ gibt.
Der CSU-Rat Wolfgang Krauß wollte wissen, ob sich die neuen Erkenntnisse der Wissenschaft bezüglich des Klimawandels in der Planung des neuen Baugebiets niederschlagen. Bürgermeister Biller erwiderte, es werde laut persönlicher Fortbildung zu Auflagen kommen. Die konkreten Teilplanungen stünden noch aus. SPD-Sprecher Rainer Vater gab Krauß recht. Die Durchgangsstraße sollte verkehrsberuhigt gebaut werden, um die Geschwindigkeit zu drosseln. Die Entwurfsskizze fand schließlich Zustimmung. Die Verwaltung wird beauftragt, die Detailplanung mit den vorgegebenen Kriterien fortzusetzen.
Neue Bahnhofsmitarbeiter-Stelle in Planung
Die Gemeinde beabsichtigt die Einstellung eines weiteren Bauhofmitarbeiters. Als Grund hierfür nannte Geschäftsleiter Christian Wirth die stetig anwachsenden Anforderungen und die zu erledigenden Aufgaben. Diese Stelle werde auch im Hinblick von Einsparungen externen Dienstleister berücksichtigt. Gleichzeitig erfolge die Höhergruppierung eines Beschäftigten. Diese Beförderung erfordere den Erlass einer Nachtragshaushalts-Satzung sowie des Stellenplans. Was dann einstimmig geschah.
Fahrradabstellanlage noch nicht verwirklicht
Vater monierte, dass man seit sieben Jahren auf die Verwirklichung der Fahrradabstellanlage warte, obwohl die Zusage für Fördermittel vorliege. „Die Gemeinde hält nach wie vor daran fest, das leer stehende Bahnhofsgebäude zu kaufen“, sagte Biller. Er dankte der Arbeitsgruppe unter Leitung von Julian Kraus und Rainer Vater, die ehemaligen OWV-Ruhebänke im Zusammenwirken mit Bürgerinnen und Bürgern zu erneuern.
„Wir gehen trockenen Zeiten entgegen und müssen uns auf Knappheit einstellen“, bat der Gemeindechef, mit der Ressource Wasser verantwortungsvoll umzugehen. Laut Geschäftsleiter Wirth soll die Gemeinde bis spätestens 31. Oktober geeignete Flächen zur Benennung von Vorranggebieten für Windkraftanlagen melden. Eine Entscheidung hierüber sei in der September-Sitzung zu treffen.




