Das ziemlich letzte Aufgebot der Blue Devils ist beim Spitzenreiter chancenlos
Das ziemlich letzte Aufgebot der Blue Devils ist beim Spitzenreiter chancenlos
DEL 2, 6. Spieltag
Düsseldorfer EG – Blue Devils Weiden 5:1 (1:0, 4:1, 0:0)
Tore: 9. Min. Bast 1:0 (PP1), 24. Min. Niederberger 2:0, 25. Min. Herrmann 3:0, 34. Min. Jordan Knackstedt (Brayden Tracey) 3:1, 35. Min. Niederberger 4:1, 38. Min. Bast (PP1) 5:1. – Strafminuten: DEG: 14, Blue Devils: 14. – Zuschauer: 5045. – Wie befürchtet waren die Devils bei der ambitionierten DEG chancenlos. Bedenklicher als die Niederlage selbst war das Bild, das die Mannschaft über weite Strecken abgab. Einige Spieler haben wohl noch nicht verinnerlicht, dass man in der DEL2 anders auftreten und wenigstens kämpferisch alles geben muss. Genau das vermisste man an diesem schwarzen Sonntag phasenweise.
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Stark ersatzgeschwächte Devils
Die Blue Devils mussten im altehrwürdigen „Dome“ an der Brehmstraße allerdings mit einem Mini-Aufgebot antreten. Es fehlten die erkrankten Vlad Filin und Maxi Brunner sowie die verletzten Filip Reisnecker und Goalie Michael McNiven. Außerdem nicht dabei wie schon gewohnt Luca Gläser, über dessen Zukunft sich der Verein immer noch in Schweigen hüllt. Die Partie begann wie erwartet mit stürmischen Angriffen des Tabellenführers. Die Gäste kamen kaum aus dem eigenen Drittel und hatten es alleine Goalie Patrik Mühlberger zu verdanken, dass man nach wenigen Minuten nicht schon zurücklag. Im zweiten Unterzahlspiel war es aber soweit: Bast fälschte einen Faber-Schuss unhaltbar für Mühlberger zum 1:0 ins Netz ab. Erst danach wachten die Gäste auf und kamen zu ersten Gelegenheiten. Jordan Knackstedt, der regelwidrig am Schuss gehindert wurde, Brayden Tracey und Alex-Olivier Voyer vergaben aber. Langsam erarbeitete man sich annähernd ein ausgeglichenes Spiel, doch insgesamt blieb die DEG überlegen. Hauptsächlich im Überzahlspiel – wie gewohnt leisteten sich die Blue Devils auch am Sonntag wieder drei unnötige Strafen – drängten die Gastgeber vehement aufs zweite Tor. Doch Mühlberger verhinderte mit starken „Paraden“ einen weiteren Treffer der Einheimischen. Außerdem rettete zweimal das Gestänge für Weiden.
DEG nicht mehr zu halten und eiskalt
In den zweiten 30 Minuten gab es für die Gastgeber kein Halten mehr. Konsequent, aber viel zu leicht erhöhten sie schnell auf 3:0, ehe Knackstedt zumindest der Ehrentreffer gelang. In den Minuten danach drängten die Blue Devils sogar auf den zweiten Treffer, doch spätestens nach dem 4:1 war das Aufbäumen beendet. Die DEG machte jetzt Ernst und stellte ohne große Gegenwehr der Weidener den alten Zwei-Tore-Abstand wieder her. Obwohl die Devils insgesamt recht häufig aufs gegnerische Tor schossen, blieben die Abschlüsse recht harmlos oder man scheiterte am sicheren DEG-Goalie Lunemann.
Goaliewechsel im dritten Abschnitt
Überraschend gönnte Trainer Mikhail Nemirowsky im Schlussabschnitt seinem bemitleidenswerten Goalie Mühlberger eine Pause. Für den bis dahin tadellosen Schlussmann kam Connor McLeod zu seinem ersten Saisoneinsatz. Und auch der Backup machte seine Sache gut, blieb ohne Gegentor. Die Gastgeber gingen die letzten 20 Minuten aber auch recht locker an, ohne groß in Gefahr zu geraten. Zugutehalten muss man den Blue Devils, dass sie nicht aufsteckten und bis zum Schluss um Ergebniskosmetik bemüht waren. Mehr aber auch nicht, denn zu offensichtlich wurden in dieser Partie die Defizite der Mannschaft: Man spielt trotz mancher Disziplinlosigkeiten fast körperlos, defensiv löchrig und in der Offensive zu einfallslos.
Es ist jetzt schon ziemlich klar, dass diese Spielzeit wieder eine Zittersaison werden dürfte. Zumal die Aufgaben in den kommenden Wochen kaum leichter werden: Am Freitag geht es zum langsam in Fahrt kommenden DEL-Absteiger Dresden, ehe man am Sonntag die Ravensburg Towerstars empfängt.




