Kreisklasse West: Der heiße Abstiegskampf geht in die entscheidende Phase
Kreisklasse West: Der heiße Abstiegskampf geht in die entscheidende Phase
Kreisklasse West: Nachholspiele
SV Riglasreuth – SC Schwarzenbach 1:3 (0:1)
Der SV Riglasreuth musste am Samstag eine überraschende Heimniederlage hinnehmen. Gegen den bisherigen Tabellenletzten aus Schwarzenbach unterlag die Heimelf mit 1:3 und verpasste es damit, ihre starke Heimbilanz weiter auszubauen. Dabei waren die Vorzeichen eigentlich klar verteilt: Riglasreuth spielte bislang eine solide Saison und galt vor heimischem Publikum als schwer zu bezwingen, während die Gäste aus Schwarzenbach dringend Punkte im Abstiegskampf benötigten. Die Gäste präsentierten sich von Beginn an engagiert und zweikampfstark. Kurz vor dem Halbzeitpfiff gelang Schwarzenbach dann die Führung: Spielertrainer Sebastian Urban traf zum 0:1 und sorgte damit für einen wichtigen psychologischen Vorteil.
Auch nach dem Seitenwechsel blieb Schwarzenbach die aktivere Mannschaft. Torjäger Fabian Waldmann erhöhte folgerichtig auf 0:2 und brachte die Gäste weiter auf die Siegerstraße. Riglasreuth versuchte im Anschluss, noch einmal zurückzukommen, und konnte durch Marco Wegmann den Anschlusstreffer erzielen. In der 76. Spielminute sorgte schließlich Lukas Siegler für die Entscheidung, als er zum 1:3-Endstand traf und damit den ersten Sieg im Jahr 2026 für seine Mannschaft perfekt machte. „Das Spiel kann man kurz und knapp zusammenfassen: Die an diesem Tag bessere Mannschaft hat verdient gewonnen“, resümierte Spielertrainer Sebastian Urban nach der Partie. Mit diesem Erfolg verlässt der SC Schwarzenbach den letzten Tabellenplatz und gibt die rote Laterne an den TSV Königstein II weiter.
SV Immenreuth – TSV Pressath 5:2 (1:2)
Zwei völlig unterschiedliche Halbzeiten sahen die Zuschauer am Samstagnachmittag beim Nachholspiel in Immenreuth. Am Ende setzte sich der SV Immenreuth deutlich mit 5:2 gegen den TSV Pressath durch. SVI-Trainer Matthias Müller sprach nach der Partie von einer intensiven Begegnung auf beiden Seiten, in der sein Team vor allem nach der Pause die richtigen Antworten fand. Dabei begann das Spiel zunächst nach Plan für die Gastgeber: Tobias Kraus brachte Immenreuth früh in Führung. Doch Pressath zeigte sich unbeeindruckt und übernahm zunehmend die Kontrolle. Mit druckvollem Offensivspiel drehten die Gäste die Partie noch vor der Halbzeit durch Treffer von Michael Pfleger und Matthias Braun. „Wir müssen in der ersten halben Stunde eigentlich 3:0 führen“, ärgerte sich TSV-Trainer Daniel Käß über die ausgelassenen Chancen. „Spielerisch war das gerade hier in Immenreuth sehr stark.“
Nach dem Seitenwechsel bot sich den Zuschauern jedoch ein komplett anderes Bild. Immenreuth kam deutlich engagierter aus der Kabine und nutzte seine Möglichkeiten nun konsequent. Erneut war es Tobias Kraus, der den Ausgleich erzielte und noch einmal traf. Patrick Drechsler und Lukas Brunner schraubten das Ergebnis schließlich auf 5:2 in die Höhe und sorgten für klare Verhältnisse. „In der zweiten Halbzeit wurde es aus unserer Sicht wild“, so Käß, der trotz der Niederlage noch weitere gute Möglichkeiten für sein Team sah. Matthias Müller hingegen zeigte sich erleichtert: „Der Sieg hat uns sehr viel Kraft gekostet, war aber enorm wichtig. So deutlich, wie das Ergebnis war, war das Spiel bei weitem nicht.“
Kreisklasse West, 21. Spieltag
VfB Mantel – SV Riglasreuth 1:2 (1:0)
In einem Duell zweier Mannschaften aus dem Tabellenmittelfeld setzte sich am Ende der SV Riglasreuth knapp durch und konnte damit die Niederlage aus dem Nachholspiel gegen Pressath wieder wettmachen. Die Partie begann zunächst optimal für die Gastgeber aus Mantel. Bereits in der 5. Spielminute brachte Lukas Kasten seine Mannschaft früh in Führung und sorgte damit für einen perfekten Start. So ging es mit der knappen 1:0-Führung für Mantel in die Halbzeitpause.
