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Blue Devils Weiden: Zwei schnelle Gegentreffer endscheiden das Oberpfalzderby

Weiden. Am Ende verlor nicht die schlechtere Mannschaft, aber das kräftezehrende Freitagspiel steckte noch in den Knochen der Blue Devils und so gab es keine Punkte.

Blue Devils Weiden: Zwei schnelle Gegentreffer endscheiden das Oberpfalzderby

Das Tor von Regensburger Keeper Jonas Neffin blieb heute wie vernagelt. Foto: Christian Kaminsky

In der ausverkauften Donau Arena trafen am Sonntagnachmittag die Eisbären Regensburg auf die Blue Devils Weiden zum Oberpfalz-Derby Nummer zwei. Nach dem Weidener Heimsieg im ersten Duell suchten die Domstädter die Revanche. Regensburg ging mit vollem Kader und der Visitenkarte des DEL2-Meisters 2023/24 ins Spiel. Weiden reiste stark ausgedünnt an: Unter anderem fehlten Tomas Rubes und Tyler Ward und nur ein Importspieler stand zur Verfügung.

Felix Noack hütete zunächst das Tor der Gäste, während Manuel Edfelder aus der Verteidigung in den Sturm wechselte. Cheftrainer Peter Flache führte die Eisbären, auf der Gegenseite sah sich Geburtstagskind Sebastian Buchwieser angesichts der Personaldecke als Außenseiter und wollte von seinen Jungs einen großen Kampf sehen. Für die Blue Devils, im zweiten DEL2-Jahr mit Playoff-Ambitionen, bedeutete das Derby zugleich ein weiterer Charaktertest.

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Früher Doppelschlag der Eisbären im Oberpfalz-Derby

Ausgeglichen startete die Begegnung, und die Blue Devils störten mit frühem Forechecking den Aufbau der Eisbären. Dann setzten die Gastgeber einen Konter, und Bryce Kindopp überwand Felix Noack aus kurzer Distanz. Regensburg nahm Schwung mit, kurz darauf verlor ein Weidener Verteidiger neben dem eigenen Tor die Scheibe, und Guillaume Naud traf zum 2:0. Danach fanden die Blue Devils besser ins Spiel und brachten die ersten Abschlüsse, doch sie gefährdeten Jonas Neffin, den ehemaligen Weidener Keeper, nicht ernsthaft.

Auf der Gegenseite blieben die Chancen der Domstädter gefährlich, jedoch stabilisierte sich die Weidener Defensive. Kurz vor der Pausensirene sprachen die Schiedsrichter eine Strafe gegen Weiden aus, die zunächst ohne Folgen blieb. In der Drittelpause fasste Luis Marusch zusammen: „Zweimal nicht aufgepasst und danach sind wir besser ins Spiel gekommen. Wir geben nicht auf.“

Weiden drückte, Regensburg hält dagegen – Torflaute im Mitteldrittel

Die Blue Devils Weiden überstanden die Reststrafe zu Beginn des Mitteldrittels und setzten auf einen besseren Start als im ersten. Nach der ersten Möglichkeit von Fabian Voit kassierten sie die nächste Strafzeit. In Unterzahl verteidigten die Weidener kompakt, Regensburg brachte keinen Schuss aufs Tor. Anschließend erspielten sich die Gäste zwei Großchancen, doch Jonas Neffin hielt beide Versuche. Daraufhin drückten die Blue Devils und gewannen die Zweikämpfe an der Bande, während die Eisbären erfolgreich dagegenhielten.

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Fünf Minuten vor der Pause erhielten die Blue Devils ihr erstes Powerplay, doch trotz klarer Abschlüsse trafen sie nicht. Kurz darauf sorgte eine kuriose Szene für Aufregung: Bei angezeigter Strafe gegen Weiden standen die Eisbären mit sieben Spielern auf dem Eis. In den letzten, zerfahrenen Minuten passierte nichts Zählbares mehr, der Spielstand blieb aus Weidener Sicht 0:2.

WITRON – Schnuppertage
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Spannung bis zur Schlusssirene

Mit Schwung starteten die Blue Devils Weiden ins letzte Drittel, während die Eisbären Regensburg tief standen und auf die Fangkünste von Jonas Neffin vertrauten. Aus allen Lagen feuerten die Weidner, doch die Abschlüsse fanden ihr Ziel nicht. Mit schnellen Gegenstößen suchten die Eisbären Entlastung, blieben jedoch lange ungefährlich. Zunehmend merkten die Gäste den Kräfteverschleiß nach dem intensiven Freitagsspiel. Trotzdem erhöhten die Blue Devils den Druck und jubelten kurz, doch die Schiedsrichter pfiffen Abseits und ließen den Treffer nicht zählen – vollkommen zu Unrecht, denn die Scheibe war nicht über die blaue Linie gerutscht.

Acht Minuten vor Schluss kam Weiden erneut in Überzahl, doch der Vorteil brachte nichts Zählbares. Drei Minuten vor dem Ende nahm Sebastian Buchwieser seinen Keeper für einen sechsten Feldspieler vom Eis. Souverän parierte Neffin weiter und hielt den Kasten der Domstädter sauber, ehe Alex Berardinelli per Empty Net den Sieg fixierte.

Luca Gläser meinte nach dem Spiel: „Wir haben die ersten fünf Spielminuten einfach verschlafen, haben danach alles versucht, aber nicht den Weg gefunden, um einen Treffer zu erzielen. Hut ab vor den Fans, die heute super Stimmung gemacht haben.“

Eisbären Regensburg – Blue Devils Weiden 3:0 (2:0/0:0/1:0)

Tore:

1:0 Bryce Kindopp (02:12), 2:0 Guillaume Naud (04:30), 3:0 Alex Berardinelli (59:51)

Torschüsse:

19 :27

Strafen:

8:6

Zuschauer:

4712