Minikader der Stiftland Dragons kämpft bis zum Umfallen, hat dann aber Pech
Minikader der Stiftland Dragons kämpft bis zum Umfallen, hat dann aber Pech
Eishockey-Landesliga, Playoff, 1. Runde
EHC Bad Aibling – EHC Stiftland-Mitterteich 3:2 (0:0, 2:2, 0:0, 1:0) n. V.
Tore: 31. Min. Felix Köbele (Marius Schmidt, Lukas Hösl) 0:1, 34. Min. Maximilian Meyer 1:1, 34. Min. Marius Schmidt (Köbele) 1:2, 38. Min. Lukas Wimmer 2:2, 68. Min. Kilian Leicher 3:2. – Strafminuten: Bad Aibling: 45; Mitterteich: 43. – Zuschauer: 317. – Unter denkbar schlechten Vorzeichen mussten die Dragons die weite Fahrt ins Voralpenland antreten: Wegen Krankheit oder Verletzung fehlten dem Außenseiter nicht weniger als sechs Spieler. Damit standen 13 „tapfere Schneiderlein“ einem kompletten 19-Mann-Kader des Vizemeisters der Landesliga A gegenüber. Umso respektabler ist die Leistung der von Florian Scharnagl betreuten Dragons an diesem Freitagabend zu bewerten.
Bad Aibling überlegen, Dragons gefährlicher
Natürlich war Bad Aibling das klar überlegene Team, was auch 59:12 Torschüsse eindrucksvoll belegen. Doch effektiver agierten die Dragons, die vorwiegend über Köbele und Schmidt immer gefährlich blieben. Defensiv standen die Gäste lange bombensicher, und nicht zuletzt konnten sie sich auf einen wieder einmal überragenden Goalie Filip Grancarov verlassen. Spätestens nach dem torlosen ersten Durchgang hatten die Gäste gemerkt, dass die Aibdogs keine Übermannschaft sind, und wurden immer mutiger. Lohn dafür war die Führung durch Köbele, die Bad Aibling zwar drei Minuten später egalisierte, aber Schmidt schoss die Dragons erneut in Front. Auch diese Führung hatte nicht allzu lange Bestand: Wenig später erzielte Wimmer den verdienten Ausgleich, als der EHC nach einer Spieldauerstrafe gegen Florian Rudolph (Stockstich) lange in Unterzahl agieren musste.
Im letzten Drittel passierte mit einer weiteren großen Strafe gegen den Bad Aiblinger Florian Fischer nicht mehr allzu viel, sodass es in die Verlängerung ging. Dort treten anders als in der Hauptrunde (3:3) vier gegen vier Feldspieler an, was den Gastgebern eher in die Karten spielte. Während die Dragons auf das Penaltyschießen hofften, weil man hier auf den besseren Goalie hätte setzen können, drückten die Aibdogs vehement auf die Entscheidung, die ihnen durch Leicher zwei Minuten vor dem Ende auch gelang. Somit stand ein insgesamt zwar verdienter Sieg der Oberbayern in einem Spiel, das aber durchaus anders hätte ausgehen können.
Vaterfreuden bei Kiril Groz
Am Sonntag (19 Uhr) kommt es bereits zum zweiten Playoffmatch in Mitterteich. Mit dem zweiten Sieg könnten sich die Gäste bereits den Einzug ins Viertelfinale sichern. Gewinnen die Dragons, müssen sie am kommenden Freitag, 27. Februar, wieder in Bad Aibling antreten. Gegenüber dem ersten Spiel hoffen die Gastgeber auf einen größeren Kader. Fragezeichen stehen noch hinter dem Einsatz von Dominik Schopper, Benedikt Pojer und Daniel Smazal, den es in Bad Aibling erwischt hat. Nicht dabei ist Kiril Groz, der am Wochenende Vater geworden ist.