Nach der Pause ließ der Ausgleich nicht lange auf sich warten: Felix Kopp traf zum 1:1 und brachte seine Mannschaft zurück ins Spiel. In der Folge blieb Riglasreuth am Drücker und belohnte sich schließlich mit dem Führungstreffer. Torjäger Marco Wegmann war zur Stelle und sorgte mit seinem Treffer für die Entscheidung zugunsten der Gäste. Mit dem Auswärtssieg ist Riglasreuth nun endgültig gesichert und kann die restlichen Spiele ohne Druck angehen. Mantel hingegen muss rechnerisch noch einen Blick nach unten werfen, ein Abrutschen auf einen Relegationsplatz gilt jedoch als eher unwahrscheinlich.
SV Immenreuth – SV Wildenreuth 0:0
Beim zweiten Spiel innerhalb von 48 Stunden kam der SV Immenreuth nicht über ein 0:0 gegen Aufsteiger SV Wildenreuth hinaus. Nach der intensiven Partie war den Hausherren die Belastung deutlich anzumerken, sodass insgesamt nur wenige klare Torchancen zustande kamen. Trainer Matthias Müller sah vor allem die Kräfteverhältnisse als entscheidenden Faktor: „Gegen Wildenreuth hat man uns das intensive Spiel vom Samstag angemerkt. Am Schluss war es ein gerechtes Unentschieden, wobei wir kurz nach der Halbzeit zwei hundertprozentige Chancen vergeben haben.“ Dennoch zeigte er sich mit dem Wochenende zufrieden: „Minimum vier Punkte war unser Ziel, das haben wir erreicht.“
Auch die Gäste konnten mit dem Punkt gut leben. Wildenreuths Trainer Thomas Bayer sprach von einer erwartungsgemäß umkämpften Begegnung: „Gerechtes Unentschieden für beide Teams. Es war intensiv und beide Mannschaften hatten ihre Möglichkeiten, haben diese aber nicht genutzt.“ Über weite Strecken neutralisierten sich beide Teams, sodass sich das Spielgeschehen überwiegend im Mittelfeld abspielte. Defensiv standen beide Mannschaften stabil, während im Angriff die letzte Durchschlagskraft fehlte. Für den SV Immenreuth bedeutet das Remis einen weiteren Schritt Richtung Klassenerhalt, der nahezu gesichert ist. Wildenreuth hingegen muss in den verbleibenden Spielen noch punkten, um endgültig auf der sicheren Seite zu sein.
SV Hahnbach II – SV 08 Auerbach II
Im Duell der beiden zweiten Mannschaften aus Hahnbach und Auerbach setzte sich der favorisierte Gastgeber am Ende verdient durch und festigte damit den dritten Tabellenplatz. Die Mannschaft von Trainer Christian Gäck bleibt somit weiter im Rennen um die Aufstiegsrelegation. Die Partie war über weite Strecken von den Hausherren geprägt, die das Spiel kontrollierten und sich ein deutliches Chancenplus erarbeiteten. Allerdings dauerte es bis in die zweite Halbzeit, ehe sich die Überlegenheit auch auf der Anzeigetafel widerspiegelte. Simon Dehling brachte Hahnbach in der 50. Spielminute in Führung, ehe Patrick Höllerer in der 72. Minute den verdienten 2:0-Endstand herstellte.
„Ein verdienter Sieg für uns, obwohl es uns der Gegner durch Einsatz und Laufbereitschaft nicht leicht gemacht hat. Mit der Chancenverwertung können wir noch nicht ganz zufrieden sein, aber wir haben wichtige Punkte gesammelt“, resümierte Gäck nach dem Spiel. Auf Seiten der Gäste zeigte sich Trainer Andreas Trenz trotz der Niederlage nicht unzufrieden mit dem Auftritt seiner Mannschaft. „Mit etwas Glück wäre vielleicht ein Unentschieden möglich gewesen, aber Hahnbach war über die gesamten 90 Minuten spielbestimmend“, ordnete er die Partie realistisch ein. Dennoch lobte er die kämpferische Leistung seines Teams, das immer wieder Nadelstiche setzen konnte. „Meine Mannschaft hat alles auf dem Platz gelassen und überragend gekämpft. Wenn wir diese Einstellung beibehalten, können wir in den nächsten Spielen noch wichtige Punkte holen“, zeigte sich Trenz zuversichtlich für die kommenden Aufgaben.
