Schläge vom eigenen Mann häufiger als Krebs und Verkehrsunfälle zusammen
Schläge vom eigenen Mann häufiger als Krebs und Verkehrsunfälle zusammen
Enikö Nagy, Leiterin des Frauenhauses und der Interventionsstelle in Weiden, sagt es in aller Deutlichkeit: „Das Risiko, durch einen Beziehungspartner Gewalt zu erfahren, ist weitaus höher, als von einem Fremden tätlich angegriffen zu werden. Bildung, Einkommen, Alter und Religionszugehörigkeit sind dabei völlig bedeutungslos.“
Wöchentliche Beratung auch in Kemnath
Zusammen mit Regina Fritsch vom Verein Dornrose, die auch in Kemnath wöchentlich Beratungen bei sexualisierter Gewalt anbietet, informierte Nagy eine interessierte Zuhörerschaft im Kemnather Bürgersaal über das Ausmaß und die Erscheinungsformen von Gewalt gegenüber Frauen und Kindern.
„Kinder sind immer mit betroffen“
Nagy und Fritsch waren war sich mit ihren Zuhörern einig darüber, dass Politik und Gesellschaft viel mehr gegen häusliche Gewalt tun müssten. Neben finanzieller Unterstützung und dem Ausbau von Hilfsangeboten müsse verstärkt Prävention und Aufklärung schon in Schulen und Kindergärten stattfinden, „denn Kinder sind immer mit betroffen“, wie Nagy aus ihrem Berufsalltag weiß.
Im Anschluss an die Informationsveranstaltung kam es zu einem regen Austausch unter den Anwesenden.


