Studie prüft Bandscheibenvorfall-Behandlung ohne OP in Regensburg

Studie prüft Bandscheibenvorfall-Behandlung ohne OP in Regensburg
Bandscheibenvorfälle ohne Operation behandeln: Das ist erklärtes Ziel von Prof. Dr. Joachim Grifka, Leiter der Forschungsstelle Orthopädie und Ergonomie der OTH Regensburg. Im Rahmen des groß angelegten Forschungsprojekts „RELIEF“ wird ein innovativer konservativer Behandlungspfad für Patientinnen und Patienten mit Bandscheibenvorfällen getestet. Ziel ist es, die Zusammenarbeit zwischen Hausärztinnen und Hausärzten, orthopädischen Kliniken sowie Physiotherapeutinnen und Physiotherapeuten zu optimieren, um eine bestmögliche Behandlung zu gewährleisten und unnötige Operationen zu vermeiden. „Heute lässt sich schon anhand der Beschwerdesymptomatik gut einschätzen, ob überhaupt eine Operation nötig ist. In meiner Erfahrung sind 80 Prozent der heute operierten Bandscheibenvorfälle konservativ zu behandeln. Damit vermeidet man Risiken und unnötige Operationen“, so Prof. Grifka.
Ablauf der Studie und Therapiebausteine
Gemeinsam mit der AOK Bayern hat Prof. Grifka ein Konzept für eine gezielte Behandlung entwickelt. AOK-Versicherte mit akuten, starken Rückenschmerzen infolge eines Bandscheibenvorfalls können sich dafür melden. Die Patientinnen und Patienten werden von mehreren Hausärztinnen, Hausärzten und Internisten in Regensburg und Umgebung abgeklärt und in das Studienkonzept der OTH Regensburg aufgenommen. Neben der üblichen Behandlung wird es einen neuen Behandlungspfad geben, der mit der stationären Aufnahme im Klinikum Amberg beginnt, in der die Betroffenen eine Woche lang täglich eine gezielte Therapie erhalten. Diese umfasst unter anderem Injektionstherapie und Physiotherapie. Bei einer Gruppe erfolgt im Anschluss eine zweiwöchige ambulante Phase mit weiterer intensiver Physiotherapie im ZAR Regensburg.
Das Studienteam ist für Rückfragen und Informationen telefonisch unter der Nummer 0177/2334485 sowie per E-Mail an relief@oth-regensburg.de erreichbar.
