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Wochen der Wahrheit für die Blue Devils

Weiden. Vier Spiele haben die Blue Devils in der Hauptrunde noch zu absolvieren. Um den rettenden zehnten Tabellenplatz zu erreichen, müsste man mindestens sieben Punkte auf die Eispiraten Crimmitschau gutmachen – und dabei müsste auch die Konkurrenz mitspielen. Ein schier unmögliches Unterfangen. Am Wochenende hat die Letang-Truppe zudem zwei schwere Aufgaben vor der Brust.

Wochen der Wahrheit für die Blue Devils

Im Heimspiel gegen die Düsseldorfer EG im Dezember konnten die Blue Devils noch über einen überragenden 5:0-Sieg jubeln. Foto: Christian Kaminsky

Alan Letang wird gewusst haben, worauf er sich bei der Übernahme des Cheftrainerpostens bei den Blue Devils einlässt. Gut zwei Wochen und zwei Spiele nach seiner Verpflichtung ist die Lage des Tabellenvorletzten der DEL 2 nach wie vor unverändert prekär. Mit 54 Punkten steht man auf Platz 13, sieben Punkte hinter dem rettenden letzten Pre-Play-off-Platz 10, den derzeit die Eispiraten Crimmitschau einnehmen. Diesen Rückstand kann man in den vier restlichen Spielen in der Hauptrunde nur noch theoretisch aufholen.

Play-downs kaum noch zu vermeiden

Nur der EHC Freiburg (11./57 Punkte) und der EC Bad Nauheim (12./55 Punkte) sind für die Blue Devils noch in Reichweite und können noch ein- oder überholt werden. Und die Platzierung ist für die Play-downs genannte Abstiegsrunde nicht ganz unwichtig. Zum Prozedere: Die vier letztplatzierten Teams (Plätze 11 bis 14) treten in den Play-downs an. In der ersten Runde spielen der Elfte gegen den Vierzehnten sowie der Zwölfte gegen den Dreizehnten im Best-of-7-Modus. Das heißt, wer zuerst vier Spiele gewinnt, hat den Klassenerhalt in der Tasche. Die beiden Verlierer stehen sich in einer zweiten Serie gegenüber und der Verlierer steigt in die Oberliga ab.

Natürlich wollen die Blue Devils dieses Szenario möglichst vermeiden. Zwar sind die Play-downs kaum noch zu umgehen, aber es macht schon einen großen Unterschied, ob man als Elfter oder Zwölfter zuerst Heimrecht genießt oder auswärts antreten muss. Aber dann sollte man in den verbleibenden vier Spielen noch möglichst viele Zähler einheimsen. Dabei handelt es sich zwar um durchweg schwere, aber nicht unlösbare Aufgaben für die Truppe von Coach Alan Letang. Am Freitag erwartet sie die Düsseldorfer EG, am Sonntag geht’s zu den Eispiraten Crimmitschau, am Freitag, 6. März, gastieren die Ravensburg Towers in Weiden und am letzten Hauptfreundespieltag müssen die Blue Devils bei den Starbulls Rosenheim ran.

Manko Chancenverwertung

Ein großes Manko der Blue Devils ist ihre Abschlussschwäche. Man war in kaum einem Spiel wirklich schlechter als der Gegner, spielte sich zahlreiche Möglichkeiten heraus, vergab diese aber oft leichtfertig bis kläglich. Dabei spielte es natürlich eine große Rolle, dass das kongeniale Sturmduo, Tomas Rubes und Tyler Ward, heuer wegen diverser Verletzungen kaum einmal zusammenspielte. Der im Dezember nachverpflichtete Alex-Olivier Voyer konnte die Erwartungen zwar erfüllen, doch stand er zu oft allein auf weiter Flur. Das wurde vor allem nach der neuerlichen Verletzung von Ward vor einigen Wochen überdeutlich.

Trainer Letang wird natürlich trotz aller Widrigkeiten die Flinte nicht ins Korn werfen. „Wir werden einen Teufel tun und jetzt den Kopf in den Sand stecken. Es gibt noch zwölf Punkte zu holen, und sollten das nicht reichen, werden wir in den Play-downs alles dafür tun, um die Klasse zu halten.“ Er wisse, dass die Stimmung im Team nach wie vor gut sei. „Die Mannschaft arbeitet hart, spielt leidenschaftlich und ist eine Einheit.“ Es seien nur Details, die man verbessern müsse. „Mehr Tempo, den Puck länger in der Offensive halten, mehr hochkarätige Chancen kreieren und die dann auch nutzen.“

Trainer Alan Letang. Foto: Udo Fürst
Tyler Ward wird schmerzlich vermisst. Foto: Elke Englmaier
Zach Tsekos wird wohl am Wochenende zurückkehren. Foto: Christian Kaminsky

Fragezeichen hinter Ward und Tsekos

Ob besagter Tyler Ward am Wochenende zurückkommt oder ob er seine Verletzung erst komplett auskurieren und sein Team dann in den Play-downs helfen soll, ist bislang nicht klar. Etwas besser sieht es beim ebenfalls angeschlagenen Zach Tsekos aus. Der in den letzten Spielen starke Kanadier würde sein Team enorm verstärken. Coach Letang fordert vor diesem vielleicht schon vorentscheidenden Doppelspieltag: „Wir müssen Wege finden, mehr Tore zu schießen oder länger Druck aufzubauen. Wir kreieren zwar viele Chancen, aber es bleibt meist bei einer einzigen. Es gibt keinen Nachschuss, keine zweite Möglichkeit – aber das ist der Schlüssel.“

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