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Stadtrat Grafenwöhr: Viele Änderungen in der Pechhofer Straße

Grafenwöhr. Die Bayernwerke planen den Ersatz eines Umspannwerks. In Zukunft will der Bürgermeister solche Projekte aus der Innenstadt heraushalten.

Stadtrat Grafenwöhr: Viele Änderungen in der Pechhofer Straße

Die Stadtwerke werden nach der Sanierung der Verwaltungsgebäude zum Marktplatz ziehen. Foto: Stefan Neidl

Erste Sitzung im neuen Jahr für den Stadtrat – Bürgermeister Knobloch verkündete Beschlüsse aus vorheriger nicht-öffentlicher Sitzung: Das Kommunalunternehmen Stadtwerke wird nach der Sanierung der Verwaltungsgebäude am Marktplatz gemeinsam mit der Stadtverwaltung in ein Gebäude ziehen.

Vorsitzender Frank Neubauer erklärt auf Nachfrage: “Der Hintergrund sind die Nutzung von Synergieeffekte und das Ziel Kosten zu sparen. Wir bleiben aber als Anstalt des öffentlichen Rechts ein eigenständiges Kommunalunternehmen.” Der Umbau wird noch einige Jahre dauern. Pläne für das noch genutzte Gebäude der Stadtwerke in der Pechhofer Straße gibt es laut Neubauer noch keine.

Neubau von Umspannwerk

Direkt hinter halb des Gebäudes der Stadtwerke liegt ein Umspannwerk der Bayerwerke. Die Bayernwerke beantragten nun eine Baugenehmigung für den Ersatzneubau eines 110 Kilovolt/20 Kilovolt Umspannwerks. Dazu gehören die Errichtung eines Schalthauses, einer Einfriedung, Geländeregulierungen und Ausgleichsmaßnahmen.

Der Bau soll an der Stelle des bestehenden Umspannwerks bei den Stadtwerken geschehen. Dieses wird vorher zurückgebaut. Bereits 2022 stellte das Unternehmen einen ähnlichen Antrag. Nach Genehmigung durch das Landratsamt zog es ihn aber wieder zurück. Der aktuelle Antrag hat geringfügige Änderungen, erklärt Bürgermeister Edgar Knobloch, CSU.

Vervielfachung des Energiebedarfs erwartet

“Nach Einschätzungen wird sich der Strombedarf verdrei- bis vervierfachen”, sagte das Stadtoberhaupt, “dementsprechend braucht man auch Umspannwerke.” Industrie, Truppenübungsplatz, Privathaushalte, Elektrofahrzeuge – alle benötigen Strom. Sein großes Aber: “Diese gehören sich dann raus aus dem Ort.” Es steht ein Treffen mit den Bayernwerken an, dem Unternehmen will er dies für die Zukunft mitteilen. Beim Industriegebiet Hütten besteht beispielsweise eine große Photovoltaikanlage – Die entsprechende Infrastruktur wäre dort bereits vorhanden und könnte der Standort für neue Werke werden.

Gerald Morgenstern, CSU, erkundigte sich nach Strahlungswerten, die laut Knobloch eingehalten werden. Helmut Amschler, Freie Wähler, schlug einen Bau weiter östlich vor. Knobloch befürchtete, dass das Umspannwerk dann noch größer werden könnte und generell sei das Stadtgebiet wie erwähnt für ihn die falsche Stelle. Auch die Nachbarn haben nicht durch ihre Unterschrift ihr Einverständnis erklärt – Widerstand sei da. Der Stadtrat stimmte dem Antrag der Stadtwerke einstimmig zu.

Stadtwerke Amberg
Stadtwerke Amberg
Das Umspannwerk an der Pechhofer Straße soll neu gebaut werden. Foto: Stefan Neidl

Private Bauanträge

Ein Bauherr möchte an der Hauptstraße in Gmünd ein Einfamilienhaus errichten. In der Neuen Amberger Straße in Grafenwöhr soll ein Dachgeschoss ausgebaut werden. Dafür soll zusätzlich eine Außentreppe angebaut werden. Die Stadträte stimmten auch diesen Vorhaben einstimmig zu.