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Teamgeist und Bilanz prägen CSU-Auftakt in Trabitz

Trabitz. Die CSU beginnt den Kommunalwahlkampf: Bürgermeisterin Carmen Pepiuk zieht Bilanz und nennt Schwerpunkte, von Bauland und Infrastruktur bis Energiewende. Landrat Andreas Meier warnt vor einfachen Antworten und rauem Ton.

Trabitz. Die CSU beginnt den Kommunalwahlkampf: Bürgermeisterin Carmen Pepiuk zieht Bilanz und nennt Schwerpunkte, von Bauland und Infrastruktur bis Energiewende. Landrat Andreas Meier warnt vor einfachen Antworten und rauem Ton.
Foto: Bernhard Piegsa

Teamgeist und Bilanz prägen CSU-Auftakt in Trabitz

Bürgermeisterin Carmen Pepiuk nahm es sportlich: „Wenn nicht mehr Leute kommen, heißt das wohl, dass unsere Gemeindebürger nicht viel zu beklagen haben“, kommentierte sie das mit etwa zwei Dutzend Besuchern eher mäßige Interesse am Frühschoppen der Trabitzer CSU im Sportheim. Immerhin hatte zur Freude des Ortsverbands beim eigentlichen Wahlkampfauftakt im Gastraum des Preißacher Schützenheims volles Haus geherrscht.

CSU Trabitz startet in den Wahlkampf

Wie schon in Preißach nutzte Carmen Pepiuk, die sich am 8. März für eine dritte Amtsperiode zur Wahl stellt, die Gelegenheit zu einer Bilanz der zurückliegenden Jahre. Dabei erinnerte sie an Projekte wie die neue Kindertagesstätte, die Renovierung des Meierhof-Hauptgebäudes und seine Neuwidmung zu einer Jugendbetreuungsstätte, das Nahwärmenetz für den Ort Trabitz, die Ausweisung der beiden Baugebiete „Bühl“ und „Kirschbaumacker“ und die Modernisierung mehrerer Spielplätze. Für die nächsten Jahre stünden namentlich die Wassernetzerneuerung, der Ausbau des Breitbandfernmeldenetzes und der Abschluss des Erosionsschutzprojekts „boden:ständig Pichlberg“ auf der Aufgabenliste.

Um die Gemeinde für junge Familien attraktiv zu erhalten, gelte es, weiteres Bauland zu erschließen, unterstrich Pepiuk. Im Interesse aller Generationen müsse man die Arbeit der lokalen Vereine und der übergemeindlichen Solidargemeinschaft „Generationen Hand in Hand“ (GeHiH) fördern und das Bahnhofsumfeld insbesondere durch ein vergrößertes Parkplatzangebot aufwerten. Erfreulicherweise habe die Bahn in den letzten Jahren viel in die Modernisierung des Bahnhaltepunkts investiert: „Dessen Zukunft dürfte damit gesichert sein.“ Ferner strebe die Gemeinde an, durch Photovoltaikanlagen auf allen kommunalen Liegenschaften einen wirksameren Beitrag zur Energiewende zu leisten.

Ehrenamt und Teamarbeit in Trabitz

Nachdrücklich würdigte die Bürgermeisterin den für Trabitz typischen „Teamcharakter“ der Gemeindepolitik, bei deren Gestaltung politische Verantwortungsträger aller Fraktionen, kommunale Mitarbeiter und Bürger „verantwortungsbewusst mitgedacht, mitgemacht und mitgetragen“ hätten: „Gemeinsam packen wir an, halten uns nicht mit dem Beklagen von Problemen auf, sondern suchen miteinander nach Lösungen.“ Dabei sei der Wert der ehrenamtlichen Arbeit nicht hoch genug wertzuschätzen: „Unsere Gemeinde lebt davon, dass viele weit mehr leisten, als sie müssten.“ Bewährt habe sich auch die Vernetzung mit Mandatsinhabern höherer politischer Entscheidungsebenen vom Kreis- und Bezirkstag über Landes- und Bundesparlament bis hinauf in die EU. Ihr verdanke die Gemeinde unverzichtbare Fördermittel.

Nachhaltige kommunalpolitische Arbeit lebe freilich nicht zuletzt von einer weitblickenden Finanzplanung, die in den nächsten Jahren nicht einfacher werde: „Der finanzielle Spielraum dürfte enger werden, und umso wichtiger wird es sein, sorgfältig Schwerpunkte zu setzen.“ Nicht zu vergessen sei, dass sich gemeindepolitische Beschlüsse und Maßnahmen an Vorschriften und Rahmenbedingungen zu orientieren hätten, die von übergeordneten Instanzen ausgingen, warb Carmen Pepiuk um Verständnis für manche womöglich als unpopulär empfundene Entscheidung.

Landrat mahnt zur Sachlichkeit und warnt vor einfachen Antworten

In seinem Grußwort zum Trabitzer CSU-Frühschoppen wertete Landrat Andreas Meier die Kommunalpolitik als „Basis des demokratischen politischen Systems“: Ihre Protagonisten entschieden Fragen, die die Menschen unmittelbar beträfen, und seien für die Bürger „unmittelbar greifbar“. Dezidiert warnte er vor jenen, die suggerierten, „einfache Lösungen“ für die immer komplexeren politischen Herausforderungen parat zu haben, und so „falsche Hoffnungen“ weckten. Besorgniserregend sei der seit Jahren zu beobachtende Niedergang der Diskussionskultur: Die Gesellschaft polarisiere sich immer mehr, „der Andere ist der Feind“, und Auseinandersetzungen würden oft nur noch über das Internet ausgetragen, wobei der Ton zusehends rüder werde. Es bleibe zu hoffen, dass diese Entwicklung nicht vollends in die Gemeindepolitik durchschlage, wünschte sich Meier: „Denn dadurch würden wir viel Lebensqualität verlieren.“

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