Weiherhammer: Stoppschild an der Einmündung Jägerstraße in die Hauptstraße für mehr Verkehrssicherheit

Weiherhammer: Stoppschild an der Einmündung Jägerstraße in die Hauptstraße für mehr Verkehrssicherheit
Der Gemeinderat Weiherhammer hat am Dienstag mit elf zu vier Stimmen die Anbringung eines Stoppschildes einschließlich einer Haltelinie im Bereich der Einmündung Jäger-/Hauptstraße beschlossen. Die Polizei hatte einen Verkehrsspiegel abgelehnt und zu einem Stoppschild geraten.
Stoppschild soll Aufmerksamkeit erhöhen
Erster Bürgermeister Julian Kraus verwies diesbezüglich auf Anregungen aus der Bürgerschaft. Eine Ideallösung sei erst nach Genehmigung des neuen Baugebiets an der Straße nach Mantel möglich, meinte Kraus. Nach Einschätzung der Polizei seien die erforderlichen Sichtdreiecke ausreichend groß und böten im Einmündungsbereich eine ausreichende Sicht auf den Verkehr in der Hauptstraße. Zudem wird das verpflichtende Anhalten an der Einmündung die Aufmerksamkeit der Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer auf den Verkehr der Hauptstraße erhöhen. Und weiter: Das Anhalten ermöglicht eine bessere Wahrnehmung der Verkehrssituation und trägt somit zu einer Verbesserung der Verkehrssicherheit bei.
Die AfD sah dies anders: „Wir sind gegen das Stoppschild, weil durch das Anhalten die Sicherheit sogar gefährdet wird. Die Überquerung dauert länger“, begründete deren Sprecher Harald Hortig die Ablehnung. Die Verwaltung wird beauftragt, die erforderliche verkehrsrechtliche Anordnung zu beantragen und die Umsetzung der Maßnahme zu veranlassen.
Angepasste Pauschalsätze und Satzungen
Die Kämmerei hat die Personalkosten der Feuerwehren der Gemeinde für 2025 neu kalkuliert, sagte Bürgermeister Kraus. Als Mittelwert wurden 39,86 pro Stunde berechnet. Für den neu angeschafften Gerätewagen GW-TS der Löschgruppe Trippach werden in das Verzeichnis der Pauschalsätze für Ausrückkosten 36,70 Euro pro Stunde und für Streckenkosten 4,91 pro km aufgenommen. Die Satzungsänderung erfolgte einstimmig. Weil die Erschließungsbeitragssatzung vom 16. September 1991 nicht mehr der aktuellen Rechtslage entspricht, beschloss das Gremium den Neuerlass ebenso einstimmig.
Tempo-30-Zone rund um das neue Kinderhaus
Neu zu bewerten war die Verkehrssituation im Rahmen des Kinderhausneubaus und dessen Umfeld in Kaltenbrunn, fuhr der Gemeindechef fort. Er stellte die drei Varianten vor. SPD-Sprecher Jürgen Oheim begrüßte die große Variante mit Einbeziehung von Schulstraße und „Am Graben“. Anwohner hätten dies nach einer Befragung befürwortet, bemerkte Bürgermeister Kraus. Und er fügte hinzu: „In den betroffenen Wohnstraßen ist aufgrund der engen Straßenführung das Fahren mit 50 km/h kaum möglich; es geht um die Erhöhung der Verkehrssicherheit, die Aufenthaltsqualität im Wohngebiet und die Minimierung des Unfallrisikos.“
Es spreche nichts gegen eine Tempo-30-Zone, hatte Dominik Zawal von der Polizeiinspektion Eschenbach nach der Ortsbegehung am 9. September betont. Für die CSU-Fraktion sah Severin Hirmer keine absolut einheitliche Meinung. Um einen Schilderwald zu vermeiden, plädierte er für die von der Verwaltung vorgeschlagene Variante. Der Impuls von der Polizei sei da. Andreas Solter (parteilos) sprach sich dafür aus, die Tempo-30-Zonen gezielt nur an gefährdeten Stellen einzusetzen. Laut CSU-Rat Georg Tafelmeyer sollte man dann auch die Geschwindigkeit überprüfen. Die Bürgermeister-Hörl-Straße mit einzubeziehen, regte Daniel Schweiger (SPD) an. In der Ausklammerung der Friedhofstraße sah Lukas Zeiler (AfD) einen Kompromiss. Mit 14 zu einer Stimme befürwortete das Plenum die Einrichtung einer Tempo-30-Zone nach der Variante eins ab dem Hopfenweg bis zum Höchfeld, die Friedhofstraße mit eingeschlossen.
Zusatzausgaben für Außenanlagen: Bergahorn bleibt erhalten
Im Bereich der Außenanlagen des Kinderhauses hat sich ein zusätzlicher Entscheidungsbedarf ergeben. Auf dem Grundstück befindet sich ein bestehender Bergahorn. Aufgrund der Geländesituation muss der Hang stärker abgefangen werden als in der ursprünglichen Planung vorgesehen. Der finanzielle Aufwand des Bergahorns ist auf 1.700 Euro netto zu beziffern. Zugleich bleibt der bestehende Baum als Schattenspender erhalten. Ohne Gegenstimme wurde das Nachtragsangebot der Firma Schmidt, Garten- und Landschaftsbau, Schirmitz, angenommen.
Weitere Verkehrsthemen im Gemeinderat
„In der Ortsdurchfahrt Kaltenbrunn wird durch das Parkverbot aufgrund von Umleitungen nun schnell gefahren“, meinte Daniel Schweiger und regte an, hier zusätzlich auf 30 km/h zu reduzieren, denn nicht nur Schulkinder seien gefährdet. Alexander Wagner (CSU) erkundigte sich wegen der Anbringung der Mittelstreifen auf der Staatsstraße in Dürnast. Bürgermeister Kraus will beide Anfragen mit dem Staatlichen Bauamt klären.
Bekanntgaben des Bürgermeisters
Der neue Bauhoftraktor wird durch die Firma Lindner am Freitag, 25. September, geliefert. Die Gemeinde führt eine einmalige Reinigungsaktion der Einzeiler (Straßenrinnen) durch. Bürgerinnen und Bürger werden gebeten, diese Aktion zu unterstützen und die Reinigung künftig eigenständig zu übernehmen. Ferner ergeht ab 1. Oktober der Aufruf zum Rückschnitt von Hecken und Büschen, die in den Straßen- oder Gehwegbereich hineinragen. Die Sperrung im Höchfeld Kaltenbrunn wird bis Mitte Oktober verlängert.
Ende September/Anfang Oktober beginnen die Markierungsarbeiten im Ortsbereich von Weiherhammer und Kaltenbrunn. Die September-Ausgabe des „Weiherecho“ liegt aus, Lesemöglichkeit auch online und digital. Bis 23. Oktober besteht beidseitiges Parkverbot in Kaltenbrunn. Das Staatliche Bauamt überlegt dies auch für Dürnast.
Bürgerversammlungen: 3. November Weiherhammer, 5. November Kaltenbrunn, Ortsteilversammlungen 9. November Dürnast, 12. November Trippach. Die Metzgerei Mann aus Schnaittenbach eröffnet in der Tankstelle Witzel am 9./10. Oktober.
Wenn Du OberpfalzECHO als bevorzugte Quelle hinterlegst, tauchen unsere Inhalte dort häufiger für Dich auf.
Füge jetzt OberpfalzECHO Deinen Quellen hinzu!




