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Steinwald Allianz – Artenschutztag
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Kreisklasse West: Quartett weiter im Gleichschritt an der Spitze

Weiden. Kirchenthumbach, Kemnath, Neusorg und die SG aus Seugast und Freihung absolvieren im Gleichschritt den 5. Spieltag.

Kreisklasse West: Quartett weiter im Gleichschritt an der Spitze

Noah Söllner (schwarz Neusorg) mit einer Ballaktion. Foto Dagmar Nachtigall

Kreisklasse West, 5. Spieltag

Samstag, 22.08.2026

SV Wildenreuth – SC Kirchenthumbach 2:4 (1:3)

Die Gastgeber hatten mit dem SC Kirchenthumbach den vierten starken Gegner in Serie vor der Brust und schlugen sich dabei achtbar. Julien Keller brachte die Gäste zunächst in Führung, Matthias Mehlhase konnte für Wildenreuth ausgleichen, doch der an diesem Tag torhungrige Nico Mühlbauer erzielte noch vor dem Pausenpfiff zwei weitere Treffer zum 1:3-Halbzeitstand. Dabile Hofmann verkürzte in der Schlussphase noch einmal, ehe Mühlbauer mit seinem dritten Tor den Endstand von 2:4 herstellte. Wildenreuths Trainer Thomas Bayer sprach von einer umkämpften Partie, die spielerisch nicht groß überzeugt habe. Das sei aktuell aber auch nicht das primäre Ziel, denn mit null Punkten nach fünf Spielen könnten der Mannschaft nur Kampf und Wille weiterhelfen. Dennoch glaube er, dass man stellenweise durchaus gleichwertig agiert habe und mit etwas mehr Glück auch ein Punkt drin gewesen wäre.

Es sei aber nun einmal so, dass selbst wenige Fehler umgehend bestraft würden, wenn man am Tabellenende stehe. Wie schon gegen Kemnath könne er seiner Mannschaft nichts vorwerfen und sei mit Leistung und Leidenschaft grundsätzlich zufrieden. Nach dem anspruchsvollen Auftaktprogramm müsse man nun aber irgendwie zu zählbaren Ergebnissen kommen, was in den kommenden Wochen aus seiner Sicht auch gelingen könne. Kirchenthumbachs Trainer Christian Ringler sprach von einem wichtigen Auswärtsdreier bei den kampfstarken Wildenreuthern. Der Platz sei etwas herausfordernd gewesen, das habe man aber gut angenommen, und auch die neu zusammengestellte, junge Truppe habe ordentlich gearbeitet. Am Ende sei es ein verdienter Auswärtssieg gewesen, so Ringler.

VfB Mantel – SV Neusorg 0:3 (0:1)

Der SV Neusorg wusste um die Schwere des Auswärtsspiels in Mantel und machte von Beginn an Druck auf das Tor der Gastgeber. Bereits nach wenigen Minuten hatte Simon Heser die große Chance zur Führung, sein Abschluss landete jedoch an der Querlatte. In der 10. Minute machte es Heser dann besser: Mit einem straffen Schuss ins untere Eck brachte er die Gäste verdient mit 0:1 in Führung. Neusorg blieb auch in der Folge die spielbestimmende Mannschaft und ließ zwei weitere Großchancen zur Ergebniserhöhung liegen, sodass es trotz der Überlegenheit nur mit einem knappen 0:1 in die Halbzeitpause ging. Nach dem Seitenwechsel kam der SV Neusorg erneut druckvoll aus der Kabine. In der 50. Minute schickte Niklas Burger Christopher König auf die Reise, der aus rund 16 Metern abzog und den Ball sehenswert zum 0:2 im Tor versenkte.

