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Stadt verbessert Konditionen für Sportler im Waldbad

Grafenwöhr. Für Schwimmer kann das Waldbad länger offen bleiben und das Trennband herausgenommen werden. Dies erklärt Bürgermeister Edgar Knobloch in der Stadtratssitzung. In Gewässern wurden Substanzen in Fischen nachgewiesen.

Stadt verbessert Konditionen für Sportler im Waldbad

Das Waldbad ist bei Schwimmern sehr beliebt. Damit diese ihren Sport in Ruhe ausüben können, hat die Stadt Maßnahmen eingeleitet. Foto: Stefan Neidl

Die US-Armee führt seit 1998 auf freiwilliger Basis in regelmäßigen Abständen Fischuntersuchungen durch. Dadurch kann sie als Methode des Biomonitorings den aktuellen Zustand der Schadstoffbelastung abbilden. Die Ergebnisse der aktuellen Prüfung stellte Bürgermeister Edgar Knobloch (CSU) nun dem Stadtrat vor.

Insgesamt wurden 92 Fische aus 16 Weihern und Bächen entnommen. Auffällig war dabei der Perfluororoctansulfonsäure-Wert (PFOS): In den Organen der Fische wurde dieser in 75 Prozent aller Fälle und in der Muskulatur in 30 Prozent überschritten. Weiter konnte per- und polyluorierte Alkylsubstanzen (PFAS) in fast allen Gewebeproben nachgewiesen werden.

Verwirrung über Bericht

Das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit weist darauf hin, dass PFAS in mittlerweile allen Gewässern auftritt. Es empfiehlt zu ermitteln, welche für Fischzucht genutzten Gewässer sich im Abstrom des Truppenübungsplatzes befinden. Die Fischer sollen stichprobenartig überprüfen lassen, ob sich die Tiere für den Verzehr eignen. Die Fischereivereine wurden bereits zeitgleich durch das Landratsamt über die Ergebnisse der Untersuchung informiert.

Der Bericht ließ die Stadträte etwas ratlos zurück. Thomas Schopf (FW) fragte nach den Kosten für die Fischereivereine. Conny Spitaler (SPD) war verunsichert: „Ist der Fisch dann überhaupt noch essbar?“ Gerald Morgenstern (CSU) erkundigte sich nach Folgen: Gibt es weitergehende Untersuchungen, ob die festgestellten Stoffe wirklich durch den Truppenübungsplatz aufgetreten sind? Knobloch will den genauen Bericht einmal anfordern und den Stadträten zukommen lassen.

Neue Regeln für Schwimmer

Die CSU hatte in einer vergangenen Sitzung einen Antrag auf die Einführung von Schwimmzeiten und auf temporäre Herausnahme des Trennbandes, das Schwimmer und Nichtschwimmerbereich trennt, gestellt. Nun hat er eine Absprache mit der Badeaufsicht geführt: „In den Abendstunden ist meist wenig los. Schwimmer können mit der Badeaufsicht das Band herausnehmen.“ Der Badeschluss wird dienstags und donnerstags auf 20.30 Uhr verlegt, aber nur wenn wirklich Schwimmer da sind.

Jürgen Wegmann (CSU) lobte die neue Wasserrutsche und gab einen ersten Erfahrungsbericht. Der Wasserzulauf muss noch genau justiert werden. Knobloch: „Zu viel Wasser heißt weniger Spaß, zu wenig Wasser kann für Reibungen und Abschürfungen sorgen.“ Spitaler erkundigte sich nach schon in der Vergangenheit durchgeführten Taschenkontrollen im Waldbad. Diese können nach Bedarf wieder kommen.

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Photovoltaik und Niederschlagswasser

Am ehemaligen TuS-Trainingsplatz soll eine Photovoltaik-Freiflächenanlage entstehen. Ein möglicher Zugang kann über die Pressather Straße erfolgen. Auf Höhe des Umspannwerks an der Pechhofer Straße und vom im Bau befindlichen Fachmarktzentrum darf Niederschlagswasser temporär in die Creußen eingeleitete werden.

Schopf fragte nach Vorsichtsmaßnahmen gegen Öl und andere Betriebsstoffe, die am Parkplatz des Fachmarktzentrums verloren gehen können. Knobloch verwies auf die Zuständigkeit des Wasserwirtschaftsamts, jedoch sei so etwas im Verkehr nichts Ungewöhnliches.

Keine Pumptrackstrecke mehr geplant

Einst hatte der Stadtrat beschlossen, die Errichtung eines Dirtpark- oder Pumptrackkurses zu prüfen. Jugendbeauftragter Stefan Pappenberger (CSU) gab nun bekannt, dass die Jugendlichen kein Interesse mehr daran hätten und er dieses Projekt darum nicht mehr verfolgen möchte: „Sollte es doch noch Interessierte geben, sollen diese sich bei mir melden.“