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RE-Solar – 41.440
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Kreisklasse West: Neusorg und Kemnath schließen auf

Nordoberpfalz. Seugast/Freihung und Kirchenthumbach können nicht gewinnen, dafür aber Neusorg und Kemnath. Alle vier Teams sind nun punktgleich an der Spitze.

Kreisklasse West: Neusorg und Kemnath schließen auf

Ebnath (dunkle Trikots) verteidigten in Kirchenthumbach sehr gut und ließen nichts zu. Foto: Jürgen Masching

Kreisklasse West, 4. Spieltag

Freitag, 14.08.2026

SV Neusorg – SV Immenreuth 4:0 (1:0)

Der SV Neusorg nahm gegen einen stark ersatzgeschwächten SV Immenreuth von Beginn an das Heft in die Hand, agierte zunächst aber oftmals zu ungeduldig und ungenau, sodass sich bis zur Trinkpause keine nennenswerten Torchancen ergaben. In der 30. Minute fiel dann die verdiente Führung: Tim Burger schickte Simon Heser auf die Reise, der den herausstürmenden Torhüter sehenswert überlupfte und zum 1:0 traf. Kurz darauf hätte Neusorg beinahe nachgelegt, als Christopher König nach einem Fehlpass plötzlich alleine vor dem Gästetor stand, uneigennützig auf Heser ablegte, dieser den Ball aber knapp am Tor vorbeischob. Mit einer 1:0-Führung und deutlichem Übergewicht ging es für Neusorg in die Pause. Nach dem Seitenwechsel wollte die Heimelf zwingender auftreten – was eindrucksvoll gelang. In der 51. Minute erhöhte Heser auf 2:0, nur eine Minute später schlenzte Niklas Burger eine Ablage sehenswert in den Winkel zum 3:0.

Wiederum zwei Minuten später nutzte Rene Hupas einen Abpraller und verwandelte per straffem Dropkick zum 4:0 – innerhalb von nur vier Minuten stellte Neusorg damit den Endstand her. Der SV Immenreuth blieb trotz des deutlichen Rückstands bemüht, kam aber nur einmal gefährlich vor das Neusorger Tor. Am Ende stand ein auch in dieser Höhe verdienter Heimsieg. Trainer Patrick Müller sprach von einer teils zu langsamen und in der ersten Halbzeit ungeduldigen Spielweise, dennoch habe man den Gegner nie wirklich ins Spiel kommen lassen. Die Minuten nach der Pause seien stark gewesen und hätten die Partie entschieden – zudem sei es der dritte Heimerfolg in Serie, worauf man aufbauen könne. Immenreuths Trainer Matthias Müller machte seinem Team taktisch und kämpferisch keinen Vorwurf, sah seine Mannschaft aber in einer achtminütigen Phase der zweiten Halbzeit von der Rolle, in der gleich drei Gegentore fielen. Er gratulierte Neusorg zu einem absolut verdienten Sieg.

SG Seugast/Freihung – SV Waldeck 0:0

Der bisherige Spitzenreiter aus Seugast musste am vierten Spieltag die ersten Punkte der Saison abgeben. Der starke Aufsteiger aus Waldeck trotzte der Mannschaft aus dem Landkreis Amberg-Sulzbach beim torlosen Remis einen Zähler ab. Florian Weiß von der SG zeigte sich im Nachhinein etwas enttäuscht: Man habe genügend Chancen gehabt, um die Partie zu entscheiden, in jedem Spiel arbeite man sich gute Möglichkeiten heraus, diesmal habe man sie aber nicht verwertet. Man traue sich deshalb definitiv zwei Punkte hinterher, auch wenn Waldeck immer wieder gefährlich gewesen sei. Gleichzeitig lobte Weiß die eigene Defensivleistung: Man habe an diesem Tag sehr gut gestanden und vor allem viele Luftzweikämpfe für sich entschieden. Waldeck habe permanent mit langen Bällen auf den Stürmer gearbeitet, diese Aktionen habe man aber durchweg unter Kontrolle gehabt. Es sei eine wirklich starke Abwehrleistung gewesen, verbunden mit einem weiteren Zu-null-Spiel, weshalb es diesbezüglich nichts vorzuwerfen gebe. Einziger Kritikpunkt bleibe die Chancenverwertung, wäre hier ein Treffer gelungen, wäre der Sieg völlig verdient gewesen. Dass Waldeck nach dem Schlusspfiff gefeiert habe, als hätte man selbst gewonnen, spreche für sich, so Weiß. Dennoch bleibe es nach vier Spieltagen und zehn Punkten ein sehr guter Saisonstart.

