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EHC Stiftland-Mitterteich beendet Saison und kann mehr als zufrieden sein

Mitterteich. Das Playoff-Achtelfinale der Eishockey-Landesliga Bayern war Endstation für den EHC Stiftland-Mitterteich. Nach der 2:3-Niederlage nach Verlängerung am Freitag beim EHC Bad Aibling musste man auch im Rückspiel am Sonntag mit 1:4 die Segel streichen. Dennoch kann der Aufsteiger eine sehr positive Saisonbilanz ziehen.

EHC Stiftland-Mitterteich beendet Saison und kann mehr als zufrieden sein

Philipp Dürr (schwarzes Trikot) schoss das letzte Dragons-Tor in der Saison 2025/26. Foto: Archiv Lena-Maria Völkl

Eishockey-Landesliga, Playoff-Achtelfinale, Spiel 2

EHC Stiftland-Mitterteich – EHC Bad Aibling 1:4 (0:2, 1:0, 0:2)

Tore: 6. Min. Meyer 0:1, 11. Min. Eibl 0:2, 31. Min. Philipp Dürr (Sven Schalamon) 1:2, 51. Min. Vogel 1:3, 57. Min. Würmseer 1:4. – Strafminuten: Mitterteich: 6; Bad Aibling: 4. – Zuschauer: 155. – Die Luft war raus bei den Dragons im entscheidenden Playoff-Rückspiel gegen die Oberbayern. Eine lange Saison, viele Verletzte und nicht zuletzt der krankheitsbedingte Ausfall von Trainer Vaclav Dobny Anfang des Jahres forderten ihren Tribut beim Aufsteiger, der die Vorrunde als respektabler Siebter abgeschlossen hatte. Das Saisonziel Klassenerhalt war vorzeitig erreicht, als der VER Selb seine 1b vom Spielbetrieb zurückzog. Doch auch ohne diesen Schritt hätten die Dragons die Liga gehalten, lag man am Ende doch 14 Punkte vor dem Vorletzten Straubing.

Der Akku war leer bei den Dragons

Mit voller Kapelle, Trainerfuchs Drobny hinter der Bande und etwas weniger Verletzungspech hätte der EHC den Namensvetter aus dem Alpenvorland durchaus mehr Paroli bieten können. Doch die wie schon am Freitag nur 13 Feldspieler hatten dem üppigen 18-Mann-Kader der Gäste letztlich nicht genug entgegenzusetzen. Bad Aibling erwies sich am Sonntag als spielstärker, schneller und vor allem scheibensicherer. Mitterteich leistete sich zu viele unnötige Scheibenverluste und Fehlpässe, war in der Defensive anfällig und vorn nicht durchschlagskräftig genug. Nicht spielentscheidend, aber erschwerend hinzu kam eine diskutable Schiedsrichterleistung. So schickten die Referees zum Beispiel Köbele zweimal zu Unrecht auf die Strafbank.

Bezeichnend für die These „Akku leer“ war das 1:3, als Jan Wenisch im eigenen Drittel einen haarsträubenden Fehlpass fabrizierte, den die Gäste zur Vorentscheidung nutzten. In den Minuten zuvor hatten die Dragons nach dem Anschlusstreffer von Philipp Dürr ihre beste Phase, waren aber insgesamt viel zu harmlos. Selbst die Torgaranten Felix Köbele und Marius Schmidt blieben dieses Mal blass. Einzig auf Filip Grancarov war wie stets Verlass. Der tschechische Goalie war die gesamte Saison über ein bärenstarker Rückhalt und Garant für viele Punkte.

Starker Rückhalt im EHC-Tor: Filip Grancvarov. Foto: Lena Maria Völkl
Trainer Vaclav Drobny wurde in den letzten Spielen schmerzlich vermisst. Foto: EHC Mitterteich
Felix Köbele (dunkles Trikot) mit einem seiner insgesamt 22 Tore. Foto: Ritter von Lehenstein
Die drei treffsichersten Schützen der Dragons: Marius Schmidt (67) netzt auf Vorlage von Felix Köbele (rechts, 25) ein. Der drittbeste Scorer des EHC, Kiril Groz (79) beobachtet. Foto: Ritter von Lehenstein

Respektable Saisonleistung

Betrachtet man die großen personellen Probleme und das überragende erste Saisondrittel, muss man den Hut ziehen vor der Leistung des Aufsteigers. Überragende Auftritte lieferten die Dragons hauptsächlich auswärts: etwa beim Overtimesieg beim späteren souveränen Meister Dorfen oder bei den Erfolgen in Moosburg und Trostberg. Zeitweise lag der EHC sogar auf dem fünften Tabellenplatz, den man sich mit couragierten Auftritten verdient hatte. Punktbeste Dragons-Akteure waren Felix Köbele (27 Spiele/22 Tore/26 Vorlagen), Marius Schmidt (25/17/21) und Kiril Groz (20/6/10). Diese drei Akteure erzielten in der Hauptrunde zusammen mehr als die Hälfte aller 82 Mitterteicher Tore.

Insgesamt gibt es keinerlei Grund, die Saisonleistung der Stiftland Dragons schlechtzureden. Die Truppe überzeugte in den allermeisten Spielen als kampfstarke Einheit, in der jeder für jeden kämpfte und viel Herzblut auf dem Eis ließ. Am Ende verhinderten oben genannte Gründe und ein zu großes Leistungsgefälle innerhalb der Mannschaft eine bessere Platzierung. Aber was nicht ist, kann ja noch werden in der kommenden Spielzeit. Jetzt geht es aber zunächst in die wohlverdiente Sommerpause. Dort werden die Verantwortlichen um Vorsitzenden Joachim Firneis und sportlichen Leiter Günter Bäuml mit Augenmaß die Weichen für die neue Saison stellen.

OTH Amberg-Weiden
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