Kreisklasse West: Pressath ärgert im Derby den Spitzenreiter
Kreisklasse West: Pressath ärgert im Derby den Spitzenreiter
Kreisklasse West, 20. Spieltag
Samstag, 28.03.2026
TSV Königstein – SV Neusorg 1:1 (0:0)
Auf dem schwer bespielbaren B-Platz in Königstein entwickelte sich die erwartet zähe Partie. Geordnetes Kombinationsspiel war kaum möglich, sodass beide Teams überwiegend mit langen Bällen agierten. Die Gastgeber gingen konsequent in die Zweikämpfe und machten es dem SV Neusorg schwer, ins Spiel zu finden. Dennoch hatte Neusorg durch Christopher König zweimal die große Chance zur Führung, doch der starke TSV-Keeper verhinderte den Rückstand. So blieb es zur Pause beim 0:0.
Nach dem Seitenwechsel kam Neusorg besser ins Spiel und erspielte sich mehrere Möglichkeiten. In der 75. Minute fiel schließlich die verdiente Führung: Nach einem Foul im Strafraum verwandelte Raphael Herold den fälligen Elfmeter sicher zum 1:0. Doch in der Schlussphase verpassten es die Gäste, den Vorsprung über die Zeit zu bringen. In der letzten Minute nutzte Michael Pirner eine unklare Situation in der Defensive, setzte sich durch und traf mit einem strammen Schuss zum 1:1-Endstand. „Es war extrem schwierig, auf diesem Platz Fußball zu spielen. Königstein hat alles reingehauen und sich den Punkt erkämpft“, resümierte Neusorgs Trainer Patrick Müller. Insgesamt ging das Unentschieden unter den schwierigen Bedingungen in Ordnung.
Sonntag, 29.03.2026
SV 08 Auerbach II – SV Immenreuth 3:2 (0:0)
Im wichtigen Duell im Tabellenkeller setzte sich der SV 08 Auerbach II knapp mit 3:2 gegen den SV Immenreuth durch und sammelte damit drei enorm wichtige Punkte im Abstiegskampf. Beide Mannschaften begannen zunächst vorsichtig, doch die Gastgeber hatten bereits in der ersten Halbzeit ein deutliches Chancenplus. Allerdings fehlte im Abschluss die nötige Präzision, sodass es torlos in die Pause ging. „Wir waren über 90 Minuten die spielbestimmende Mannschaft, hatten aber zunächst Pech im Abschluss“, so Trainer Andreas Trenz.
Nach dem Seitenwechsel erhöhte Auerbach den Druck und wurde belohnt: Erdal Izmire traf in der 65. Minute zur Führung. Doch wie so oft in dieser Saison hielt die Führung nicht lange – Patrick Drechsler glich wenig später für Immenreuth aus. Erneut gingen die Gastgeber in Führung, als Kapitän Noah Ross einen Freistoß sehenswert im Torwinkel versenkte. Doch auch diesmal fand Immenreuth die Antwort: Jan Brunner erzielte den erneuten Ausgleich. In der Schlussphase überschlugen sich dann die Ereignisse. Brunner sah die Ampelkarte, und die Überzahl nutzte Auerbach schließlich aus. Erdal Izmire krönte seine starke Leistung in der 88. Minute mit dem umjubelten Siegtreffer. „Der Sieg war mehr als verdient“, resümierte Trenz, während Immenreuths Trainer Matthias Müller deutlich wurde: „Eine ganz schwache Leistung von uns. Mehr will ich dazu nicht sagen.“
SC Schwarzenbach – SVSW Kemnath 0:6 (0:2)
Der SC Schwarzenbach muss im Abstiegskampf einen weiteren herben Rückschlag hinnehmen. Gegen den SVSW Kemnath setzte es eine deutliche 0:6-Niederlage, auch wenn das Ergebnis den Spielverlauf nur teilweise widerspiegelt. In der ersten Halbzeit begegneten sich beide Teams noch auf Augenhöhe. Schwarzenbach hielt gut dagegen und hatte selbst Möglichkeiten zur Führung, geriet jedoch nach einem Standard durch Maximilian Herr (20.) mit 0:1 in Rückstand. „Es war ein ausgeglichenes Spiel, in dem wir auch ein bis zwei Tore hätten machen können“, so SCS-Trainer Sebastian Urban.
