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Auszeichnung für 1. FC Rieden beim BLSV-Fitnesspreis Ostbayern in Regensburg

Regensburg. Der 1. FC Rieden zählt zu den fünf Siegern des Wettbewerbs „Mobilmacher – BLSV-Fitnesspreis Ostbayern“ und erhält 2.000 Euro. Ausgezeichnet wurden vorbildliche Vereinsprojekte in Niederbayern und der Oberpfalz.

Regensburg. Der 1. FC Rieden zählt zu den fünf Siegern des Wettbewerbs „Mobilmacher – BLSV-Fitnesspreis Ostbayern“ und erhält 2.000 Euro. Ausgezeichnet wurden vorbildliche Vereinsprojekte in Niederbayern und der Oberpfalz.
Regensburgs Stadträtin Lisa Brenner, BLSV-Bezirksvorsitzende Barbara Hernes, Sparda-Bank Vorstand Dietmar Breu, stv. BLSV-Kreisvorsitzender Albert Kellner, BLSV-Präsident Jörg Ammon und Bezirkstagsvizepräsident Thomas Thumann (von links nach rechts) gratulierten der Vereinsdelegation um Juniorenvorständin Carolin Kemmeter, Vorständin Sport Christine Röckl, Vorstand Verwaltung Andreas Baumer und den neuen Padelverantwortlichen Erich Wolf (in der Bildmitte) Foto: Andreas Allacher/BLSV

Auszeichnung für 1. FC Rieden beim BLSV-Fitnesspreis Ostbayern in Regensburg

Engagierte „Mobilmacher“ ausgezeichnet. Die Sportbezirke Niederbayern und Oberpfalz prämieren mit dem Kooperationspartner Sparda-Bank fünf Sportvereine mit dem BLSV-Fitnesspreis Ostbayern. In der bereits siebten Auflage des Wettbewerbs „Mobilmacher – BLSV-Fitnesspreis Ostbayern“ wurden die besten Vereinsprojekte aus den Bezirken Niederbayern und Oberpfalz gesucht, mit denen die ehrenamtlichen Mitarbeiter über den Tellerrand hinausschauen, sich den aktuellen Herausforderungen der Gesellschaft stellen und aktiv eine nachhaltige Zukunft in ihrem Verein gestalten.

55 Sportvereine hatten sich mit Maßnahmen beworben und in ihrer Bewerbung verraten, warum sie bereits ein Vorbild für andere Vereine sind. Fünf von ihnen wurden von einer Jury ausgewählt und jetzt im Beach House der Armin-Wolf-Baseball-Arena in Regensburg mit einem Preisgeld von jeweils 2000 Euro belohnt. Das Preisgeld von insgesamt 10.000 Euro stellt der Gewinnsparverein der Sparda-Bank Ostbayern zur Verfügung.

Stimmen zur Preisverleihung

„Großartig und vielfältig“ seien die vielen eingegangenen Bewerbungen gewesen, sagte die Bezirksvorsitzende des Bayerischen Landessportverbandes (BLSV) in der Oberpfalz, Barbara Hernes, die die Vereinsvertreter und Ehrengäste auch im Namen ihres niederbayerischen Amtskollegen Otto Baumann begrüßte. Der Mobilmacherpreis sei Anerkennung für die geehrten Vereine, aber auch Inspiration für andere Klubs.

„Das ehrenamtliche Engagement ist der Kitt unserer Gesellschaft und letztlich auch unserer Demokratie“, begründete der Vorstand der Sparda-Bank Ostbayern, Dietmar Breu, die Unterstützung der „Erfolgsgeschichte Mobilmacherpreis“ durch seine Genossenschaftsbank. Im Namen der Stadt Regensburg freute sich Stadträtin Lisa Brenner über die Umsetzung der praxisnahen Ideen an der Basis. Bezirkstagsvizepräsident Thomas Thumann betonte die durch ehrenamtliches Engagement geschaffene Lebensqualität in der Region. BLSV-Präsident Jörg Ammon sprach gar von einem wichtigen Teil der Daseinsvorsorge für die gesamte Bevölkerung, die die Mitarbeiter der 16.000 Sport- und Schützenvereine in Bayern in ihrer Freizeit mit viel Idealismus leisten.

Gemeinsam für den Verein

Bei der Präsentation der Siegerprojekte durch die Vertreter der prämierten Vereine 1. FC Rieden, SV Wiesenfelden, DJK Beucherling, DJK Neßlbach und SV Lauterhofen wurde immer wieder deutlich, dass „gemeinsam etwas geht“, wie es einer der Idealisten formulierte. Und alle betonten, dass sie mit ihren unzähligen ehrenamtlichen Arbeitsstunden nicht nur einen Mehrwert für ihren Verein und dessen Mitglieder schaffen wollten, sondern für die gesamte Ortsgemeinschaft. Viele dieser Projekte sind inzwischen zu Treffpunkten für alle Generationen geworden.

