EHC Stiftland-Mitterteich geht geschwächt, aber nicht chancenlos in die Playoffs
EHC Stiftland-Mitterteich geht geschwächt, aber nicht chancenlos in die Playoffs
Seit dem 23. Januar (3:1 gegen den ESV Waldkirchen) geht es mit dem EHC Stiftland-Mitterteich in der Landesliga B bergab. An dieser Tendenz konnte auch der 7:1-Erfolg gegen den nur mit einer „Reserve“ angetretenen Tabellenführer ESC Dorfen vor gut einer Woche nichts ändern. Durch die fünf jüngsten Niederlagen – mit Ausnahme der Partie am Sonntag beim Zweiten Haßfurt – allesamt gegen Mitkonkurrenten im Kampf um die Plätze 4 bis 8 rutschten die Dragons auf den siebten Platz ab. Dadurch treffen sie in den Playoffs ab kommenden Freitag, 20. Februar, als krasser Außenseiter auf den Zweiten der Gruppe A, den EHC Bad Aibling.
Eishockey-Landesliga B, 26. und 27. Spieltag
EHC Stiftland-Mitterteich – EHC Straubing 1:3 (0:1, 0:0, 1:2)
Tor: Philipp Dürr (56. Min.). Strafminuten: Dragons: 8. – Straubing: 10. – Zuschauer: 120.
ESC Haßfurt – EHC Stiftland-Mitterteich 10:3 (3:0, 4:3, 3:0)
Tore: Felix Köbele (32./Shorthander, 33.), Lukas Hösl (37.). – Strafminuten: Haßfurt: 10, Dragons: 18. – Zuschauer: 292.
Das vergangene Wochenende war für die Dragons ein Spiegelbild der vergangenen Wochen. Zeitweise war das Team gegenüber dem Großteil der bisherigen Saison nicht wiederzuerkennen. Seit dem (vorübergehenden) Aus des erkrankten Trainers Vaclv Drobny vor vier Wochen lief nicht mehr viel zusammen bei den Dragons. Vor allem am Freitag gegen Straubing enttäuschte der EHC maßlos. Am Ende stand eine verdiente, aber komplett unnötige Niederlage. Damit war schon fast klar, dass der sechste Platz wohl nicht mehr zu erreichen ist. Um Waldkirchen zu überholen, hätte man am Sonntag beim Zweiten Haßfurt gewinnen müssen.
Diese Illusion war in Haßfurt spätestens nach elf Minuten geplatzt, als man mit 0:3 zurücklag. Zwar bäumte sich der EHC im zweiten Abschnitt beim Stand von 0:6 noch einmal auf und verkürzte innerhalb von zwei Minuten auf 3:6, doch danach ging es wieder steil bergab. Die Gastgeber schossen weitere vier Tore und fügten den Dragons damit die erste und einzige zweistellige Saisonniederlage zu. Am Ende stand eine depremierende 3:10-Schlappe, die zu denken geben sollte.
Jetzt gegen Bad Aibling
In dieser Verfassung wird man in den Playoffspielen gegen Bad Aibling wohl nur Kanonenfutter sein. Aber wer weiß, vielleicht finden die Dragons ja wieder zu der Form und dem Kampfgeist zurück, als man Ende vergangenen Jahres oft begeisterndes Eishockey bot und die Fans verzückte. Das wäre auch bitter nötig, denn die treuen EHC-Anhänger stellten am Freitag im dritten Drittel sogar zwischendurch den Support ein, so enttäuscht waren sie von der Leistung ihrer Dragons.
Ob und wann Trainer Vaclav Drobny wieder zurückkehrt, ist noch ungewiss. Im Gespräch mit OberpfalzEcho betont er, dass es ihm „schon wieder sehr gut geht. Wann ich wieder zurückkomme? Schau ma mal“, bemüht Drobny das berühmte Beckenbauer-Zitat und lässt seine Zukunft offen. Am Freitag gastiert der EHC im Best-of-three-Modus zunächst in Bad Aibling (19.45 Uhr), ehe der Zweite der Süd-Gruppe am Sonntag um 19 Uhr in Mitterteich antritt. Ein eventuell drittes Spiel würde am Freitag, 27. Februar, 19.45 Uhr, wieder in Oberbayern stattfinden. Unschlagbar erscheinen die „Aibdogs“ nicht. In 27 Spielen sammelten sie 48 Punkte (103:95 Tore) und setzten sich hinter dem souveränen ERC Sonthofen (68 Punkte, 122:65 Tore) hauchdünn vor den Wanderers Germering (47, 144:90) und den Lechberuck Flößern (46, 115:117) durch.