TSV Pressath – DJK Ebnath 0:0
Der TSV Pressath hat am Ostermontag trotz klarer Überlegenheit nur ein torloses Unentschieden gegen die DJK Ebnath erreicht und dabei zahlreiche hochkarätige Chancen ungenutzt gelassen. Bereits während der Partie zeigte sich Pressaths Trainer Daniel Käß unzufrieden – insbesondere mit der Chancenverwertung, die sich im Vergleich zum Spiel in Immenreuth nochmals verschlechtert hatte. Schon zur Halbzeit hätten die Gastgeber deutlich führen müssen. „Wir hätten mit 5:0 oder 6:0 vorne liegen können“, so Käß, dessen Mannschaft reihenweise beste Möglichkeiten vergab. Neben dem eigenen Unvermögen war es vor allem Ebnaths Torhüter Manuel Schmid, der mit einer herausragenden Leistung einen Rückstand verhinderte. Immer wieder parierte er auch scheinbar unhaltbare Bälle und hielt seine Mannschaft im Spiel. Auch nach dem Seitenwechsel änderte sich das Bild kaum. Pressath blieb das dominierende Team, erspielte sich weiterhin Chancen, scheiterte jedoch entweder am glänzend aufgelegten Keeper oder am Aluminium.
„Wenn ich sage, dass uns an diesem Doppelspieltag mindestens zehn Tore fehlen, ist das nicht übertrieben“, ärgerte sich Käß. Entsprechend deutlich fiel sein Fazit aus: „Mit nur einem Punkt aus diesem Wochenende können wir nicht zufrieden sein – das ist nicht unser Anspruch.“ Auf der Gegenseite konnte sich die DJK Ebnath über einen glücklichen Punktgewinn freuen. Trainer Johannes Reiß sprach offen von einem schwachen Auftritt seiner Mannschaft: „Es war kein gutes Spiel von uns. Das 0:0 ist ein glücklicher Punkt.“ Besonders hob er die Leistung von Torhüter Schmid hervor, der vor allem in Eins-gegen-eins-Situationen glänzte und gemeinsam mit zweimal Aluminium die Null festhielt.
SC Schwarzenbach – FC Dießfurt 1:2 (1:1)
Der SC Schwarzenbach hat im Nachbarschaftsduell den Tabellenführer aus Dießfurt am Rande einer Niederlage gehabt, musste sich am Ende jedoch denkbar knapp mit 1:2 geschlagen geben. Dabei erwischte der Außenseiter den perfekten Start in die Partie. Spielertrainer Sebastian Urban brachte seine Mannschaft früh in Führung. Doch noch vor dem Halbzeitpfiff gelang Dießfurt durch David Raß der Ausgleich. Kurz darauf folgte die nächste entscheidende Szene: Tim Arnold sah die Rote Karte, sodass die Gäste die gesamte zweite Halbzeit in Unterzahl bestreiten mussten. „Es war das erwartet schwere Derby“, meinte Dießfurts Henry Schraml, der gleichzeitig die Entscheidung des Schiedsrichters als zu hart bewertete.
Trotz Unterzahl übernahm der Ligaprimus nach dem Seitenwechsel zunehmend die Kontrolle und setzte Schwarzenbach unter Druck. Die Gastgeber verteidigten jedoch leidenschaftlich und versuchten mit allen Mitteln, den Punkt festzuhalten. Immer wieder unterbrachen sie den Spielfluss, sodass Dießfurt zwar zu einigen Standardsituationen kam, diese jedoch zunächst nicht nutzen konnte. Als vieles bereits auf ein Unentschieden hindeutete, fiel die Entscheidung in der Nachspielzeit: Nach einem Foul an Sebastian Kraus zeigte der Schiedsrichter auf den Punkt. Den fälligen Elfmeter verwandelte Miroslav Havel sicher zum 2:1-Sieg für Dießfurt. „Sehr schade und bitter für uns“, ärgerte sich Sebastian Urban nach dem Spiel über die späte Entscheidung, die er als fragwürdig bezeichnete. Dennoch lobte er die Leistung seines Teams, das trotz personeller Probleme eine starke und geschlossene Vorstellung zeigte.
