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Basketball-Krimi in Bayreuth: Pressath unterliegt erst in den Schlussminuten

Pressath. Basketball-Krimi in Bayreuth: Die DJK Pressath verlor ein Duell auf Augenhöhe hauchdünn mit 80:84 – und ärgert sich vor allem über verlegte Korbleger.

Basketball-Krimi in Bayreuth: Pressath unterliegt erst in den Schlussminuten

Die erste Saisonniederlage gab es für die DJK Pressath. Foto: Michela Waldmann

Basketball Bayernliga Nord Männer

SAAS Bayreuth – DJK Pressath 84:80 (19:17/38:36/63:62)

Die erste Saisonniederlage hat einen bitteren Beigeschmack: Beim Aufsteiger SAAS Bayreuth unterlag die erste Herren der DJK Pressath am dritten Spieltag der Basketball-Bayernliga Nord vor 120 Zuschauern – darunter wieder zahlreiche mitgereiste Pressather Fans – mit 80:84. Dabei hatte das Team von Coach Christopher Fritsch lange Zeit alles, was ein spannendes Basketballspiel ausmacht. Personalpolitisch mussten die Pressather auf Jonas Meißner, Florian Baumüller und Sebastian Reindl (beruflich bedingt) verzichten; Bastian Schmidt stand nach langer Verletzungspause erstmals wieder im Kader, kam aber noch nicht zum Einsatz und wurde geschont.

Erste zwei Viertel: Niemand setzt sich ab

Von Beginn an entwickelte sich das erwartete Spiel auf Augenhöhe. Die erste Halbzeit war ein echtes Hin und Her, in dem sich kein Team mit mehr als drei Punkten absetzen konnte. Das erste Viertel ging mit 19:17 an die Bayreuther, das zweite endete 19:19 – zur Halbzeit stand damit 36:38 aus Pressather Sicht. Der Favoritenstatus des Aufsteigers blieb auf dem Parkett vorerst Theorie.

Zweite Hälfte: Drama in den Schlussminuten

Das dritte Viertel begann zunächst ähnlich ausgeglichen, doch Mitte des Abschnitts legte Bayreuth einen 14:2-Lauf vor und erspielte sich erstmals einen kleinen Vorsprung (43:52 nach fünf gespielten Minuten). Die Pressather haderten in dieser Phase mit Entscheidungen der Schiedsrichter und ließen sich etwas aus dem Spiel bringen – ein Timeout von Coach Fritsch stellte jedoch die Ordnung wieder her. Bis zum Viertelende egalisierten die Gäste den Rückstand, mit 62:63 ging es ins Schlussviertel.

Auch dort konnte sich kein Team entscheidend lösen, zwei Minuten vor dem Ende führte Bayreuth mit 79:78. Dann die dramatische Schlussphase: Mike Molina brachte die Pressather mit einem Korbleger mit 79:80 in Front (noch 1:23 auf der Uhr), doch Yannick Mogalle antwortete postwendend und stellte die Bayreuther Führung wieder her (81:80, Restzeit 1:07). Im nächsten Angriff verlor Pressath leichtfertig den Ball und musste foulen – doch die Bayreuther verwarfen beide Freiwürfe. Mit 36 Sekunden auf der Uhr bekamen die Pressather noch einmal den Ball, der anschließende Angriff wollte jedoch nicht im Korb der Gastgeber landen. Das folgende bewusste Foul schickte SAAS erneut an die Freiwurflinie – und diesmal blieb das Heimteam cool und tüftete den Sieg ein. 80:84 stand am Ende an der Anzeigetafel.

Fazit: Aufsteiger glücklicher – Wiedergutmachung gefragt

Am Ende hätte der Sieg beiden Teams gut zu Gesicht gestanden; Bayreuth hatte in der Crunchtime schlicht das glücklichere Händchen. Für die Zuschauer war es in jedem Fall ein hochspannendes Spiel. Aus Pressather Sicht ärgert vor allem, dass man über die gesamte Spieldauer leichte Korbleger vergab – einmal mehr fehlte die Abgezocktheit. Positiv: Die Dreier-Quote verbesserte sich mit sechs Treffern gegenüber einem einzigen in der Vorwoche deutlich.

Für Pressath spielte:

Mike Molina, Steven Cruz, Enrico Meier, Sebastian Fritsch, Noah Göppner, Thomas Kuchinka, Darnell Linsey, Bastian Schmidt, Kareem Barnwell, Wolfgang Kneidl

Viel Zeit, an den Schwächen zu arbeiten, bleibt indes nicht: Bereits nächste Woche steht das nächste Heimspiel gegen TTL Bamberg 2 an, bei dem die DJK Wiedergutmachung anpeilt. Die zweite Herren indes konnte im ersten Heimspiel der Saison in der Bezirksoberliga den Aufstiegsfavoriten FC Tegernheim nicht ärgern. Gegen den Bayernliga-Absteiger gab es eine 43:55-Niederlage. Defensiv hielt man den Gegner gut in Schach, offensiv gelang es jedoch nicht, gegen die giftige Tegernheimer Verteidigung regelmäßig zu Punkten zu kommen.

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