Waldecks Trainer Michael Sollfrank sah die Ausgangslage naturgemäß anders und erklärte, dass man unterm Strich besser mit der Punkteteilung leben könne als die SG Seugast/Freihung. Die Heimmannschaft habe mehr Ballbesitz gehabt und das Tempo immer wieder hochgehalten, sodass seine Mannschaft viel Laufarbeit habe leisten müssen. Bis auf wenige Chancen habe man aber insgesamt gut gestanden und nicht viel zugelassen. Lediglich die eigenen Offensivaktionen hätten an diesem Tag etwas gefehlt, was auch der Stärke der SG Seugast/Freihung geschuldet gewesen sei. Man nehme den Punkt gerne mit nach Waldeck und gehe positiv in die nächste Aufgabe.

Samstag, 15.08.2026

SC Kirchenthumbach – DJK Ebnath 0:0

Der bisher verlustpunktfreie SC Kirchenthumbach kam nach 90 Minuten nicht über ein torloses Unentschieden hinaus. Zwar waren die Gastgeber über die gesamte Spielzeit die dominierende Mannschaft, kamen jedoch kaum zu gefährlichen Situationen vor dem gegnerischen Tor. Trainer Christian Ringler erklärte, Ebnath sei wie erwartet sehr defensiv und gut organisiert aufgetreten, was nach der 7er-Klatsche in der Vorwoche auch zu erwarten gewesen sei. Man habe diesmal nicht den richtigen Schlüssel gefunden, um ein Tor zu erzielen, bei den herrschenden Wetterbedingungen sei es zudem irgendwann schwer geworden, noch einen Gang zuzulegen. Mit zehn Punkten aus vier Spielen sei man mit dem Saisonstart dennoch sehr zufrieden, gerade in der aktuellen Urlaubszeit gelte es nun, die kommenden drei Wochen durchzustehen.

Grammer Solar
Grammer Solar

Ebnath konnte sich nach dem 1:7 gegen Kemnath vor allem in der Defensive rehabilitieren und ließ auch nach der Gelb-Roten Karte in der Schlussphase kaum etwas zu. Florian Horn von der DJK sprach von einem äußerst unglücklichen Start in die Partie gegen den erwartet starken Gegner aus Kirchenthumbach, mussten doch bereits nach 35 Minuten verletzungsbedingt drei Spieler ausgewechselt werden. Trotz dieser Rückschläge habe die Mannschaft eine beeindruckende Reaktion gezeigt: Jeder Spieler habe sich in die Zweikämpfe geworfen und um jeden Ball sowie jeden Zentimeter gekämpft. Kirchenthumbach habe zwar mehr Druck und Spielanteile gehabt, die eigene Mannschaft aber geschlossen und leidenschaftlich verteidigt – auch nach der Ampelkarte habe man konsequent dagegengehalten. Genau diese Reaktion sei nach der Derby-Niederlage gefordert gewesen, die Mannschaft habe Charakter, Zusammenhalt und die nötige kämpferische Einstellung bewiesen. Nun gelte es, die Kräfte zu bündeln, die verletzten Spieler möglichst schnell zurückzubekommen und sich auf die kommenden Aufgaben vorzubereiten. In zwei Wochen stehe der Doppelspieltag an, dann solle wieder voll angegriffen werden.

SVSW Kemnath – SV Wildenreuth 4:2 (1:1)

Zum Wiesenfest in Kemnath holten die Gastgeber die nächsten drei Punkte, brauchten dafür allerdings einige Anlaufzeit, um die Gäste aus Wildenreuth zu bezwingen. Diese hatten ihr letztes Spiel mit 1:10 verloren und wollten sich entsprechend rehabilitieren. Tobias Gradl aus Kemnath sprach im Nachhinein von keinem guten Spiel seiner Mannschaft. Wildenreuth habe sehr gut und kompakt verteidigt, während man selbst zwar bemüht gewesen sei, über weite Strecken aber keinen wirklichen Lösungsweg gefunden habe. Das zwischenzeitliche 1:2 sei deshalb auch nicht ganz unverdient gewesen, da Wildenreuth deutlich mehr investiert habe als die eigene Mannschaft. Umso wichtiger sei es gewesen, dass die Truppe am Ende Moral gezeigt und die Partie innerhalb kürzester Zeit noch gedreht habe. Genau solche Spiele müsse man am Ende für sich entscheiden, wenn man vorne mitspielen wolle.

Zwar brachte Jannis Merkl die Kemnather zunächst in Führung, doch Jonas Häupler glich für die Gäste aus. Nach dem Seitenwechsel gingen die Gäste durch Lean Bayerlein sogar in Front, ehe Martin Pasieka (2) und Maximilian Herr die Partie noch drehten. Wildenreuths Trainer Thomas Bayer sprach von einem ganz anderen Auftreten seiner Mannschaft, das trotz des am Ende unglücklichen Ausgangs Mut für den weiteren Saisonverlauf mache. Bislang sei es zwar ein äußerst bescheidener Saisonverlauf, bringe man die Leistung vom Samstag aber Woche für Woche, könne es nur besser werden. Zumindest ein Punktgewinn wäre gegen Kemnath nicht unverdient gewesen, so Bayer abschließend.