Kurzvorstellung der fünf Siegervereine mit ihren Projekten:

1. FC Rieden

Durch die Erweiterung seiner Sportanlage und den Neubau eines inklusiven und barrierefreien Mehrgenerationenspielplatzes hat sich der 1. FC Rieden fit für die Zukunft gemacht und zum ganzheitlichen Bewegungs- und Erholungsort weiterentwickelt, der Gesundheit fördert und zugleich verantwortungsvoll mit der Umwelt umgeht. Dabei wurde an alle Generationen gleichermaßen gedacht, die das Sportgelände gemeinsam nutzen können. Ziel war, echte Teilhabe zu ermöglichen und die Leute zusammenzubringen, sagte Juniorenvorstand Carolin Kemmeter, die ihr Projekt zusammen mit Andreas Baumer (Vorstand Verwaltung), Christine Röckl (Vorstand Sport) und Erich Wolf („Head of Padel“) vorstellte.

WITRON – Last call Ausbildung
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So soll mit den angebotenen Spielmöglichkeiten nicht nur die Freizeit verbracht werden, sondern Gemeinschaft entstehen. Mit dem Bau eines Padel-Courts wurde eine Trendsportart in die Region geholt. Die Beleuchtung läuft nachhaltig über erneuerbare Energien. Dazu bietet der Sportplatz ein neues Kneippbecken und eine Calisthenics-Fitness-Kombi als festen Bestandteil für den Gesundheitssport an der frischen Luft an. Die Kneipp-Anlage ist bewusst nachhaltig konzipiert. Ihr ökologischer Fußabdruck bleibt gering, da statt Trinkwasser natürliches Quellwasser für die Becken verwendet wird.

SV Wiesenfelden

Mit dem Bau einer Rollhockey-Arena schuf der SV Wiesenfelden eine in Bayern derzeit einzigartige Trainingsstätte. Bei der Vorstellung erinnerten die Hockey-Abteilung, Stefan Räß und Florian Spannfelder sowie Kilian Räß und Sebastian Hecht, an Zeiten, als man zunächst im Winter am Dorfweiher und später in einer alten Maschinenhalle den Idolen der Straubing Tigers nacheiferte und damit auch viele Kinder begeisterte.

Parallel zum größtenteils durch Crowdfunding finanzierten Projekt, das komplett in Eigenleistung gestemmt wurde, hat der Verein durch die Gründung einer Sparte Rollhockey ein komplett neues Angebot in sein Portfolio des Vereins aufgenommen. Wie viele helfende Hände es gab, unterstreicht die Tatsache, dass die 330 Quadratmeter große Spielfläche an einem Tag gepflastert wurde.

Dabei ist die multifunktionale Sportanlage öffentlich zugänglich und zu einem Treffpunkt für Familien geworden, weil außerhalb der Trainingszeiten jeder die Anlage nutzen und so unverbindlich unterschiedlichste Sportarten ausprobieren kann. Dieses niedrigschwellige Sportangebot hilft dem Verein bei der Gewinnung neuer Mitglieder und lässt zusätzlich Raum, um auf einen zukünftigen Bedarf schnell reagieren zu können. Selbst die Nutzung als Eisfläche im Winter ist denkbar. In Zukunft wird die neue Rollhockey-Arena ein zentraler Baustein des Vereins sein, um in unterschiedlichsten Sparten wachsen und den Verein weiterentwickeln zu können.

DJK Beucherling

Die DJK Beucherling ist mit knapp 1000 Mitgliedern der größte Sportverein in der Gemeinde Zell im Landkreis Cham und hat sich die Förderung des Breitensports, insbesondere mittels Kinder- und Jugendarbeit, zum Ziel gesetzt. Um seiner gesamtgesellschaftlichen Verantwortung gerecht zu werden, so der zweite Vorsitzende Matthias Fleischmann, der mit dem dritten Vorsitzenden Reinhard Kerscher und Schriftführer Peter Groß die prämierte Maßnahme vorstellte, wurden im Hinblick auf den Klimawandel der Wasser- und Energieverbrauch der Sportstätte deutlich reduziert – mit großem Erfolg.

