Blue Devils kämpfen in den letzten Hauptrundenspielen um das Heimrecht
Blue Devils kämpfen in den letzten Hauptrundenspielen um das Heimrecht
Wehmütig denken Spieler, Verantwortliche und Fans ein Jahr zurück, als die Blue Devils in den Preplayoffs der denkwürdigen DEL2-Saison 2024/25 sorgenfrei und unbekümmert aufspielen konnten. Heuer geht es in den Playdowns ums nackte Überleben, sprich um den Klassenerhalt. Dabei sollen auch drei Neuzugänge helfen, die der Verein kurz vor Torschluss verpflichtet hat.
Zwei Stürmer, ein Goalie
Neben Stürmer Quirin Glas-Bader und Torhüter Patrik Mühlberger vom Süd-Oberligisten SC Riessersee stößt auch Offensivspieler Dennis Miller zu den Blue Devils. Während Skeptiker den Neuen nicht allzu viel zutrauen, lohnt ein genauerer Blick auf die Neuen. Glas-Bader stand nach seiner Ausbildung an der RB Hockey-Akademie 2023/2024 immerhin im Kader des PENNY-DEL-Ligisten EHC Red Bull München. Spielpraxis sammelte der Angreifer in den vergangenen drei Spielzeiten jedoch hauptsächlich beim SC Riessersee in der Oberliga Süd sowie beim ESV Kaufbeuren in der DEL2. In der jüngsten Oberliga-Hauptrunde erzielte der 22-Jährige in 47 Spielen zwölf Tore und bereitete weitere 15 Treffer vor. Fürwahr keine schlechten Zahlen für einen so jungen Spieler. Bei den Blue Devils kann er auf jeden Fall den schmalen Kader auffüllen und für mehr Torgefahr sorgen.
Selbiges gilt für Dennis Miller. Der 26 Jahre alte Deutsch-Russe hat eine abwechslungsreiche Vita aufzuweisen: Er wechselt aus der Oberliga Süd von den Erding Gladiators in die Oberpfalz und bringt umfangreiche Erfahrung aus höheren Ligen mit. In der DEL stand der Offensivspieler bereits für die Augsburger Panther auf dem Eis, in der DEL2 lief er für die Tölzer Löwen, den Krefeld EV und den EHC Freiburg auf. Im vergangenen Sommer wagte Miller den Sprung über den Teich: Die Kalamazoo Wings (ECHL), Farmteam der Vancouver Canucks, verpflichteten den Angreifer. Ende November kehrte er nach Deutschland zurück.
Wo werden die Neuzugänge spielen?
Gespannt darf man darauf sein, wie und wo Alan Letang die neuen Spieler am Wochenende in den zwei letzten Hauptrundenspielen gegen zwei Hochkaräter einsetzt. Klar ist, dass der Devils-Coach damit mehr Möglichkeiten hat und er – vorausgesetzt, es passiert nichts mehr in dieser Woche – mehr als nur drei magere Reihen zur Verfügung hat. Am Freitag gastiert mit Ravensburg ein Team, für das es nur noch um die „Goldene Ananas“ geht. Die Towerstars haben sich am vergangenen Wochenende als Tabellenvierter bereits für die Play-offs qualifiziert.
Bereits seit einigen Wochen haben die heuer stark aufspielenden Starbulls Rosenheim als Dritter das Playoff-Ticket gebucht. Zuletzt unterlagen sie zwar beim Zweiten Kassel mit 2:3 nach Verlängerung, feierten aber zuvor vier Siege in Folge. Ravensburg schwamm zuletzt auf einer ähnlichen Erfolgswelle, gewann dreimal in Serie. Rein vom Tabellenstand her sind die Blue Devils am Wochenende also zweimal krasser Außenseiter. Dennoch sollte man tunlichst punkten, um in der Tabelle noch am punktgleichen EC Bad Nauheim, der das bessere Torverhältnis aufweist, vorbeizuziehen. Der EC spielt am Freitag gegen die Kassel Huskies und fährt am Sonntag zum Schlusslicht ESV Kaufbeuren, das sich aber für die Playdowns kräftig verstärkt hat und kürzlich mit einem 5:2-Sieg bei den Kassel Huskies aufhorchen ließ.






