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Reformierte Schuleingangsuntersuchung startet in Amberg-Sulzbach und Amberg

Amberg-Sulzbach. Ab Juli 2026 startet die reformierte Schuleingangsuntersuchung: Kinder werden schon mit vier bis fünf Jahren im Gesundheitsamt eingeschätzt. Ziel ist, Förderbedarf früh zu erkennen; Infos online beim Landkreis.

Amberg-Sulzbach. Ab Juli 2026 startet die reformierte Schuleingangsuntersuchung: Kinder werden schon mit vier bis fünf Jahren im Gesundheitsamt eingeschätzt. Ziel ist, Förderbedarf früh zu erkennen; Infos online beim Landkreis.
Ein Kind bei der Schuleingangsuntersuchung. Foto: BayernKI

Reformierte Schuleingangsuntersuchung startet in Amberg-Sulzbach und Amberg

Pressemitteilung Nr. 179/26. Amberg-Sulzbach, 15. Juni 2026. Bessere Chancen für einen erfolgreichen Schulstart. Reformierte Schuleingangsuntersuchung startet ab Juli 2026.

Frühere Einschätzung im Gesundheitsamt

Kinder im Landkreis Amberg-Sulzbach und der Stadt Amberg sollen künftig bereits früher im Gesundheitsamt hinsichtlich ihres Entwicklungsstands eingeschätzt werden. Deshalb wird ab Juli 2026 die reformierte Schuleingangsuntersuchung (rSEU) eingeführt, bei der auch das Untersuchungsspektrum erweitert wird. Die wichtigste Neuerung: Die Untersuchung findet bereits im Alter von vier bis fünf Jahren statt – etwa ein Jahr früher als bisher. Am Einschulungsalter selbst ändert sich nichts.

Zur reformierten Schuleingangsuntersuchung werden ab Juli 2026 zunächst Kinder eingeladen, die zwischen dem 1. Oktober 2020 und dem 30. September 2021 geboren wurden. Die Umstellung erfolgt schrittweise über einen Zeitraum von etwa drei Jahren. Die betroffenen Familien erhalten rechtzeitig eine Einladung vom Gesundheitsamt.

Wissenschaftlicher Hintergrund der Reform

Hintergrund für die Umstellung sind aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse. Im Fokus steht nicht mehr nur die Frage, ob ein Kind „schulfähig“ ist, sondern vielmehr, ob das Kind Hilfen für den erfolgreichen Übergang vom Kindergarten in die Schule benötigt.

Derzeit liegt der Zeitpunkt der Schuleingangsuntersuchung in Bayern zwischen zwölf und drei Monaten vor Schulbeginn. Oft reicht Kindern mit Entwicklungsrückständen diese Zeit nicht aus, um bis zum Schuleintritt aufzuholen. Besonders kritisch sind auch Seh- und Hörstörungen, für deren Behandlung es eine sensible Phase in der frühen Kindheit gibt.

Lernschwierigkeiten frühzeitig erkennen

Lesen, Schreiben und Rechnen sind zentrale kulturelle Fähigkeiten. Etwa jedes achte Schulkind in Deutschland hat eine Lese-Rechtschreibschwäche oder eine Rechenschwäche. Diese Störungen nehmen nicht selten einen chronischen Verlauf und können dazu beitragen, dass sich Verhaltensstörungen entwickeln. Vorläuferfähigkeiten des Lesens, Schreibens und Rechnens werden im Kindergartenalter erworben und sind in diesem Alter erfassbar. Es bieten sich vielfache kindgerechte Möglichkeiten, diese Vorläuferfähigkeiten zu üben.

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Ziel der Reform ist es, mithilfe des Screenings einen möglichen individuellen Förderbedarf frühzeitig zu erkennen, um allen Kindern bestmögliche Voraussetzungen für einen erfolgreichen Start ins Schulleben zu ermöglichen. Bei auffälligen Ergebnissen können gezielte und kindgerechte Maßnahmen zur Förderung angestoßen werden – entweder in der Familie oder mit professioneller Begleitung. Dabei ist das Netzwerk aus Kindergärten, Kinderärzten, Frühförderstellen sowie Praxen für Physiotherapie, Logopädie, Ergotherapie, Heilpädagogik und Psychotherapie am bedeutungsvollsten für die unterstützenden Maßnahmen.

Informationen zur reformierten Schuleingangsuntersuchung sind online auf der Seite des Landkreises abrufbar.

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