Kurz nach dem Seitenwechsel folgte dann die spielentscheidende Szene: Ein schwerer individueller Fehler führte zum frühen 0:2 und brachte Schwarzenbach komplett aus dem Konzept. In der Folge nutzte Kemnath die sich bietenden Räume konsequent aus und baute die Führung weiter aus. Herr traf noch zweimal, dazu waren Lukas Baier, Erdžhan Yozkan und Ramiz Toqan erfolgreich. „Am Ende ist das Ergebnis vielleicht etwas zu hoch, aber aufgrund der zweiten Halbzeit absolut verdient“, resümierte Urban, der nun vor allem fordert, die individuellen Fehler abzustellen und die eigenen Chancen besser zu nutzen. Kemnaths Trainer Tobias Gradl sah in dem frühen 2:0 nach der Pause den entscheidenden Knackpunkt: „Das war der Dosenöffner. Danach haben wir unsere Chancen gut genutzt.“ Mit dem klaren Sieg untermauert Kemnath seine Ambitionen im oberen Tabellendrittel, während Schwarzenbach weiter um den Klassenerhalt kämpfen muss.
FC Dießfurt – TSV Pressath 0:0
Über 200 Zuschauer sahen am Sonntagnachmittag ein intensives Derby zwischen dem FC Dießfurt und dem TSV Pressath, das am Ende ohne Sieger blieb. In einer kampfbetonten, aber überwiegend fair geführten Partie konnten sich beide Mannschaften keine entscheidenden Vorteile erspielen. Die Gäste aus Pressath standen vor allem in der ersten Halbzeit defensiv sehr stabil und ließen dem Tabellenführer kaum Räume. Dießfurt kam nur selten gefährlich vor das Tor, die beste Gelegenheit vergab Torjäger Simon Schmid, der knapp verzog. Gefährlich wurde der FCD meist nur nach Standards, die Pressath jedoch mit großem Einsatz verteidigte. Auf der anderen Seite setzten die Gäste immer wieder Nadelstiche und hatten selbst zwei bis drei gute Chancen zur Führung.
Nach dem Seitenwechsel übernahm Dießfurt zunehmend die Kontrolle und drängte auf den Sieg. Pressath wurde in die eigene Hälfte gedrückt, verteidigte jedoch mit viel Leidenschaft und auch dem nötigen Quäntchen Glück das torlose Remis. „Es war ein absolutes Kampfspiel. Insgesamt ist das Unentschieden gerecht“, so Dießfurts Henry Schraml. Pressaths Trainer Daniel Käß lobte vor allem die Defensive seiner Mannschaft: „Wir haben eine unglaubliche Resilienz gezeigt. Es war vielleicht sogar mehr drin.“ So blieb es am Ende beim 0:0, mit dem beide Teams leben können – auch wenn für Pressath zeitweise sogar ein Auswärtssieg möglich schien.
SV Wildenreuth – VfB Mantel 2:1 (1:1)
Der SV Wildenreuth hat im Abstiegskampf einen enorm wichtigen Heimsieg gefeiert und den VfB Mantel mit 2:1 bezwungen. Angesichts der Ergebnisse der Konkurrenz könnten diese drei Punkte am Ende „goldwert“ sein. Die Gastgeber erwischten einen guten Start und gingen bereits in der 12. Minute durch Daniel Hofmann in Führung. In der Folge hatte Wildenreuth sogar die große Chance, auf 2:0 zu erhöhen, ließ diese jedoch ungenutzt. Mantel kam eher überraschend zurück ins Spiel und glich nach einer Standardsituation durch Andreas Mark in der 32. Minute aus.
