Chefärztin Kuchlbauer informiert Ver.di-Senioren in Weiden über Vorsorge

Chefärztin Kuchlbauer informiert Ver.di-Senioren in Weiden über Vorsorge
Anhand der Formblätter für die Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung erläuterte die Chefärztin an der Klinik für Palliativmedizin in Weiden, Dr. Stefanie Kuchlbauer, bei den Ver.di-Senioren eingehend Inhalt und Bedeutung für Patienten und Angehörige. Es geht dabei, so die Kernaussage der Erläuterungen, rechtzeitig vorher mit allen Beteiligten Grundsätzliches zu besprechen. So ist in der Vorsorgevollmacht zu klären, wer anstelle des Patienten entscheiden kann, wenn er selbst nicht mehr dazu in der Lage ist. Es sollte anhand der Fragen nichts offengelassen werden, nur so gibt es Sicherheit in einem späteren Lebensabschnitt und auch Entlastung für Angehörige in schwerer Zeit. Die Patientenverfügung beinhaltet dazu, was nach dem Willen des Betroffenen gemacht werden darf. Natürlich auch, was zu unterlassen ist. Diese Festlegungen sind für die Behandlung bindend.
Aufgabenteilung unter Angehörigen als praktische Empfehlung
Als empfehlenswert aus der Praxis zeigt sich unter Angehörigen die Aufteilung von Aufgaben im Falle der eingeschränkten Handlungsfähigkeit. Von medizinischen bis finanziellen Aufgaben kann dies sinnvoll sein, besonders wenn sich räumliche Abstände ergeben. Damit ein niedergelegter Wille auch vollzogen werden kann, müssen die Beteiligten über Inhalt und Aufbewahrungsorte laufend informiert sein. Dazu zählt auch die Verfügbarkeit bei notwendigen Aufenthalten im Krankenhaus oder in einer Pflegeeinrichtung.
Beratungsangebote und Einbindung des Hausarztes
Unterstützung erhalten Betroffene und Angehörige in flächendeckend vorhandenen Beratungsstellen der Wohlfahrtsverbände und der Gebietskörperschaften. Unbedingt sollte der Hausarzt eingebunden werden. In der Diskussion wurde die Bedeutung nochmals herausgestellt. Klar wurde, dass die Anwesenden eine gesetzlich zugewiesene Betreuung vermeiden wollen.
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