Sonntag, 16.08.2026

SV Riglasreuth – VfB Mantel 3:0 (2:0)

Die Gastgeber aus Riglasreuth zeigten eindrucksvoll ihre Heimstärke gegen den VfB Mantel. Bereits in den ersten 45 Minuten legten sie durch Treffer von Jonas Heinl und Robin Hecht innerhalb von nur 120 Sekunden den Grundstein für den späteren Heimsieg. Trainer Lukas Emmerich erklärte, seine Mannschaft sei von Beginn an mit der richtigen Einstellung in das erwartete Kampfspiel gegangen. Man habe defensiv sehr gut gearbeitet und die eigenen Chancen konsequent genutzt. Mantel habe dagegen fast ausschließlich mit langen Bällen agiert und die wenigen sich bietenden Torchancen teils kläglich vergeben. Von daher gehe der Sieg auch in dieser Höhe völlig in Ordnung, so Emmerich.

In Mantel wartet man auch nach dem vierten Spieltag weiterhin auf den ersten Saisonsieg. Mit aktuell zwei Punkten auf dem Konto steht die Mannschaft im unteren Tabellendrittel und muss nun im nächsten Spiel gegen Neusorg auf den ersten Dreier der Saison hoffen.

Germania Amberg – TSV Pressath 6:1 (2:0)

Die Heimelf von Spielertrainer Remigiusz Szewczyk zeigte sich am Sonntag sehr treffsicher und gewann deutlich mit 6:1 gegen den Tabellenletzten aus Pressath. Patrick Donhauser (2), Remigiusz Szewczyk, Adrian Mayer, Paul Schweiger und Thomas Schlaffer zeichneten sich als Torschützen für Amberg verantwortlich. Szewczyk räumte im Nachhinein ein, dass ein 6:1 zwar ein deutliches Ergebnis sei, die Partie aber auch anders hätte laufen können. Pressath habe den besseren Start erwischt und es verpasst, ein oder zwei Tore zu erzielen. Nach etwa 20 Minuten sei man dann besser ins Spiel gekommen, habe den Ball besser laufen lassen und dadurch auch zwei Treffer erzielt. Nach der Pause habe man ein kommunikatives Problem in der Defensive gehabt, das der Gegner zum Anschlusstreffer genutzt habe. Man sei jedoch schnell zurückgekommen, habe die eigene Qualität gezeigt und die sich bietenden Chancen konsequent genutzt. Am Ende sei es ein verdienter Sieg gewesen, so Szewczyk.

In Pressath ist man aktuell etwas ratlos über den bisherigen Saisonverlauf. Einziger Torschütze für den TSV war Korbinian Fischer zum zwischenzeitlichen 1:2. Trainer Daniel Käß erklärte, man sei in den ersten 20 Minuten gut im Spiel gewesen, habe dann aber wie schon häufiger aus unerklärlichen Gründen dermaßen nachgelassen, dass dieses Ergebnis zustande gekommen sei. Daran gebe es im Nachhinein auch nichts zu beschönigen, die gezeigte Leistung sei ein einziges Defizit gewesen. Man werde dies nun intern aufarbeiten müssen und wisse, dass hier Arbeit auf die Mannschaft zukomme.

TSG Weiherhammer – SV Hahnbach II 3:0 (0:0)

Der Aufsteiger aus Weiherhammer fuhr am vierten Spieltag den ersten Saisonsieg ein – und das absolut verdient. Die Torschützen für die Gastgeber nach dem Seitenwechsel waren Markus Falkenstein, Stephan Harrer und Faith Demir. Trainer Christoph Herrmann, der sich aktuell im Urlaub befindet, erklärte im Nachhinein, dass der Sieg in Summe nicht unverdient gewesen sei, da man die Tugenden, die die Mannschaft in der vergangenen Saison so stark gemacht hätten, wieder gezeigt habe. Man habe den spielstärkeren Gästen kämpferisch Paroli geboten und zum richtigen Zeitpunkt die Tore erzielt. Herrmann sprach seinen Respekt der Mannschaft sowie den beiden Interimstrainern aus, die die Partie in seiner Abwesenheit betreut hatten. Nun gelte es, den gewonnenen Schwung in die kommenden Spiele mitzunehmen, da in den nächsten Wochen Gegner aus der eigenen Tabellenregion warteten.

Hahnbachs Trainer Holger Fleck sah die Sache naturgemäß kritischer. In der ersten Halbzeit habe man drei klare Chancen liegen gelassen und es versäumt, in Führung zu gehen. In der zweiten Halbzeit habe dann auch aufgrund individueller Fehler der Gegner die besseren Aktionen gezeigt und die eigene Mannschaft mit drei Gegentoren bestraft. Die zweite Halbzeit sei von der eigenen Mannschaft schlicht komplett schlecht gewesen, so Fleck, der abschließend nach Weiherhammer gratulierte.

Kreisklasse West

Weitere Infos gibt es auf den Seiten des BFV.