SV Neusorg – SVSW Kemnath 4:3 (1:1)
120 Zuschauer sahen am Ostermontag ein echtes Spitzenspiel in der Kreisklasse, das diesem Namen absolut gerecht wurde. Die Gäste aus Kemnath erwischten den besseren Start und fanden schneller in die Partie, ohne jedoch zunächst Kapital daraus schlagen zu können. Mit zunehmender Spielzeit kam der SV Neusorg immer besser ins Spiel und ging in der 25. Minute in Führung – allerdings mit freundlicher Unterstützung des Gegners: Sebastian Haberzeth beförderte den Ball bei einem Klärungsversuch unglücklich ins eigene Tor. Kurz vor der Pause zeigte sich die Defensive der Gastgeber jedoch zu passiv. Kemnath nutzte die sich bietenden Räume konsequent aus und Serhat Kaya erzielte den verdienten 1:1-Ausgleich.
Nach dem Seitenwechsel erwischten erneut die Gäste den besseren Start. Lukas Baier kam frei zum Kopfball und brachte Kemnath mit 2:1 in Front. Doch Neusorg zeigte Moral: Nachdem Sebastian Heser den Gästekeeper noch geprüft hatte, war Marijan Würtele zur Stelle und verwertete den Abpraller zum 2:2. Nur wenige Minuten später drehte Heser selbst die Partie, als er einen individuellen Fehler in der Kemnather Abwehr eiskalt zum 3:2 nutzte. In der 77. Minute legte Neusorg nach: Nach einem Steilpass von Würtele setzte sich Christopher König über außen durch und brachte den Ball scharf vors Tor, wo ein Kemnather Verteidiger erneut unglücklich ins eigene Tor traf – 4:2. Kemnath gab sich jedoch nicht geschlagen und verkürzte durch einen sehenswerten Distanzschuss von Kaya noch einmal auf 4:3. In der Schlussphase verteidigte Neusorg leidenschaftlich und ließ keine klare Chance mehr zu. Trainer Patrick Müller zeigte sich entsprechend stolz: „Das war ein Sieg des Willens.“ Gästecoach Tobias Gradl sprach von einer bitteren Niederlage, da man sich durch eigene Fehler selbst geschlagen habe.
SG DJK Seugast/FC Schlicht – TSV Königstein II 2:0 (1:0)
Die Spielgemeinschaft DJK Seugast/FC Schlicht II hat mit dem nächsten Sieg in der Kreisklasse wieder Anschluss an die Relegationsplätze hergestellt. Gegen den TSV Königstein II setzte sich die Heimelf am Ende verdient mit 2:0 durch. Dabei hätte die Mannschaft von Trainer Florian Weiß bereits früher in Führung gehen können. „Eigentlich hätten wir bereits früher treffen müssen, vor allem nach Standards“, so der DJK-Coach nach der Partie. Dennoch dauerte es bis zur 32. Minute, ehe Jonas Roider mit einem sehenswerten Distanzschuss das 1:0 erzielte. Die Gäste aus Königstein konzentrierten sich im ersten Durchgang fast ausschließlich auf die Defensive und wurden offensiv kaum gefährlich.
Nach dem Seitenwechsel zeigte sich Königstein etwas mutiger und kam vereinzelt vor das Tor der Gastgeber, ohne jedoch zwingende Chancen herauszuspielen. Seugast hatte die Partie weitgehend im Griff und ließ defensiv nur wenig zu. In der 63. Minute sorgte Timo Nürnberger schließlich für die Vorentscheidung, als er zum 2:0 traf und den Sack damit endgültig zumachte. „Es war ein verdienter Sieg, der uns weiterhin alle Möglichkeiten offenhält. Wir werden sehen, was die letzten Spiele noch bringen“, resümierte Weiß zufrieden. Auf der Gegenseite erkannte Trainer Bernd Schmidt die Leistung des Gegners an: „Seugast hat das Spiel gemacht, wir haben gut verteidigt. Am Ende des Tages ist der Sieg verdient, aber meiner Mannschaft kann ich keinen Vorwurf machen. Nach vorne hat uns einfach die Durchschlagskraft gefehlt.“



