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Stiftland Dragons kämpfen tapfer, können aber ihren Paradesturm nicht ersetzen

Mitterteich. Eine unnötige, aber erklärbare Niederlage kassierten die Stiftland Dragons am Freitag gegen den EHC Bayreuth. Ohne komplette erste Sturmreihe ging man von vornherein als Außenseiter in die Partie.

Stiftland Dragons kämpfen tapfer, können aber ihren Paradesturm nicht ersetzen

Symptomatisch für die Partie am Freitag: Benedikt Pojer scheitert freistehend am Bayreuther Goalie Sebastian Dünkel. Foto: Ritter von Lehenstein.

Eishockey-Landesliga B, 22. Spieltag

EHC Stiftland-Mitterteich – EHC Bayreuth Tigers 2:4 (0:1, 1:2, 1:1)

Tore: 4. Min. Gauerhof 0:1, 30. Min. McDonald-Corea 0:2, 38. Min. Simon Schwarz 1:2, 38. Min. McDonald-Corea 1:3, 56. Min. Lukas Zellner (Jan Wenisch, Lukas Hösl) 2:3, 60. Min. Geigenmüller 2:4. – Strafminuten: Dragons: 16; Tigers: 16. – Zuschauer: 140.

Kompletter erster Sturm fehlt

Das Derby gegen die Wagnerstädter stand für die Dragons von Beginn an unter keinem guten Stern. Mit Marius Schmidt, Felix Köbele und Kiril Groz musste Coach Christian Gebhardt wegen Verletzung oder Krankheit die absolute Top-Sturmreihe ersetzen. „Alles andere als eine klare Niederlage wäre heute schon ein Erfolg“, meinte EHC-Vorsitzender Jochen Firneis denn auch vor der Partie pessimistisch, aber auch realistisch.

Entsprechend vorsichtig starteten die Gastgeber gegen den Tabellennachbarn, den man auf dessen Eis schon zweimal klar besiegt hatte (5:1, 5:3). Die Gäste wirkten zwar etwas spritziger, technisch reifer und erspielten sich früh auch erste Chancen, aber die Dragons versteckten sich nicht und hielten voll dagegen. Doch schnell wurde das große und erwartbare Manko deutlich. Ohne den Paradeangriff war der EHC einfach zu harmlos und vergab beste Gelegenheiten teilweise leichtfertig. Anders Bayreuth, das Mitte des zweiten Drittels auf 0:2 erhöhte und einem sicheren Sieg entgegenzusteuern schien.

Das war der umstrittene 1:2-Anschlusstreffer durch Simon Schwarz, als der Bayreuther Goalie Dünkel den Puck erst hinter der Linie zu fassen bekam, dies aber nicht einsehen wollte. Foto: Ritter von Lehenstein
Foul an Lukas Hösl. Foto: Ritter von Lehenstein
Dragons-Goalie Filip Grancarov hielt am Freitag, was zu halten war. Foto: Ritter von Lehenstein
Knapp vorbei zischte dieser Schuss von Dennis Schönberger (88, verdeckt). Foto: Ritter von Lehenstein
Schlägerbruch nach einem heftigen Zusammenprall zwischen Tobias Sipla (rechts) und Gauerhof. Foto: Ritter von Lehenstein

Überflüssiges Foul bremst Dragons

Doch wer dachte, das wäre die Entscheidung, sah sich getäuscht. Die dezimierten Gastgeber gaben wie gewohnt nicht auf und kamen durch ein umstrittenes Tor von Simon Schwarz – die Bayreuther hatten den Puck nicht hinter der Linie gesehen – auf 1:2 heran. Noch in derselben Minute aber die kalte Dusche für den EHC, als der auffällige McDonald-Corea das 1:3 markierte. Doch selbst von diesem erneuten Rückschlag ließen sich die Dragons nicht beirren, bestürmten weiter das von Dünkel hervorragend gehütete Gästegehäuse. Lohn für diesen Einsatz war der herrliche 2:3-Anschlusstreffer durch Captain Zoco Zellner.

Die nun sichtlich verunsicherten Gäste hatten jetzt das Glück, dass sich Dragons-Stürmer Lukas Hösl eineinhalb Minuten vor der Schlusssirene zu einem überflüssigen Stockschlag hinreißen ließ und in der entscheidenden Phase auf die Strafbank musste. Dadurch nahm er seinem Team die Chance, den Goalie für einen sechsten Feldspieler zu ziehen und vielleicht doch noch den Ausgleich zu schaffen. Dieser wäre am Ende zwar etwas glücklich, mit Sicherheit aber nicht unverdient gewesen. Kurz vor Schluss machte Tiger-Routinier Geigenmüller mit dem 2:4 den am Ende verdienten Gästesieg klar.

Am Sonntag gastiert Trostberg

Die Dragons müssen sich nicht lange grämen über die Niederlage, da sie als derzeitiger Tabellensechster mit 31 Punkten bereits die Play-offs sicher haben. Am Sonntag (17 Uhr) steigt bereits das nächste Heimspiel, wenn der Tabellenvierte, die Trostberg Chiefs, in Mitterteich gastiert. Bisher hat man zweimal bei den Oberbayern gespielt: Einer 4:7-Niederlage im November ließ man am Dreikönigstag einen 5:4-Sieg nach Verlängerung folgen. Alles offen also am Sonntag, zumal man da auf den Einsatz von Schmidt und Köbele hoffen darf. Für Kiril Groz dagegen dürfte die Saison nach seiner in Waldkirchen erlittenen Verletzung beendet sein.

OTH Amberg-Weiden
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