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Feins Zauberfuß und Eichingers Gefühl bescheren dem SSV Jahn einen wichtigen Punkt

Regensburg. Beim SSV Jahn dürften die Mienen nach dem Spiel deutlich aufgehellter gewesen sein als beim gastgebenden FC Saarbrücken. Die Gastgeber waren über weite Strecken deutlich aktiver, vergaben aber reihenweise beste Gelegenheiten.

Feins Zauberfuß und Eichingers Gefühl bescheren dem SSV Jahn einen wichtigen Punkt

Das war die Führung: Eichinger lässt Saarbrückens Keeper Menzel keine Chance. Foto: Gatzka / SSV Jahn
Foto: Gatzka / SSV Jahn
Foto: Gatzka / SSV Jahn
Foto: Gatzka / SSV Jahn

3. Liga, 29. Spieltag

1. FC Saarbrücken – SSV Jahn Regensburg 1:1 (0:1)

Tore: 18. Min. Eichinger 0:1, 65. Min. Pick 1:1. – Zuschauer: 12.258. – Die Szene in der vierten Minute der Nachspielzeit war vielsagend: Noch eine Minute zu spielen, Freistoß für den Jahn circa 35 Meter vor dem Saarbrücker Tor, und was macht Fein? Er spielt das Leder zurück zum eigenen Keeper. Angst vor der eigenen Courage oder nach dem Motto „Lieber den Spatz in der Hand als die Taube auf dem Dach“ auf Sicherheit machen? Egal. Fein durfte sich das erlauben an diesem Nachmittag, an dem er mit einem Zauberpass über 40 Meter Eichinger ins Szene gesetzt und der gekonnt zur Gästeführung vollendet hatte.

SSV Jahn nach der Führung zu passiv

Beide Teams starteten wie zu erwarten abwartend in diese richtungsweisende Partie. Nach etwa zehn Minuten wurden die natürlich wieder von Co- und Interimstrainer Munier Raychouni gut eingestellten Gäste stärker, übernahmen langsam die Kontrolle und näherten sich dem FC-Tor immer mehr an. Es bedurfte aber schon eines genialen Moments von Adrian Fein zur bis dahin etwas überraschenden Führung. Fast genauso so schön wie der Pass des SSV-Spielmachers war, was sein Kollege Noah Eichinger daraus machte: nämlich das 0:1 per – Achtung Wortspiel – „feinem“ Lupfer über Saarbrückens Keeper hinweg. Das war’s dann auch schon mit der Regensburger Herrlichkeit. Saarbrücken wurde immer spielbestimmender und erarbeitete sich Chancen im Minutentakt: Caliskaner, Brünker, Multhaup, Pick – sie alle tauchten mehr oder weniger frei vor Gebhardt auf, hatten aber ihr Visier nicht richtig eingestellt. In dieser Phase hatte die SSV-Defensive hauptsächlich mit Florian Pick ihre liebe Mühe.

https://www.magentasport.de/event/1-fc-saarbruecken-ssv-jahn-regensburg/10203811

SSV Jahn „vergisst“ Pick

Nach dem Wechsel bot sich den Zuschauern (Saarbrücker Rekordkulisse 2026) ein ähnliches Bild. Die Gastgeber rannten an, erspielten sich zunächst aber kaum noch klare Gelegenheiten. Erst ein kurzer Tiefschlaf des SSV, als man den bis dahin auffälligsten FC-Akteur Pick völlig vergaß, ermöglichte den Saarländern den allerdings hochverdienten Ausgleich. Auch danach blieb der FC klar dominierend, hatte aber nicht mehr so viele Chancen wie in Hälfte eins. So musste der beim Gegenor machtlose Gebhardt kaum einmal ernsthaft eingreifen. Gegen Ende wurde der Jahn wieder etwas mutiger und erzwang eine ausgeglichene Partie, die schließlich mit einer für die Gäste etwas schmeichelhaften, aber dennoch verdienten Punkteiteilung endete.

Das sahen auch beide Trainer nach der Partie so, obschon FC-Coach Argirios Giannikis „schon lieber alle drei Punkte“ behalten hätte. Munier Raychouni lobte seine Truppe vor allem für die erste Halbzeit, die man klar dominiert habe. Auf die Frage des Magenta-Reporters, ob er gerne Trainer in Regensburg bleiben würde und/oder ob er in die Trainersuche beim SSV eingebunden sei, antwortete er: „Zunächst kann ich nur zwei Wochen coachen, weil ich den Trainerschein noch nicht habe. Ich kümmere mich deshalb in dieser Zeit alleine um die Mannschaft. Für eine Suche haben wir unsere Fachleute.“

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