SPD – Jens Meyer
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Symposium fordert Reformen für Pflege und Teilhabe in Weiherhammer

Weiherhammer. Ins Schwarze trafen die Programmplaner der Akademie Ostbayern-Böhmen e. V. mit Sitz in Neunburg vorm Wald bei der Wahl ihres Jahresthemas 2026. Das erwies sich bereits beim Auftaktsymposium in Weiherhammer am 28. Februar.

Weiherhammer. Ins Schwarze trafen die Programmplaner der Akademie Ostbayern-Böhmen e. V. mit Sitz in Neunburg vorm Wald bei der Wahl ihres Jahresthemas 2026. Das erwies sich bereits beim Auftaktsymposium in Weiherhammer am 28. Februar.
Schlusspodium im gut besetzten Future Lab der „Denkwelt Weiherhammer“. Foto: Johann Fischer

Symposium fordert Reformen für Pflege und Teilhabe in Weiherhammer

Das Thema „Sorge, Pflege und Teilhabe als gesamtgesellschaftliche Aufgabe“ traf offensichtlich die Interessenlage eines breiten Publikums, wie das voll besetzte Future Lab auf dem Gelände der „Denkwelt Weiherhammer“ zeigte. Eingeladen hatten die Akademie Ostbayern-Böhmen und die LUCE-Stiftung der BHS Corrugated. Fachliche Unterstützung lieferte deren Projekt „ALIA – Agil leben im Alter“, in der Person des Pflegewissenschaftlers Dr. David Rester, zudem Mitglied des Akademie-Vorstands.

Akademie-Motto 2026: Sorge, Pflege und Teilhabe hochaktuell

Moderiert von Birgit Renner von „Paraplü Sozialraumentwicklung“, die als hauptamtliche Abteilungsleiterin der Caritas in Regensburg selbst wesentlich zum Diskurs beitragen konnte, referierten Kornelia Schmid vom Verein „Pflegende Angehörige“ aus Amberg, Dr. Klaus Schulenburg vom Bayerischen Landkreistag und Julian Wendland, Pflegedienstleiter des Projekts „Buurtzorg Deutschland GmbH“ in München. Dieses Pflegemodell aus den Niederlanden, das von Wendland auch in Ergänzung des kurzfristig verhinderten Pflegewissenschaftlers Prof. Dr. Philipp Prestel von der Hochschule Kempten vorgestellt wurde, sorgte für lebhaftes Interesse.

(v.l.) Dr. David Rester (LUCE-Stiftung und AOB), Julian Wendland (Buurtzorg), Moderatorin Birgit Renner, Dr. Klaus Schulenburg (Landkreistag) und Kornelia Schmid (Pflegende Angehörige), Impulsgeber Gerhard Müller (Nachbarschaftshilfe), Akademie-Vorstand Josef Schönhammer. Foto: Johann Fischer

Nachbarschaftshilfe, Ehrenamt und kommunale Verantwortung

Alle Referenten, besonders aber Dr. Schulenburg, Abteilungsleiter des Landkreistages, verwiesen darauf, dass man bei „Sorge, Pflege und Teilhabe“ im Kleinen, möglichst auf lokaler Ebene, arbeiten müsse und man durchaus auch Anleihen am Zusammenleben in früheren Epochen nehmen könne. Ohne den ehrenamtlichen Bereich werde es nicht gehen. Die frühere Großfamilie könnte in unseren Tagen durch eine organisierte „Nachbarschaftshilfe“ zumindest in bestimmten Punkten ersetzt werden, wie Gerhard Müller von der gleichnamigen Institution in Weiherhammer („Helfen mit Herz“) eindrucksvoll vorstellte. Das wird ambulante oder gar stationäre Pflege gleichwohl nicht ersetzen. Allerdings sind die Abkehr von liebgewonnenen Gewohnheiten und nicht zuletzt umfangreiche Änderungen der Gesetzes- und Finanzierungsgrundlagen erforderlich, wie auch Neunburgs Bürgermeister Martin Birner als einer der anwesenden Kommunalpolitiker zu bedenken gab.

Ausblick bis Jahresende

Bis zum Jahresende werden weitere Veranstaltungen zum Thema folgen, wie der Akademie-Vorsitzende Josef Schönhammer ankündigte.

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