Jonas Prauschke will mit neuen Ideen frischen Wind in die Kreisstadt bringen
Tirschenreuth. Er ist jung, hat viele Ideen und er liebt seine Heimatstadt: Der 32 Jahre alte Jonas Prauschke wird am 8. März für die SPD ins Rennen um den Bürgermeistersessel der Kreisstadt gehen.
Jonas Prauschke will mit neuen Ideen frischen Wind in die Kreisstadt bringen
Wenn am 8. März die Tirschenreutherinnen und Tirschenreuther eine(n) neue(n) Bürgermeister(in) wählen, endet auch eine Ära: Franz Stahl (CSU) wird dann nach 24 Jahren an der Spitze der Stadt nicht mehr antreten. Unter anderem darin sieht Jonas Prauschke den richtigen Zeitpunkt, selbst den Hut in den Ring zu werfen. Er ist damit einer von vier Kandidaten/innen, die Bürgermeister von Tirschenreuth werden wollen. Nominiert wurde er von der gemeinsamen Liste SPD/Grüne, die mit je zehn Bewerbern/innen bei der Kommunalwahl antreten.
Umbruch im Stadtrat eine Chance
Der selbstständige Unternehmensberater, Experte für integrierte Managementsysteme und Fachkraft für Arbeitssicherheit, ist von einem, sozialdemokratischen Elternhaus geprägt. Sein Vater Gunar Prauschke ist Ortsvereinsvorsitzender, sitzt seit 2018 im Stadtrat und sein Großvater war auch glühender „Sozi“. Jonas ist 2019 in die SPD eingetreten und seither Schriftführer des Ortsvereins. Was sind die Gründe, die Prauschke zur Kandidatur bewogen haben? „Ich möchte mitentscheiden, mitverantworten und mitgestalten“, sagt der verheiratete Vater zweier Jungen (3 und 5 Jahre). Sein weiteres Anliegen: „Ich will auch dazu beitragen, die SPD wieder stärker zu machen in Tirschenreuth.“
Der sich abzeichnende starke Umbruch im Stadtrat sei eine Chance, Bewährtes zwar fortzuführen, zugleich aber Neues anzustoßen. „Jetzt ist der Moment, die Dynamik des Generationswechsels zu nutzen. Hier sieht Prauschke, der am Stiftland-Gymnasium sein Abitur und im sächsischen Zittau den Masterabschluss absolviert hat, viel Potenzial. „Obwohl in Tirschenreuth in den vergangenen Jahren schon vieles richtig lief, gibt es noch einiges zu tun.“ Unter anderem in den Bereichen Wohnen und Freizeit (Freibad und Hallenbad) habe er einige Ideen, die er in den nächsten Wochen noch konkretisieren wird.
Haustürwahlkämpfer und „Chorknabe“
Bis zum 8. März wird Jonas Prauschke beruflich etwas kürzertreten, um sich voll auf den Wahlkampf konzentrieren zu können. „Das geht nicht so nebenher.“ Unter anderem will der Sozialdemokrat eine Haustüraktion starten, einen Teil davon am 31. Januar mit dem SPD-Landratskandidaten Muhammet „Mo“ Dal. Außerdem hat er fast 100 Tirschenreuther Vereine angeschrieben und angeboten, Vorstandssitzungen oder Versammlungen zu besuchen, um sich dort vorzustellen. „Da habe ich auch schon viel positive Rückmeldungen bekommen“, freut sich Prauschke.
Bleibt angesichts von Familie, Beruf und Politik noch Zeit für Hobbys? „Ein bisschen“, gesteht Prauschke. Neben dem Fotografieren ist es das Singen, das den Tirschenreuther begeistert. So singt Jonas Prauschke seit vielen Jahren im Basilikachor Waldsassen. „Nicht jeden Sonntag. So viel Zeit habe ich nicht. Aber bei den größeren Konzerten bin ich schon dabei.“ Beste Voraussetzungen also für das Amt des Bürgermeisters, der ja immer auch in gewisser Weise Chorleiter ist, Stadtrat und Verwaltung möglichst harmonisch führen und zusammenhalten muss.




