SPD kritisiert Aiwanger, fordert Industrie-Neustart in Sulzbach-Rosenberg

SPD kritisiert Aiwanger, fordert Industrie-Neustart in Sulzbach-Rosenberg
Seit der Schließung des Rohrwerks Maxhütte im September 2025 stehen Hunderte Menschen vor dem Nichts. Besonders hart, so stellt der Unterbezirksvorsitzende der Arbeitsgemeinschaft für Arbeitnehmerfragen in der SPD, Karl-Heinz König, fest, trifft es die älteren Kollegen. Wer mit 58 Jahren seinen Job verliert, erhält zwei Jahre Arbeitslosengeld – doch was kommt danach? Er sagt: „Wenn Betriebe in der Region die Arbeitslosen nicht einstellen, droht die Grundsicherung.“ Bis zur Rente würden oft noch viele Jahre fehlen. Die Alternative sei eine Frühverrentung mit lebenslangen Abzügen von bis zu 14,4 %. Das sei leider die bittere Realität für diejenigen, die jahrzehntelang hart gearbeitet haben.
Folgen der Schließung des Rohrwerks Maxhütte für ältere Beschäftigte
König: „Wo ist eigentlich unser bayerischer Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger?“ Sein Versagen begann, so König, nicht erst mit der Schließung, sondern bereits in der Zeit, als das Werk noch produzierte. Es drängte sich der Eindruck auf, dass ihm die Arbeitslosen und insbesondere die ältere Generation egal seien. Von der bayerischen Staatsregierung müsse jetzt konkrete Hilfe kommen, statt nur zuzusehen.
Signalwirkung aus München und Verantwortung des Eigentümers
Doch die Signale von oben seien verheerend: Ministerpräsident Markus Söder erklärte kürzlich in einer Talkshow, dass die Stahlindustrie in Bayern keine Rolle mehr spiele. Seine abfällige Handbewegung in Richtung der Insolvenz des Rohrwerks spreche Bände über die Wertschätzung gegenüber den Arbeitnehmern in unserer Region. Auch der Eigentümer, Herr Jas Kohli aus Birmingham, scheine das Interesse an dem Gelände verloren zu haben.
Hier müsse man klar sagen: „Eigentum verpflichtet! Wir benötigen keine weitere Industrieruine wie das alte Stahlwerk in Sulzbach-Rosenberg, wo die Max Aicher Gruppe die Zukunft des Geländes ebenfalls verschläft. Auf dem Areal des Rohrwerks muss dringend wieder Industrie angesiedelt werden, um der Region eine Perspektive zu geben. Wir dürfen nicht zulassen, dass unsere Heimat industriell ausblutet.“


