Bärenstarke Blue Devils verpassen dem Altmeister Düsseldorf eine schmerzhafte Klatsche
Bärenstarke Blue Devils verpassen dem Altmeister Düsseldorf eine schmerzhafte Klatsche
DEL 2, 24. Spieltag
Blue Devils Weiden – Düsseldorfer EG 5:0 (1:0, 2:0, 2:0)
Tore: 15. Min. Fabian Voit (Fabian Ribnitzky, Neal Samanski) 1:0, 26. Min. Neal Samanski (Contantin Vogt, Luis Marusch) 2:0, 29. Min. Cedric Schiemenz (Neal Samanski, Paul Vinzens) 3:0, 54. Luca Gläser (Schiemenz, Vinzens) 4:0, 57. Min. Vinzens (Gläser) 5:0. – Strafminuten: Weiden: 8.- Düsseldorf: 10+5 + Spieldauer: Eric Bradford. – Zuschauer: 2327. – Die Blue Devils erteilten dem mehrfachen Deutschen Meister eine Lehrstunde in Sachen Disziplin, Kampfgeist und Effizienz. Die Gastgeber setzten genau das um, was ihnen Coach Sebastian Buchwieser immer wieder eintrichtert. “Spielt einfach und diszipliniert, macht die Räume eng und macht vorne die Dinger rein.” Was am Freitag so gar nicht klappen wollte, nämlich Tore schießen, zelebrierten die Devils gegen den auf ganzer Linie enttäuschenden Absteiger vorbildlich. Die Gäste machten im Gegensatz zu Weiden nicht den Eindruck einer Mannschaft, sondern präsentierten sich als mutloses Ensemble vieler Einzeldarsteller.
Aufmerksame Goalies
Die Blue Davils gingen mit Felix Noack im Tor für den erkrankten Michael Mc Niven in die Partie, in der Coach Sebastian Buchwieser erneut auf acht Spieler verzichten musste. Vor allem das Fehlen der Topscorer Tomas Rubes und Tyler Ward machte sich zwar einige Male negativ bemerkbar. Aber die Devils-Rumpftruppe kompensierte den Ausfall ihrer Anführer mit unbändigem Einsatzwillen und großer Disziplin. Der erste Abschnitt wurde überschattet von einem üblen Bandencheck von Eric Bradford an Cedric Schiemenz, wofür der Düsseldorfer eine verdiente 5+20+Spieldauerstrafe kassierte. Bis es so weit war, machten die Unparteiischen aber keine gute Figur, weil sie zunächst Assavolyuk anstatt Bradford in die Kabine schickten. Erst nach zweimaliger Videosichtung erwischten sie den richtigen Sünder. Aus der fünfminütigen Überzahl, davon zwei Minuten im 5:3, machten die Devils zu wenig, es fehlten einfach die Anspielstationen und Zielspieler. Dennoch ging es mit einer verdienten Führung in die Pause. Fabian Voit hatte nach herrlicher Vorarbeit von Fabian Ribnitzky das 1:0 erzielt.
Fokussierte Devils
Auch im zweiten Drittel sahen die Fans ein recht wildes Spiel, das die Blue Devils aber immer besser in den Griff bekamen. Der DEL-Absteiger agierte einfach zu druck- und harmlos und wenn sich die DEG-Stürmer doch einmal durchsetzten, war der starke Felix Noack auf dem Posten. Weiden dagegen blieb stets fokussiert und zeigte sich an diesem Abend auch sehr effektiv. So erhöhten Samanski und Schiemenz nach teilweise schönen Spielzügen auf 3:0. Zuvor hatten die beiden aufmerksamen Goalies mehrfach ihr Team vor Gegentreffern bewahrt.
Klatsche für die “große” DEG
Der letzte Abschnitt wurde mehr oder weniger zu einem “Schaulaufen der “kleinen” Blue Devils gegen die einst “große” DEG. Die gierigen Gastgeber ließen dem Starensemble vom Rhein nicht den Hauch einer Chance und verpassten den Gästen mit zwei weiteren bildschönen Toren eine richtig schmerzhafte Klatsche. Den Unterschied zwischen beiden Teams machte vor allem die Einstellung. Die Blue Devils gaben alles und kämpften wie gewohnt bis zum Umfallen, die meisten DEG-Cracks schienen das Spiel nicht mal richtig ernst zu nehmen. So stand am Ende ein auch in der Höhe verdienter Erfolg der Blue Devils, die sich einmal mehr größte Anerkennung verdienten an diesem Sonntag.


