Schnelles Internet für 429 Anwesen in Georgenberg geplant

Schnelles Internet für 429 Anwesen in Georgenberg geplant
Es gab einiges zu diskutieren in der Bürgerversammlung am Donnerstag, 13. August, im „Berggasthof“ der Familie Schaller. So wollte etwa Rupert Herrmann wissen, wie sich während der Corona-Pandemie die Sterbezahlen in der Gemeinde entwickelt hatten. „Du kannst in den nächsten Tagen gerne kommen, dann können wir das feststellen“, bot Bürgermeister Wolfgang Bock an.
Diskussionen und Anliegen aus der Bürgerversammlung
„Ich kann es nicht verbieten“, antwortete der Rathauschef auf Herrmanns Hinweis, dass die Hecke bei der Einfahrt zum Ortsteil Faislbach eine Gefahr beim Abbiegen darstelle. „Außerdem handelt es sich hier um eine Staatsstraße“, sagte er. „Ich werde aber mit dem Eigentümer sprechen“, versicherte er.
Als „Missgeburt“ bezeichnete Herrmann den Ausbau der Staatsstraße 2396 am Ortsausgang von Georgenberg in Richtung Neuenhammer. Dabei kritisierte er vorwiegend einen fehlenden Fußgängerweg. Als Grund dafür nannte der Bürgermeister die gescheiterten Grundstücksverhandlungen. „Die Gemeinde hat auch keine Handhabe, weil es sich hier um eine Staatsstraße handelt“, wies er noch darauf hin.
Verkehrssituation und staatliche Zuständigkeiten
Wilhelm Gicklhorn brachte mit seiner Feststellung von „Rasern“ – ob mit dem Auto oder Motorrad – den Stein ins Rollen, als er sich für „Blitzer“ aussprach. Laut Bock hat die Verkehrswacht bei Messungen vom 1. Januar bis 31. März dieses Jahres keine Geschwindigkeitsüberschreitung festgestellt. Man werde jedoch dranbleiben, sicherte er zu.
Die Quellschüttungen sind nach den Worten des Bürgermeisters aufgrund des fehlenden Regens zwar zurückgegangen, bei der Wasserversorgung sei es aber trotzdem unbedenklich. „Da müssen wir uns keine Sorgen machen“, sagte er auf Anfrage.
Gesellschaft und politische Debatten
Rupert Herrmann wusste seiner Aussage zufolge zwar, dass es sich nicht um eine gemeindliche Angelegenheit handelt, machte sich aber große Sorgen um die Zukunft in Europa. Deshalb warb er für einen „friedlichen Frieden“. Mit dem Hinweis, dass das Thema keine kommunale Aufgabe ist, antwortete Bock: „Das geht so nicht. Dafür hast du deine Veranstaltungen.“ Schließlich fand Andreas Schreier: „Das interessiert keinen.“
Bildung und Kinderbetreuung
Es gab natürlich auch die Informationen des Bürgermeisters. Vollauf zufrieden ist Bock mit den Entwicklungen der Grundschule mit 42 Mädchen und Jungen und des Kinderhauses. „Es gibt zwei Kindergartengruppen mit 41 Kindern, eine Krippengruppe mit 13 Kindern und eine Hortgruppe mit 20 Kindern“, sagte er und wies dabei auf den erfolgten Umbau des ehemaligen Schwesternheims hin. In diesem werden die sogenannten „Naturkinder“ betreut.
Finanzen und Förderung
„2025 sind wir wieder in den Genuss der Stabilisierungshilfe über 530.000 Euro gekommen“, freute sich der Bürgermeister. „Diese haben wir auch für 2026 beantragt. Sie unterstützt uns nicht nur durch die Geldzuwendung, sondern ermöglicht es, höhere Fördersätze und Fördermöglichkeiten in Anspruch zu nehmen.“
Projekte und Digitalisierung
Laut Bock war 2026 unter anderem geprägt durch die Fertigstellung der letzten Hausanschlüsse bei der Wasserversorgung. Mit 100 Prozent gefördert werde die kommunale Wärmeplanung im sogenannten „Convoi“ mit der Stadt Pleystein und den Märkten Floß und Waldthurn. Bewährt hätten sich die 2025 eingeführte Heimat-App sowie der im Februar dieses Jahres eröffnete Dorfladen. Abgeschlossen seien die Straßenbauprojekte „Brünst – Drei Tannen“ und „Ortsstraße Waldkirch“.
Ausblick: Verkehr, Mobilfunk und Internet
Beim Ausblick bedauerte der Bürgermeister die Verschiebung des geplanten weiteren Ausbaus der Staatsstraße in Richtung Galsterlohe und kündigte in puncto Mobilfunk die Inbetriebnahme der Masten in den Bereichen Gehenhammer und Sandfeld an. Ein weiterer Funkmast sei bei Prollermühle geplant. Außerdem sollen 429 noch unterversorgte Anwesen schnelles Internet erhalten.
Im Bereich der Feuerwehren soll nach Bocks Informationen im Herbst/Winter die Renovierung des Feuerwehrhauses in Neudorf beginnen. „Für die Feuerwehr Georgenberg/Neuenhammer ist in Neuenhammer ein Stellplatz geplant“, ließ er noch wissen. Dazu kommen Sanierungsmaßnahmen bei der Pechlohquelle und der Wassernotverbund mit der Nachgemeinde Flossenbürg.
Infobox
Einwohnerstand: 1.285 (aktuell), 1.287 (2025)
Zuzüge: 26 (2026), 51 (2025)
Wegzüge: 23 (2026), 48 (2025)
Eheschließungen: eins (2026), drei (2025)
Geburten: zwei (2026), sechs (2025)
Sterbefälle: sieben (2026), 18 (2025)
Haushalt 2026: 7.133.214 Euro gesamt (davon 3.603.306 Euro Verwaltungshaushalt und 3.529.908 Euro Vermögenshaushalt)
Schuldenstand: 2.340.000 Euro (Prognose 2026), 2.450.000 Euro (2025)
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