Nach dem Seitenwechsel hatte Wildenreuth dann auch das nötige Glück auf seiner Seite: Ein Eigentor von Peter Winter brachte die erneute Führung (55.). In der Schlussphase verteidigten die Hausherren leidenschaftlich und brachten den Vorsprung über die Zeit. „Der Sieg geht in Ordnung. Wir haben über weite Strecken ein gutes Spiel gemacht“, zeigte sich Trainer Thomas Bayer zufrieden. Durch den Erfolg baut der Aufsteiger seinen Vorsprung auf die Abstiegsplätze weiter aus und verschafft sich etwas Luft im Tabellenkeller, während Mantel trotz der Niederlage im gesicherten Mittelfeld bleibt.
SV Riglasreuth – SG DJK Seugast/FC Schlicht II 0:1 (0:1)
Auf dem kleinen Platz in Riglasreuth setzte sich die SG DJK Seugast/FC Schlicht II knapp mit 1:0 durch und nahm drei wichtige Punkte mit in den Landkreis Amberg-Sulzbach. Wie bereits im Vorfeld erwartet, entwickelte sich eine kampfbetonte und zähe Partie. Die Gastgeber agierten überwiegend mit langen Bällen, während die Gäste versuchten, spielerische Lösungen zu finden – was auf dem schwer bespielbaren Untergrund jedoch nur phasenweise gelang. Die entscheidende Szene ereignete sich in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit: Jonas Roider verwandelte einen Strafstoß zum 1:0 für die Spielgemeinschaft.
In der zweiten Hälfte blieb es ein umkämpftes Spiel mit wenigen klaren Chancen, in dem Seugast/Schlicht den knappen Vorsprung über die Zeit brachte. „Wir haben den Kampf angenommen und einen dreckigen Sieg eingefahren“, zeigte sich Gästetrainer Florian Weiß zufrieden. Mit sechs Punkten aus den ersten beiden Spielen nach der Winterpause ist der Start ins neue Jahr gelungen. Tabellarisch hat das Ergebnis keine großen Auswirkungen: Riglasreuth bleibt im gesicherten Mittelfeld, während die Spielgemeinschaft weiterhin davor platziert ist.
DJK Ebnath – SV Hahnbach II 2:3 (1:2)
Die DJK Ebnath musste sich in einer umkämpften Partie knapp mit 2:3 gegen den SV Hahnbach II geschlagen geben – und das trotz engagierter Leistung. „Wir waren die aktivere Mannschaft und ein Unentschieden wäre mindestens verdient gewesen“, zeigte sich DJK-Trainer Johannes Reiß nach dem Spiel enttäuscht. Zunächst hatten die Gastgeber die Chance zur Führung, doch den ersten Treffer erzielten die Gäste: Simon Dehling traf in der 18. Minute zum 0:1. Ebnath antwortete jedoch schnell – Dominik Plannerer glich in der 28. Minute aus. Die Freude währte allerdings nur kurz, denn Lukas Petermaier brachte Hahnbach nur vier Minuten später erneut in Front. „Das 2:1 war eine Kopie des ersten Gegentores“, ärgerte sich Reiß.
Nach dem Seitenwechsel erhöhte Ebnath den Druck und wurde belohnt: Pape Ndiaye setzte sich stark durch und erzielte in der 52. Minute den verdienten Ausgleich. In der Folge verpassten es die Hausherren jedoch, ihre guten Chancen zur Führung zu nutzen. Die Entscheidung fiel schließlich in einer Überzahlsituation für die Gäste: Nach einer Zeitstrafe gegen Marco Serfling nutzte Spielertrainer Christian Gäck einen Konter zum 2:3-Endstand. „Schade, dass wir uns für die letzten Leistungen nicht belohnen konnten“, so Reiß. Gästetrainer Gäck sprach von einem zerfahrenen Spiel, lobte aber die kämpferische Leistung seines Teams und freute sich über „dreckige“ drei Punkte im Kampf um Platz drei.