Maßnahmen waren die Umrüstung der Flutlichtanlage und Hallenbeleuchtung auf LED, der Austausch von stromfressenden Geräten im Sportheim, die Reduktion des Heizölverbrauchs durch Umstellung auf Luftwärmepumpe in Kombination mit einer PV-Anlage mit Stromspeicher und eine automatische Platz-Beregnungsanlage. Vor der Umsetzung der Maßnahmen wurden die Verbräuche der einst störungsanfälligen Infrastruktur erfasst und analysiert. Mit vielen freiwilligen Helfern hat dann der Sportverein, der im Jahr 2024 mit dem Bürgerenergiepreis belohnt wurde, nach dem Motto angepackt: So viel wie nötig – so nachhaltig und so wenig Energie und Wasser wie möglich. Auch das Förderprogramm des BLSV sei dabei Motivation gewesen, betonten die Vertreter der DJK, die dafür insgesamt 17 Fördertöpfe anzapften. Mit dem permanenten Monitoring werden die Einsparungen nun sichtbar und die Grundlage für weitere geplante Bausteine des Energiesparkonzepts gelegt. „Wenn die richtigen Leute zur richtigen Zeit am richtigen Ort sind, kann man gemeinsam viel erreichen“, so die DJK-Bilanz.

DJK Neßlbach

Die DJK Neßlbach hat sich in den vergangenen Jahren von einem reinen Fußballverein hin zu einem Mehrspartenverein mit einem breiten Angebot entwickelt, um so neue Zielgruppen ansprechen und den Verein zukunftsfähig gestalten zu können. Die Gründung der neuen Sparten wurde durch ein umfassendes Investitionsprogramm begleitet, durch das bereits über 50.000 Euro in die Sanierung des Vereinsheims gesteckt wurden. Weitere Investitionen im Umfang von 100.000 Euro sind bereits geplant. Die Erschließung neuer Zielgruppen reicht dabei vom Gesundheitssport, zum Beispiel durch die Etablierung einer neuen Damengymnastik-Gruppe, bis hin zur Jugendarbeit, und zeigt nach den Worten von Hans-Jürgen Bloch (Vorstand Organisation), Andreas Sitzberger (Vorstand Sport), Brigitte Bloch („Mädchen für alles“) und Hans-Jürgen Bloch sen.

(Ex-Vorstand und Platzwart) auch bereits Erfolg, was die Aufwärtsentwicklung der Mitgliederzahlen unterstreicht. Weil man Angebote für alle schaffe, sei das DJK-Sportgelände längst zu einem Treffpunkt aller Generationen geworden, freuten sich die Vereinsvertreter. Bei der Arbeit mit und für den Nachwuchs kooperiert die DJK Neßlbach mit dem Kreisjugendring Deggendorf, der jedes Jahr über vier Wochen ein großes Sommercamp mit über 300 Kindern auf der Anlage der DJK veranstaltet. Und auch die nächsten Ziele hat man bereits im Visier: Es sind ein neuer Spielplatz sowie die Umgestaltung eines alten Tennisplatzes zu einem Multisportfeld.

SV Lauterhofen

Um den SV Lauterhofen (Landkreis Neumarkt) langfristig zukunftsfähig aufzustellen, wurde ab März 2025 ein umfassender Organisationsentwicklungs- und Veränderungsprozess gestartet. Ausgangspunkt war die Frage, „wie ein ehrenamtlich geführter Verein auf gesellschaftliche Veränderungen wie Individualisierung, Gesundheitsorientierung, demografischen Wandel und veränderte Anforderungen an das Ehrenamt reagieren kann“, erläuterten der erste Vorsitzende Gerhard Springs sowie an seiner Seite Petra Geitner (erste Kassierin), Günther Langner (Beisitzer und Abteilungsleitung FM-Gebäude) und Ralf Grandl (Abteilungsleiter Fitness & Bewegung). Der Ansatz bestand darin, nicht nur einzelne Angebote auszubauen, sondern den gesamten Verein organisatorisch, sportlich und gesellschaftlich weiterzuentwickeln.

Sichtbare Meilensteine waren die Eröffnung der neuen Fitness- und Bewegungshalle im Oktober 2025 mit modernem Fitnessstudio sowie die Stärkung der gesellschaftlichen Verantwortung mittels einer Inklusionsinitiative und der Kooperation mit den Lauterhofener Werkstätten der Regens-Wagner-Stiftung. Mit dieser Einrichtung habe es beim SV Lauterhofen aber bereits ein selbstverständliches Miteinander gegeben, so Springs, als viele „noch gar nicht wussten, dass es das Wort Inklusion überhaupt gibt“. Der nachhaltige Erfolg der Maßnahmen lässt sich bereits jetzt an den stark steigenden Mitgliederzahlen auf aktuell 1240 ablesen.

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