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Fünf-Flüsse-Radweg mit Amberg-Sulzbach erneut in den Top zehn

Amberg-Sulzbach. Der Fünf-Flüsse-Radweg zählt laut ADFC-Radreiseanalyse erneut zu den Top zehn in Deutschland. Das freut das Landratsamt, das seit Jahren in Qualität und Service investiert und die Route stärkt.

Amberg-Sulzbach. Der Fünf-Flüsse-Radweg zählt laut ADFC-Radreiseanalyse erneut zu den Top zehn in Deutschland. Das freut das Landratsamt, das seit Jahren in Qualität und Service investiert und die Route stärkt.
Foto: Frank Heuer

Fünf-Flüsse-Radweg mit Amberg-Sulzbach erneut in den Top zehn

Radfahren in der Region Amberg-Sulzbach ist auch bundesweit ein Begriff: Der Fünf-Flüsse-Radweg bekam wieder eine ausgezeichnete Bewertung bei der Radreise-Analyse des Allgemeinen Deutschen Fahrradclubs. Er gehört damit zu den Top Ten der deutschen Radfernwege.

Reaktionen im Landratsamt

Im Landratsamt sorgt die Bewertung durch den ADFC auch für Freude: Hubert Zaremba, Sachgebietsleiter Tourismus, Marketing & Kultur, nimmt die Auszeichnung mit Genugtuung zur Kenntnis, schreibt das Landratsamt Amberg-Sulzbach in seiner Pressemitteilung. Zaremba arbeitet seit 2007 als Tourismusreferent für den Landkreis und kennt den Fünf-Flüsse-Radweg quasi „von klein auf“. Das LEADER-Kooperationsprojekt „Qualitätsorientierte Weiterentwicklung des Fünf-Flüsse-Radweges“ war 2016 ein umfassendes Projekt, das darauf abzielte, den ca. 300 Kilometer langen Radweg in Ostbayern zu modernisieren und zu optimieren.

Qualitätsoffensive am Fünf-Flüsse-Radweg

Zaremba leitete damals für den Landkreis Amberg-Sulzbach das Projekt, an dem insgesamt sieben Landkreise, vier kreisfreie Städte und 13 Gemeinden beteiligt waren. „Zielsetzung war, die Qualität der Strecke zu verbessern, um den Anforderungen an moderne Radwege (Beschilderung, Attraktivität) gerecht zu werden und die Region touristisch zu stärken“.

Einzigartige Natur- und Kulturlandschaft

Uwe Stanke, Projektleiter für den Fünf-Flüsse-Radweg beim Tourismusverband Ostbayern, schwärmt von dem einmaligen Angebot: „Auf rund 300 Kilometern entlang von Pegnitz, Vils, Naab, Donau und Altmühl erlebt man eine grandiose Natur- und Kulturlandschaft mit wunderschönen Städten und Städtchen.“ Seit 30 Jahren sei der Fünf-Flüsse-Radweg ein absoluter Tipp, der auch über zahlreiche Reiseveranstalter gebucht werden könne. Nebenbei bemerkt: Es liegen auch rund 70 Biergärten an der Strecke.

Der Fünf-Flüsse-Radweg selbst gilt als einer der beliebtesten Radwege in der Region, der durch Bayerns Natur und Geschichte führt und meist in fünf Etappen befahren wird. In die Wertung der Analyse kamen Radreisen mit mindestens drei Übernachtungen. Die ersten Plätze belegten der Elberadweg, der Weser- und der Ostküstenradweg. Aus Bayern kamen unter die ersten zehn der Bodensee-Königssee-Radweg, der Main-, der Donau- und eben auch der Fünf-Flüsse-Radweg. Wichtige Qualitätskriterien für Radreisende seien eine gute Beschilderung, Gastronomie und auch die Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln, so die Pressemitteilung weiter.

