OTH Amberg-Weiden
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Medizinforum in Weiden thematisiert Übergewicht und Herzschwäche

Weiden. Das 47. Medizinische Forum der Medizinischen Klinik II am Klinikum Weiden lockte Ärztinnen und Ärzte aus Praxis und Klinik in die Max-Reger-Halle. Der Gustav-von-Schlör-Saal war vollbesetzt.

Weiden. Das 47. Medizinische Forum der Medizinischen Klinik II am Klinikum Weiden lockte Ärztinnen und Ärzte aus Praxis und Klinik in die Max-Reger-Halle. Der Gustav-von-Schlör-Saal war vollbesetzt.
Prof. Dr. Robert H.G. Schwinger, Prof. Dr. Christoph M. Birner, Prof. Dr. Harald Rupprecht und Dr. Constantin Held (von links) tauschten sich als Experten über Risikofaktoren für kardiovaskuläre Erkrankungen aus. Foto: Friedrich Peterhans, KNO

Medizinforum in Weiden thematisiert Übergewicht und Herzschwäche

Prof. Dr. Christoph M. Birner, Chefarzt der Kardiologie am Klinikum Amberg, zeigte eindrucksvoll das Risiko von Übergewicht für kardiovaskuläre Erkrankungen auf. Wer bereits als Kind übergewichtig ist, hat ein höheres Risiko, auch als Erwachsener übergewichtig zu werden. Die modernen „Abnehmspritzen“ Semaglutide und Tirzepatid führen zwar zu einer effektiven Senkung des Körpergewichts und verbessern Risikofaktoren wie Blutzucker, Cholesterinspiegel etc., sie wirken aber nur, solange sie eingenommen werden. Derzeit werden diese „Abnehmspritzen“ nur bei Patienten mit Diabetes-Erkrankung von den Krankenkassen erstattet.

Kombinationstherapien schützen die Nieren

Prof. Dr. Harald Rupprecht, Direktor der Nephrologie am Klinikum in Bayreuth, erläuterte, dass nur eine Kombination verschiedener Wirksubstanzen das Fortschreiten einer Nierenschädigung aufhalten beziehungsweise verhindern kann. Dazu gehören vor allem Medikamente, die auch zur Behandlung von Herzinsuffizienz und zur Blutdrucksenkung eingesetzt werden, etwa ACE-Hemmer, SGLT-2-Inhibitoren und Mineralokortikoidrezeptorantagonisten. Wichtig ist, dass nicht ein Medikament allein, sondern die Kombination zum Einsatz kommen sollte.

Aktuelle Therapieempfehlungen bei Herzschwäche

Den Abschluss bildete das Referat von Professor Robert Schwinger, Chefarzt der Kardiologie am Klinikum Weiden, der aktuelle Therapieempfehlungen für Patienten mit Herzschwäche und hochgradig eingeschränkter Pumpfunktion vorstellte. Sehr kritisch ging er dabei auf neue Medikamente ein, aber auch auf das „alte“ Medikament Digitalis, wofür nun nach einer über zehnjährigen Rekrutierungsphase neue Studiendaten vorliegen. Professor Schwinger bedankte sich herzlich für die Unterstützung bei den Kreisverbänden Weiden, Neustadt/WN, Tirschenreuth und Schwandorf und besonders bei Dr. Held, dem Vorsitzenden des Ärztlichen Kreisverbandes Schwandorf, für jahrelange Begleitung der Medizinischen Foren in Weiden.

Die Kliniken Nordoberpfalz

Die Kliniken Nordoberpfalz sind der leistungsfähige Gesundheitspartner in der nördlichen Oberpfalz. Mit drei Akut-Krankenhäusern, einer Rehabilitationseinrichtung, einem Aus-, Fort- und Weiterbildungszentrum und Medizinischen Versorgungszentren mit mehreren Praxen bieten wir koordinierte, fächerübergreifende Therapiekonzepte aus einer Hand unter dem Dach unseres Klinikverbunds. Pro Jahr helfen wir rund 100.000 Menschen auf unseren Stationen und in unseren Ambulanzen.

Mit rund 30 medizinischen Fachabteilungen, darunter viele hochspezialisierte, nach den höchsten Richtlinien zertifizierte Fachzentren, in vier Häusern in der gesamten nördlichen Oberpfalz bieten die Kliniken Nordoberpfalz umfassende medizinische Versorgung aus einer Hand.

Gleichzeitig sind wir der größte Arbeitgeber in der nördlichen Oberpfalz: Wir bieten rund 3.100 Menschen einen attraktiven und sicheren Arbeitsplatz und rund 300 jungen Frauen und Männern einen Ausbildungsplatz – damit sind wir auch der größte Ausbildungsbetrieb in der Region.

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