Blue Devils kassieren gegen Landshut deutliche Schlappe
Blue Devils kassieren gegen Landshut deutliche Schlappe
Vorbereitungsspiel: Blue Devils Weiden – EV Landshut 2:7 (1:2, 1:2, 0:3)
Blue Devils: Mühlberger – Muck, Faulhaber, Scalzo, Pokorny, Bohac, Marusch – Tracey, Regush, Knackstedt, Voyer, Jahnke, Gron, Gläser, Postel, Grimm, Brunner, Stark, Hofverbert.
Tore: 1:0 Voyer (7.), 1:1 Dersch (15.), 1:2 Stieler (16.), 1:3 Lindberg (27.), 2:3 Grimm (31.), 2:4 Elsner (33.), 2:5 Lindberg (45.), 2:6 Immo (53.), 2:7 Immo (54.).
Strafminuten: Weiden 18, Landshut 14. Zuschauer: 1041. – Die personelle Situation erleichterte die Aufgabe für die Blue Devils nicht gerade. Cheftrainer Dave Matsos fehlte erneut, sodass Co-Trainer Mikhail Nemirovsky an der Bande stand. Auch der Kader war nicht komplett: Neben Torhüter Michael McNiven fehlten Vladislav Filin, Georg Thal und Filip Reisnecker. Der junge Patrik Mühlberger rückte deshalb erneut zwischen die Pfosten. Dabei wurde deutlich, dass auf dieser Position großer Handlungsbedarf besteht.
Devils mit besserem Start
Dabei erwischten die Gastgeber den besseren Start. Nach einigen Minuten Anlaufzeit brachte ein langer Pass von Charly Jahnke seinen Sturmpartner Alex Olivier Voyer in eine aussichtsreiche Position. Der Angreifer ließ sich die Gelegenheit nicht entgehen und traf zur Weidener Führung. Die Blue Devils bekamen anschließend zunehmend Zugriff auf die Partie, verpassten es jedoch, den Vorsprung auszubauen. Auch eine Überzahl blieb ungenutzt, Tyler Gron scheiterte zudem allein vor dem Landshuter Tor.
Das sollte sich rächen. Innerhalb von gerade einmal 90 Sekunden kippte die Partie. Zunächst traf Dersch aus der Distanz, kurz darauf brachte Stieler Landshut aus dem hohen Slot mit 2:1 in Führung. Weiden musste damit trotz des ordentlichen Beginns mit einem Rückstand in die erste Pause.
Yuma Grimm vergibt Penalty
Auch im zweiten Abschnitt gelang es den Blue Devils nicht, das Spiel an sich zu reißen. Eine eigene Überzahl blieb ohne Ertrag, anschließend gerieten die Hausherren durch zwei Strafzeiten selbst unter Druck. Landshut nutzte das Powerplay durch Lindberg zum 1:3. Die Gastgeber zeigten allerdings Moral. Nach sehenswerter Vorarbeit von Luca Gläser verkürzte Yuma Grimm auf 2:3. Doch erneut hatte Landshut die passende Antwort parat: Ausgerechnet der frühere Blue Devil David Elsner stellte den Zwei-Tore-Abstand wieder her.
Danach wurde die Partie zunehmend zerfahren. Zahlreiche Strafzeiten unterbrachen den Spielfluss, Weiden fand kaum noch zu seinem Spiel. Die große Möglichkeit, nochmals heranzukommen, bot sich Grimm bei einem Penalty – doch auch diese Chance blieb ungenutzt.
Landshut abgeklärter
Im letzten Drittel wurde aus dem knappen Rückstand schließlich eine deutliche Niederlage. Während Landshut seine Angriffe zunehmend zielstrebig ausspielte, offenbarten sich bei den Blue Devils große Abstimmungsprobleme. Lindberg erhöhte auf 5:2, ehe sich Weiden durch weitere Strafzeiten selbst zusätzlich schwächte. Spätestens mit dem 6:2 durch Immo in doppelter Überzahl war die Begegnung entschieden. Nur wenig später legte derselbe Spieler im nächsten Powerplay sogar noch seinen dritten Treffer zum 7:2 nach. Eine Reaktion der Gastgeber blieb aus, man ergab sich seinem Schicksal. Gerade diese Tatsache dürfte den Verantwortlichen und den Fans zu denken gegeben haben. War es doch genau diese Charaktereigenschaft, die Coach Matsos bei seiner Vorstellung als unabdingbar gefordert hatte: „Wenn der Spieler nicht unsere Kultur verinnerlicht, passt er nicht hierher.“
Noch ein Test, dann wird’s ernst
Damit muss Weiden vor dem letzten Vorbereitungsspiel eine weitere deutliche Niederlage verkraften. Die Testphase hat bislang hauptsächlich gezeigt, dass beim neu zusammengestellten Team noch einige Zahnräder ineinandergreifen müssen. Landshut war am Sonntag in den entscheidenden Momenten schlicht abgeklärter und nutzte die Schwächen der Blue Devils konsequent aus. Das Trainerteam hat also noch viel Arbeit vor der Brust. Dafür bleibt aber nicht mehr viel Zeit: Am Freitag empfängt man Bietigheim zum letzten Testspiel, ehe eine Woche später mit dem ersten Hauptrundenmatch gegen den ECDC Memmingen der „Ernst des Lebens“ beginnt.