In der 66. Minute spielte Neusorg einen Konter souverän zu Ende: Diesmal war es Niklas Burger selbst, der den Angriff erfolgreich abschloss und mit dem 0:3 für die Vorentscheidung sorgte. Kurz darauf verhinderte Torhüter Wedlich mit einer starken Parade im Eins-gegen-eins den möglichen Anschlusstreffer der Manteler. Am Ende stand ein auch in dieser Höhe verdienter Auswärtssieg für den SV Neusorg, der der Mannschaft viel Selbstvertrauen für die bevorstehenden anspruchsvollen Wochen gibt. Neusorgs Trainer Patrick Müller zeigte sich mit dem Auftritt seiner Mannschaft zufrieden. Man sei von der ersten Minute an sehr konzentriert aufgetreten und habe das Spiel über weite Strecken kontrolliert. Einziger Kritikpunkt sei die Chancenverwertung, da man bereits früher für klare Verhältnisse hätte sorgen können. Dennoch habe die Mannschaft sowohl spielerisch als auch kämpferisch eine starke Leistung gezeigt. Der Sieg gebe Selbstvertrauen, gleichzeitig wisse man, dass in den kommenden Wochen noch einige schwere Aufgaben warteten, so Müller.

Sonntag, 23.08.2026

SV Waldeck – TSV Pressath 3:0 (2:0)

Der Aufsteiger aus Waldeck bleibt weiterhin auf Erfolgskurs und ist die Überraschungsmannschaft der Kreisklasse West. Mit einem 3:0-Erfolg blieb das Team von Trainer Michael Sollfrank auch am fünften Spieltag ungeschlagen. Nach einigen vergebenen Torchancen war es Fabian Dumler, der den SV in Führung brachte, ehe Ricardo Burger noch vor der Pause zum 2:0 erhöhte. Nachdem Pressaths Fabian Fuchs in der zweiten Halbzeit die Rote Karte gesehen hatte, machte Dumler mit seinem zweiten Treffer den Deckel auf das Spiel.

Sollfrank zeigte sich nach fünf Spieltagen sehr zufrieden mit seiner Mannschaft. Man habe auch an diesem Tag über 90 Minuten gut dagegengehalten und verdient gewonnen. Man habe die Tore zum richtigen Zeitpunkt erzielt und sich dadurch die nötige Sicherheit verschafft, so Sollfrank. Pressaths Trainer Daniel Käß räumte ein, dass man sich nach den vergangenen Wochen viel vorgenommen habe. Die ersten 15 Minuten seien auch gut gewesen, dann habe man aber das Körperspiel vernachlässigt und in der Folge die Gegentore kassiert. Zudem fehlten Woche für Woche unterschiedliche Spieler, sodass man jedes Spiel mit einer anderen Formation bestreiten müsse. Die Köpfe lasse man deswegen aber nicht hängen, so Käß abschließend.

SSV Jahn
SSV Jahn

SG Seugast/Freihung – SV Riglasreuth 3:0 (3:0)

Wenn man an diesem Tag überhaupt etwas bemängeln wollte, dann das teils fahrlässige Vergeben zahlreicher Torchancen, vor allem in der zweiten Halbzeit, so Florian Weiß von der Spielgemeinschaft nach dem Erfolg gegen den SV Riglasreuth. Bereits in der ersten Halbzeit stand der 3:0-Sieg für die Gastgeber fest: Jonas Roider erzielte mit einem Doppelpack sowie Michael Bauer die Treffer vor dem Pausenpfiff. In den zweiten 45 Minuten zappelte das Netz dann nicht mehr, es blieb jedoch beim klaren Heimerfolg. Weiß bezeichnete den Sieg als mehr als verdient und zu keiner Zeit gefährdet. Man sei rundum zufrieden mit dem bisherigen Saisonverlauf. Nun folgten mit Neusorg, Kemnath und Kirchenthumbach drei weitere anspruchsvolle Aufgaben, dann werde sich zeigen, wohin die Reise gehe.

