Nordoberpfälzer Klimaschutz-Netzwerk: Gründungstreffen in Eschenbach
Nordoberpfälzer Klimaschutz-Netzwerk: Gründungstreffen in Eschenbach
Bei moderierten Netzwerktreffen und fachlichen Beratungen hoffen zehn Kommunen von Parkstein bis Vorbach auf definierte Handlungsempfehlungen und Impulse in Sachen Klimaschutz. Klimawandel, Klima-Anpassung und verantwortungsbewusstes Ressourcenmanagement rücken verstärkt in den Fokus kommunalen Handelns. Jetzt gibt es auch im Vierstädtedreieck kommunale Pioniere, die mit einem regen Austausch untereinander, mit Unterstützung der fachlichen Kompetenz des Instituts für Energietechnik (IfE), das Thema Klimaschutz als eine der bedeutendsten Aufgaben der Gegenwart angehen.
Offizielles Gründungstreffen
Emissionen mindern, Energie effizienter nutzen und den Einsatz erneuerbarer Energien forcieren: eine Herausforderung auch für zehn Gemeinden im Vierstädtedreieck. Das Institut, ein Ableger der Ostbayerischen Technischen Hochschule Amberg-Weiden unter Leitung von Prof. Dr.-Ing. Markus Brautsch, gibt mit seiner wissenschaftlichen Grundlagenforschung Antworten auf viele Fragen und Wünsche der Kommunen.
Nach dem Segen der Ratsmitglieder in den beteiligten Städten und Gemeinden trafen sich am Mittwoch die Bürgermeister im historischen Malzhaus der Stadt Eschenbach, um die Netzwerk-Partnerschaft offiziell zu besiegeln. Beim Gründungstreffen saßen die Gemeindechefs aus Eschenbach, Kirchenthumbach, Neustadt am Kulm, Parkstein, Pressath, Schlammersdorf, Schwarzenbach, Speinshart, Trabitz und Vorbach und Landrat Andreas Meier an einem Tisch. Die Stadt Grafenwöhr ist bereits seit 2021 Mitglied des Netzwerkes Ostbayern.
Dreijährige Partnerschaft
Nach einführenden Worten von Prof. Dr. Raphael Lechner und der Vorstellung konkreter Wünsche und Ziele der einzelnen Gemeinden besiegelten die Bürgermeister mit ihrer Unterschrift eine dreijährige Partnerschaft, von der sich die Kommunen einerseits fachlich wichtige Impulse in Sachen Klimaschutz durch die technisch-wissenschaftliche Beratung des IfE und zum anderen ein gegenseitiges Lernen bei regelmäßigen und moderierten Netzwerktreffen versprechen.
Das Projekt ist auf eine Laufzeit von drei Jahren, bis 31. Dezember 2025, ausgelegt. Eine staatliche Zuwendung von 359.000 Euro ist gesichert. Für das Netzwerkmanagement und die moderierten Netzwerktreffen beträgt nach Abzug der staatlichen Förderung von 70 Prozent der Eigenanteil je Kommune 4.300 Euro netto.
Natürliche Ressourcen schonen
Die fachlichen Beratungen, zum Beispiel bei Themen wie Gebäudetechnik, Entwicklung von Wärmeverbundsystemen, Analysen zu Windvorranggebieten, zu Wasserstoffprojekten und für Mobilitätskonzepte kosten 255 Euro täglich. Schon bei der Gründungsversammlung kristallisierten sich als Schwerpunktthemen die Freiflächen und Agro-Photovoltaik, der Aufbau von Nahwärmenetzen, die Wasserstoff-Nutzung und Einsparpotentiale in den Wasserversorgungs- und Kläranlagen der Gemeinden heraus.
Zu den besonderen Wünschen der Bürgermeister gehörte übereinstimmend der schonende und gleichzeitig effiziente Umgang mit natürlichen Ressourcen. Eine wichtige Rolle nahm dabei die interkommunale Klärschlammverwertung ein. Die Gründerversammlung endete mit organisatorischen Hinweisen von Teamassistentin Julia Dievernich.




