Dr. Bernhardt
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Dragons enttäuschen bei 0:3-Niederlage gegen Trostberg auf ganzer Linie

Mitterteich. Das war wohl nichts: Die ersatzgeschwächten Stiftland Dragons kassierten am Wochenende zwei verdiente Heimniederlagen und rutschen damit auf den siebten Platz ab. Allerdings hat der EHC die Playoffs schon in der Tasche.

Dragons enttäuschen bei 0:3-Niederlage gegen Trostberg auf ganzer Linie

Wiederholt scheiterten die Dragons, wie hier Joshua Möhwald (grünes Trikot), an Gäste-Goalie Maximilian Stinauer. Foto: Ritter von Lehenstein

Eishockey-Landesliga B, 22. Spieltag

EHC Stiftland-Mitterteich – TSV Trostberg 0:3 (0:1, 0:1, 0:1)

Tore: 17. Min. Johannes Hipetinger 0:1, 36. Min. Nico Rossmanith 0:2, 60. Min. Florian Wehle (Empty Net) 0:3. – Strafminuten: EHC: 4, TSV: 8. – Zuschauer: 115. – Im Gegensatz zum Freitag waren gegen den Tabellenvierten Felix Köbele und Förderlizenspieler Tomas Teuchert wieder dabei, doch mussten die Gastgeber weiter auf Marius Schmidt, Kiril Groz und Maximilian Bäuml verzichten. Das Spiel lief ähnlich wie gegen Bayreuth (2:4). Man mischte gegen den läuferisch und technisch stärkeren Gast zwar mit, vergab aber selbst beste Gelegenheiten teilweise leichtfertig.

Marius Schmidt fehlt schmerzlich

In den ersten zehn Minuten dieses außergewöhnlich fairen Spiels – die erste Strafzeit gab es erst in der 28. Minute – beherrschte Trostberg klar die Szenerie. Nur der disziplinierten EHC-Defensive und Keeper Filip Grancarov war es zu verdanken, dass man nicht früh in Rückstand geriet. Doch ausgerechnet dem sonst so zuverlässigen Dragons-Goalie unterlief nach 16 Minuten ein für ihn ungewöhnlicher Fehler, als er die Scheibe nicht festhalten konnte und Hipetinger zum 0:1 abstaubte. Weil die Dragons nach vorn nicht allzu viel zustande brachten, ging es mit einer verdienten Gästeführung in die Kabinen.

Selbes Bild bot sich den treuen Fans im zweiten Abschnitt. Das Bemühen war den Dragons nicht abzusprechen, aber allzu viel blieb Stückwerk, und wenn man sich doch einmal eine Gelegenheit erarbeitete, scheiterte man an den eigenen Nerven oder am Gästegoalie. Auch Top-Torjäger Köbele blieb dieses Mal ungewohnt blass, sein Spiel und seine Entschlossenheit litten deutlich unter dem Fehlen seines erkrankten Sturmpartners Schmidt. Anders der TSV Trostberg, der eine seiner Möglichkeiten nach einem schönen Spielzug zum 0:2 nutzte.

Leichte Beute: Gästegoalie Stinauer pariert sicher. Foto: Ritter vopn Lehenstein
Was die Dragons auch anstellten: der Puck wollte einfach nicht hinter die Linie. Foto: Ritter von Lehenstein
Schrecksekunde für Linesman Johannes Matus. Nach einer Karambolage mit einem Gästespielr musste der Unparteiische verletzt vom Eis. Foto: Ritter von Lehenstein

Einfallsloses Überzahlspiel

Im letzten Drittel wurde das Spiel der Gastgeber etwas zwingender, aber so richtig an eine Wende konnte man an diesem Abend nicht glauben. Zu durchsichtig und wenig zwingend war das Spiel der Dragons, die am Sonntag auch etwas den allerletzten Einsatz vermissen ließen. Mangelhaft war auch das Powerplay der Gastgeber, die sich in Überzahl kaum eine ernsthafte Chance herausspielen konnten. Bezeichnend dafür waren die letzten zwei Spielminuten, als Dragons-Coach Christian Gebhardt seinen Goalie Grancarov vom Eis nahm und man sogar 6:4 spielte. Trotz der Überzahl sprang nicht einmal ein Torschuss heraus. Im Gegenteil: Die Gäste nutzten die EHC-Schwäche sogar zum alles entscheidenden Empty-Net-Treffer.

Das Positivste an diesem späten Sonntagnachmittag war, dass der vor wenigen Wochen erkrankte Trainer Vaclav Drobny wieder dabei war. Wenn auch nur als Zuschauer auf der Tribüne.

Erneuter Doppel-Heimspieltag

Die Aufgaben am kommenden Wochenende dürften für die Dragons nicht leichter werden. Am Freitag (20 Uhr) gastiert der Fünfte EV Moosburg in Mitterteich, am Sonntag (17 Uhr) kommt der souveräne Spitzenreiter ESC Dorfen ins Stiftland. Ihre Ausnahmestellung bewiesen die Oberbayern am Wochenende, als sie den Dritten Pegnitz Icedogs zweimal klar abfertigten: 5:2 und 8:2 hieß es am Ende für den ESC. Angst haben müssen die Dragons aber nicht, sind sie es doch, die dem Tabellenführer eine von erst zwei Overtime-Niederlagen beigebracht haben. Warum am Sonntag nicht die erste in regulärer Spielzeit? Träumen ist erlaubt.

OTH Amberg-Weiden
OTH Amberg-Weiden