Riglasreuths Trainer Lukas Emmerich, der sich selbst im Urlaub befand und die Informationen von Thomas Hiltner erhielt, erklärte, dass mit einer stark ersatzgeschwächten Mannschaft am Sonntag nicht mehr zu holen gewesen sei. Nach Rücksprache mit seinem Trainerkollegen habe nahezu eine komplette Mannschaft gefehlt, zudem habe auch er selbst urlaubsbedingt nicht an der Seitenlinie stehen können. Die Mannschaft habe deshalb mit mehreren Spielern aus der zweiten Mannschaft aufgefüllt werden müssen, wodurch das Spiel der Zweiten in der Folge sogar abgesagt werden musste. Unter diesen Umständen sei es sehr schwierig gewesen, eine schlagkräftige Mannschaft aufzustellen. Nun gelte es, den Blick nach vorne zu richten und sich voll auf das anstehende Derby zu konzentrieren, wo man wieder mit voller Energie angreifen und alles daransetzen wolle, die drei Punkte zu holen.

Nach dem Sieg bekam Trainer Klaus Schinner ein Geschenk überreicht. Foto: Jürgen Masching

SV Immenreuth – SVSW Kemnath 0:5 (0:2)

Bereits vor der Begegnung hatte Immenreuths Trainer Matthias Müller mit großen Personalsorgen zu kämpfen, sodass im Derby gegen den Nachbarn aus Kemnath insgesamt fünf Spieler aus der Jugendmannschaft zum Einsatz kamen. Der Underdog konzentrierte sich entsprechend aufs Verteidigen und hatte dabei zunächst sogar Pech, als der einzige gefährliche Angriff des ersten Durchgangs durch Sebastian Musa nur knapp am Tor vorbeiging. Müller sinnierte im Nachhinein darüber, was gewesen wäre, hätte man hier die Führung erzielen können. Doch das Verletzungspech setzte sich im weiteren Spielverlauf fort: Musa musste verletzt vom Feld, kurz darauf traf Maximilian Neumann zur Führung für Kemnath. Andrej Kovalev sorgte mit dem 2:0 für die beruhigende Pausenführung und legte kurz nach dem Seitenwechsel den dritten Treffer nach. Spätestens nach dem verwandelten Handelfmeter von Serhat Kaya war die Partie endgültig entschieden. Nachdem sich ein weiterer Immenreuther Spieler verletzt hatte, traf es im weiteren Verlauf auch Jannik Lautner bei einem Zweikampf besonders schwer, sodass nach dem 5:0 durch Neumann sogar ein Rettungswagen gerufen werden musste. Müller sah die deutliche Niederlage als verdient an und hofft nun, in den kommenden Partien wieder Punkte einfahren zu können.

Kemnaths Trainer Klaus Schinner, der einen Tag zuvor seinen 60. Geburtstag gefeiert hatte, freute sich sichtlich über das Geschenk seiner Mannschaft. Für ihn sei es ein rundum gelungener runder Geburtstag und ein schönes nachträgliches Geschenk gewesen, besonders gefreut hätten ihn das Zu-null-Spiel und die Art, wie seine Mannschaft aufgetreten sei. Der Plan sei gewesen, geduldig zu bleiben und den Gegner nicht durch unnötige Fehler stark zu machen, man habe den Ball laufen lassen und sei überzeugt gewesen, dass sich mit zunehmender Spieldauer die nötigen Räume ergeben würden – irgendwann falle dann zwangsläufig das erste Tor, und genauso sei es gekommen. Grundsätzlich wolle man attraktiven Fußball spielen und gleichzeitig aggressiv gegen den Ball arbeiten. Nachdem man zu Saisonbeginn defensiv teils noch zu blauäugig agiert habe, habe diesmal verstärkt der Fokus auf der Absicherung gelegen, was ebenfalls sehr gut gelungen sei. Deshalb stehe am Ende ein auch in dieser Höhe völlig verdienter Sieg, so Schinner.

Nachholspiele vom 5. Spieltag

DJK Ebnath – TSG Weiherhammer (28.08.2026)

SV Hahnbach II – Germania Amberg (02.09.2026)