Blue Devils verlieren das wichtige Spiel in Weißwasser
Blue Devils verlieren das wichtige Spiel in Weißwasser
Die Lausitzer Füchse kamen mit vier Siegen aus fünf Spielen in die Sonntagspartie in Ostsachsen. Damit festigten sie ihren Pre-Playoff-Platz in der DEL2 und bauten den Abstand nach hinten aus. So wuchs auch der Vorsprung auf die Blue Devils Weiden. Nach der Niederlage am Freitag in Kassel sah Weiden diese Partie wohl als eine die letzten Chancen, noch einmal Richtung Pre-Playoffs zu schielen.
Jürgen Rumrich betonte vor dem Spiel, man dürfe sich im Kopf nicht verrückt machen lassen und müsse von der Strafbank wegbleiben. Zugleich stellte sich die Frage, wie die lange Anreise den Weidnern in den Beinen steckte. Michael McNiven startete in der Eisarena Weißwasser im Tor; zudem fehlten neben den Langzeitverletzten auch Tommy Muck und Fabian Voit.
Guter Beginn der Blue Devils, aber die Füchse treffen
Weidens Cedric Schiemenz kam nach wenigen Sekunden zur Riesenchance, scheiterte aber an Anthony Morrone. Kurz darauf prüfte Constantin Vogt erneut den Füchse-Goalie, doch Weißwasser hielt zunächst die Scheibe. Weiden stand kompakt in der neutralen Zone und ließ vor Michael McNiven lange nichts zu. Erst nach fünf Minuten griff der Weidener Keeper erstmals ein. Dieses Zeichen nutzten die Lausitzer Füchse und erhöhten den Druck. Nach einer Strafe gegen Alex-Olivier Voyer erspielte sich Weißwasser das Powerplay, und Kapitän Clarke Breitkreuz stellte auf 1:0.
Nun prüften die Gastgeber McNiven häufiger, weil die Ostsachsen Oberwasser hatten. Gegen Drittelende meldeten sich die Blue Devils zurück und trafen sogar die Latte, doch Weiden ging mit dem knappen Rückstand in die Pause. Tyler Ward sagte im Pauseninterview: „Es fehlte am Anfang das Glück, und dann wechselte das Momentum. Wir müssen wieder mehr druck zum Tor bringen und Chancen kreieren.“
Weidener Druck, Füchse treffen im Konter
Weiden hatte zu Beginn des Mitteldrittels erneut die erste Großchance, doch Anthony Morrone packte sicher mit der Fanghand zu. Kurz darauf scheiterte auch Tyler Ward am Füchse-Goalie. Die Blue Devils erhöhten weiter den Druck auf den Ausgleich, nach 25 Minuten parierte der Lausitzer Torhüter jedoch erneut alles. Weißwasser fand erst nach einigen Minuten Wege ins Weidener Drittel. Bis zum Powerbreak blieben die Oberpfälzer das bessere Team, einzig der Treffer fehlte.
Nach einem Foul an Luca Gläser entschied der Schiedsrichter nach Videobeweis auf Überzahl für Weiden. Danach kippte die Partie kurz ins Körperliche, und beide Teams nahmen weitere Strafzeiten. Die Überzahl nutzten die Blue Devils nicht. Stattdessen trafen die Gastgeber aus Sachsen nach einem Konter. Kurz vor der Drittelpause kassierten die Füchse noch eine Strafzeit.
Weidener Hoffnung, Weißwasser konterte mit Doppelschlag
Mit einer zweiminütigen Überzahl starteten die Blue Devils ins Schlussdrittel. Luca Gläser prüfte früh den Goalie, verfehlte aber. Kurz darauf sah Neal Samanski seinen Bruder frei, und Noah Samanski stellte den Anschluss her. Nach einer Möglichkeit für Weißwasser kassierten die Hausherren die nächste Strafe und kam erneut ins Powerplay. Dann zündete Alex-Olivier Voyer nach Anlaufschwierigkeiten den Schlagschuss zum Ausgleich. Doch die Gastgeber antworteten Sekunden später mit dem 3:2. Die Füchse erhöhten den Druck, während Weiden kurz geschockt wirkte.
Ein unnötiges Foul von Neal Samanski zog eine große Strafe nach sich, fünf Minuten Unterzahl für die Blue Devils. Bald erhöhte Weißwasser auf 4:2. Nur wenige Augenblicke später folgte der nächste Gegentreffer für Weiden – 5:2. Chancen häuften sich auf beiden Seiten, und Cedric Schiemenz verkürzte auf 5:3. Zwei Minuten vor dem Ende nahm Jürgen Rumrich Michael McNiven für einen sechsten Feldspieler vom Eis, doch es blieb beim 5:3 für die Ostsachsen.
Lausitzer Füchse – Blue Devils Weiden 5:3 (1:0/1:0/3:3)
Tore:
1:0 C. Breitkreuz (12:24), 2:0 A. Dosch (38:30), 2:1 Noah Samanski (41:30), 2:2 A. Voyer (45:02), 3:2 C. Jahnke (45:46), 4:2 J. Broda (51:29), 5:2 A. Brady (51:53), 5:3 C. Schiemenz (57:17)
Schüsse:
28 – 38
Strafen:
8 – 29
Zuschauer:
2629




