EHC Stiftland-Mitterteich schlägt sich gegen den Topfavoriten lange Zeit tapfer
EHC Stiftland-Mitterteich schlägt sich gegen den Topfavoriten lange Zeit tapfer
Eishockey-Landesliga B: EHC Stiftland-Mitterteich – ESC Haßfurt 3:9 (1:4, 2:2, 0:3)
Mit Daniel Flaksa im Tor und Marius Schmidt nach dessen Sperre, aber ohne den erkrankten Roman Svik starteten die Gastgeber gegen den haushohen Favoriten furios ins Spiel: Nach nur neun Sekunden (!) schoss Schmidt den Underdog vor gut 100 Zuschauern in Führung. Das schien allerdings die Gäste anzustacheln, denn wenig später drehten sie innerhalb von knapp zwei Minuten den Spieß um und gingen mit 2:1 in Führung (Strombach, Becker). Danach entwickelte sich ein recht ausgeglichenes Spiel mit Vorteilen der technisch sehr versierten Gäste. Die erste Überzahl nutzte Haßfurt in Person von Sticha sofort zum 3:1, der eineinhalb Minuten später seinen Doppelpack feierte.
Dragons stecken nicht auf
Als Sotkovsky nach knapp zwei Minuten im zweiten Drittel das 1:5 nachlegte, schienen alle Messen gelesen. Aber zur Begeisterung der Fans steckten die Gastgeber nicht auf und verkürzten durch Felix Köbele und Josef Horvat auf 3:5. Es war plötzlich ein völlig offenes Spiel. Die Dragons hatten jetzt Chancen fast im Minutentakt, Haßfurt schien mächtig beeindruckt. Die wohl spielentscheidende Szene folgte eine Sekunde vor der zweiten Pausensirene: Marius Schmidt bekam wegen Reklamierens eine Zwei-Minuten-Strafe und zusätzlich zehn Minuten wegen „Unsportlichkeit“. Sportlicher Leiter Günter Bäuml konnte diese Entscheidung einen Tag nach dem Spiel immer noch nicht nachvollziehen. „Das war der Knackpunkt, auch weil wir in der gleichen Sekunde das 3:6 kassieren.“ Ansonsten war es ein überaus faires Spiel mit insgesamt nur fünf Strafen (18 Minuten) für die Dragons und nur einer (!) Strafzeit für Haßfurt.
Am Sonntag gastiert das nächste Topteam
Im letzten Drittel schwand die Kraft bei den Dragons, die bis zum Schluss tapfer kämpften und den mit ehemaligen DEL2- und Oberligaspielern gespickten Unterfranken lange Paroli boten. Am Ende waren die läuferisch und stocktechnisch bärenstarken Hawks einfach eine Nummer zu groß für die Dragons, die aber andere Ansprüche und ein weitaus kleineres Budget haben als der ESC. Es würde schon fast an ein Wunder grenzen, sollten diese Haßfurt Hawks nicht Meister werden.
Der EHC Stiftland-Mitterteich ist bereits am Sonntag, 25. Oktober (17 Uhr), wieder gefordert. Dann gastiert mit dem EV Moosburg das nächste Schwergewicht der Liga im Eisstadion an der Marktredwitzer Straße. Die Oberbayern schickten am Freitag den EHC Straubing mit einer 8:3-Packung nach Hause und sind derzeit hinter Haßfurt Tabellenzweiter der Landesliga, Gruppe B. Viel leichter dürfte die Aufgabe für die Truppe von Trainer Vaclav Drobny also nicht werden.







