Eishockeyliga sperrt Krefeld-Coach Popiesch für drei Spiele

Eishockeyliga sperrt Krefeld-Coach Popiesch für drei Spiele
Die DEL2 sperrt den Cheftrainer der Krefeld Pinguine, Thomas Popiesch, für drei Spiele und verhängt zusätzlich eine Geldstrafe. Auslöser sind mehrere Vorfälle rund um das Meisterschaftsspiel Bad Nauheim gegen Krefeld am 30.01.2026, zu denen die Ligagesellschaft nach einem Ermittlungsverfahren gemäß § 1 Abs. 1 der Disziplinarordnung eine Entscheidung getroffen hat.
Hintergrund zum Vorfall in Bad Nauheim
Zu Beginn des dritten Drittels sprachen die Schiedsrichter eine Strafe gegen Krefeld aus, worauf der Lizenztrainer den mitteilenden Unparteiischen lautstark anschrie. Er setzte dies fort, als der Schiedsrichter bereits weggefahren war, und stellte sich für Zuschauer in der Arena und vor der Videoübertragung gut sichtbar in die Türöffnung zur Eisfläche, wo er verweilte.
Kurz nach Beginn des dritten Drittels (Spielzeit 19:40) rief der Lizenztrainer gemeinsam mit seinen Spielern in Richtung der Schiedsrichter, weil er mit deren Entscheidung nicht einverstanden war. Er gestikulierte dabei deutlich mit den Armen und zeigte eine obszöne Geste in Richtung des Schiedsrichtergespanns, wofür er eine Spieldauerdisziplinarstrafe erhielt. Während der Pressekonferenz kritisierte er die Leistung der Schiedsrichter mehrfach öffentlich.
Bewertung und Konsequenzen der DEL2
Die DEL2 wertet das Verhalten als unsportliche Handlung in außergewöhnlichem Maß und ordnet es den Tatbeständen nach § 28 Abs. 1 der Disziplinarordnung in Verbindung mit der IIHF/DEL-Regel 75 sowie § 28 Abs. 2 lit. a) zu. Grundlage der Entscheidung bilden die Zusatzmeldung der Schiedsrichter vom 30.01.2026, Video- und Bildmaterial vom Spiel und der Pressekonferenz, die Stellungnahme des Lizenztrainers vom 31.01.2026 sowie die Stellungnahmen der Schiedsrichter vom 31.01.2026.
Die Liga betont die Vorbildfunktion eines Cheftrainers für Spieler und Fans. Sie verweist darauf, dass Emotionen im Spiel das Verhalten nicht entschuldigen und dass Kritik an Schiedsrichterleistungen intern und professionell über die bekannten Ansprechpersonen zu erfolgen hat.
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Auf dieser Basis verhängt die DEL2 ein Innenraumverbot für drei Meisterschaftsspiele sowie eine Geldstrafe. Das Verbot umfasst Spielerbank, Strafbank, Eisfläche und die Bereiche vor der Schiedsrichterkabine und gilt jeweils 90 Minuten vor Spielbeginn bis 60 Minuten nach Spielende. Für die Krefeld Pinguine bedeutet dies, dass der Cheftrainer seine Mannschaft in diesem Zeitraum nicht im Innenraum führen und nicht direkt in die Spielleitung eingreifen darf.
Die Entscheidung stützt sich auf §§ 1 Abs. 1, 5 Abs. 1 und 6 Abs. 1 der Disziplinarordnung der DEL2 in Verbindung mit § 28 Abs. 1 und § 28 Abs. 2 lit. a) der Disziplinarordnung sowie der IIHF/DEL-Regel 75 und § 28 Abs. 5 der Disziplinarordnung.