Die Studie zeigte auch, dass in Deutschland 3,3 Millionen Personen rund 4,6 Millionen Radreisen unternahmen – hier lag die durchschnittliche Aufenthaltsdauer sogar bei 7,6 Übernachtungen. 51 Prozent der Radreisenden nutzen E-Bikes. Diese Radler fuhren durchschnittlich 60,3 Kilometer, die mit Muskelantrieb schafften 66,9 Kilometer. Denn ältere Menschen fahren mehr Elektrofahrräder, planen aber kürzere Etappen. Der Großteil übernachtet in Hotels und Pensionen. Die ADFC-Radreiseanalyse wertete 17.314 Fragebögen aus, befragt wurde die deutsche Wohnbevölkerung ab 18 Jahren.

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Route des 300-Kilometer-Rundkurses

Beginnt man den relativ ebenen 300-Kilometer-Rundkurs in Nürnberg, geht es von da aus nach Osten entlang der Pegnitz über Lauf und Hersbruck in den Landkreis Amberg-Sulzbach, zunächst nach Sulzbach-Rosenberg. Weiter führt die Route nach Amberg und dann entlang der Vils und der Naab bis nach Kallmünz und Regensburg zur Donau. Über Bad Abbach und Kelheim radelt man nach Riedenburg, um dann Dietfurth an der Altmühl, Beilngries und Berching anzusteuern. Über Neumarkt und Burgthann geht es dann durch Wendelstein wieder zurück nach Nürnberg.

Etappen im Landkreis Amberg-Sulzbach

„Die Etappen 4 und 5 lassen die Radler die Schönheiten des Landkreises Amberg-Sulzbach genießen“, erklärt der Tourismus-Manager. Von Weigendorf aus führt die eine Etappe über Etzelwang und Neukirchen nach Sulzbach-Rosenberg, weiter über Trasslberg nach Amberg, von da aus die nächste das Vilstal hinunter nach Theuern, Ensdorf, Rieden und Schmidmühlen bis zur Landkreisgrenze bei Emhof.

Flexible Touren und Alternativen

Aber diese Vorgaben sind kein Muss, heißt es in der Pressemitteilung: Wer will, kann abkürzen oder kombinieren. Denn da wären noch insgesamt 17 Tagestouren im Angebot. Und auch der Schweppermann-, Schwarze-Laber-, Lauterachtal-, Naab/Altmühl- oder Pegnitz-Laber-Radweg haben ihre Reize.

Wirtschaftliche Bedeutung

Hubert Zaremba verkennt aber auch nicht den wirtschaftlichen Aspekt dieses hochfrequentierten Radweg-Angebotes: Für den gesamten Fünf-Flüsse-Weg registriert man allein bei den Reiseveranstaltern jährlich rund 2.000 Buchungen für mindestens 4.000 Personen, was sich in geschätzten 24.000 Übernachtungen niederschlägt – allein über die Reiseanbieter. Komplett dürften pro Jahr über 170.000 Übernachtungen anfallen, was bei durchschnittlichen Kosten von 133 Euro pro Nacht etwa 22,8 Millionen Euro Umsatz ergibt. Ein erklecklicher Teil davon verteilt sich im Landkreis Amberg-Sulzbach.

Service der Tourismuszentrale

Die Amberg-Sulzbacher Tourismuszentrale im Landratsamt ist gewissermaßen die Poststelle des Radweges: Pro Jahr verschicken die Damen auf Anfrage über 6.000 detaillierte Radwegekarten und Unterkunftsverzeichnisse an Interessenten aus ganz Deutschland, Österreich, der Schweiz und Holland, schließt die Pressemitteilung. „Wir sind der Radweg mit den meisten Followern in den sozialen Netzwerken“, zeigt sich Hubert Zaremba stolz auf die Arbeit des Teams. Und sie wollen alle gemeinsam dafür sorgen, dass der Fünf-Flüsse-Radweg das bleibt, was er schon seit vielen Jahren ist: das Aushängeschild des Landkreises.