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Steinhilber – 118.195
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Kreisklasse West: ein torreicher zweiter Spieltag

Nordoberpfalz. Die Derbys waren am Ende eine eindeutige Sache. Insgesamt fielen am Wochenende fast 30 Treffer in den sieben Spielen.

Kreisklasse West: ein torreicher zweiter Spieltag

Derbykampf in Kirchenthumbach zwischen dem SCK (schwarz) und dem TSV Pressath (weiß). Foto: Jürgen Masching

Kreisklasse West, 2. Spieltag

Samstag, 01.08.2026

SV Neusorg – DJK Ebnath 3:1 (2:0)

Der SV Neusorg hat das Derby vor 250 Zuschauern gegen die DJK Ebnath verdient mit 3:1 gewonnen und dabei vor allem in der ersten Halbzeit eine starke Leistung gezeigt. Die Partie begann furios: Bereits in der 1. Minute war Christopher König zur Stelle und verwertete einen Abpraller zur frühen Führung. Angetrieben vom Blitzstart hielt Neusorg den Druck hoch und erspielte sich weitere gute Möglichkeiten. Nach rund einer halben Stunde kam Ebnath zu seiner besten Gelegenheit auf den Ausgleich, doch SVN-Keeper Rupprecht reagierte stark und bewahrte sein Team vor dem Gegentreffer. Wenig später schlug Neusorg erneut zu: Nach einem schnellen Konter setzte Heser den Ball an den Pfosten, den Abpraller verwertete Noah Söllner zum 2:0. Mit diesem Spielstand ging es in die Halbzeitpause.

Nach dem Seitenwechsel fanden die Gäste zunächst besser ins Spiel und vergaben eine gute Chance auf den Anschlusstreffer. In der 52. Minute erhöhte stattdessen Thomas Küffner, der eine Unstimmigkeit in der Ebnather Abwehr eiskalt zum 3:0 nutzte. Zwar verkürzte Manuel Bodner in der 74. Minute noch auf 3:1, ernsthaft in Gefahr geriet der Neusorger Sieg jedoch nicht mehr – die Heimelf verteidigte konzentriert und brachte den Vorsprung sicher über die Zeit. Trainer Patrick Müller sprach von einem starken Auftritt seiner Mannschaft, deren Siegeswille von Beginn an spürbar gewesen sei. Seine Spieler hätten sich in jeden Zweikampf reingehängt, weshalb er stolz auf die gezeigte Mannschaftsleistung sei, mit der man das Derby für sich entschieden habe.

SV Weiherhammer – Germania Amberg 0:6 (0:4)

Eine klare Angelegenheit sah Germania Amberg im Auswärtsspiel bei Weiherhammer: Bereits in der ersten Halbzeit stellten die Gäste mit vier Treffern frühzeitig die Weichen auf Sieg. Patrick Donhauser, Tim Nißler sowie ein Doppelpack von Mesud Becirovic sorgten für die deutliche 4:0-Pausenführung. Im zweiten Durchgang legten Becirovic mit seinem dritten Treffer sowie Adrian Mayer noch zwei weitere Tore nach, sodass es am Ende beim eindeutigen 6:0-Endstand blieb. Weiherhammers Trainer Christoph Herrmann musste die klare Überlegenheit des Gegners nach der Partie eingestehen. Man sei in allen Belangen unterlegen gewesen, weshalb die Niederlage auch in dieser Höhe verdient sei. Seiner Mannschaft habe es an diesem Tag an allem gefehlt, um einem starken Gegner Paroli bieten zu können.

Auch Ambergs Trainer Remigiusz Szewczyk sah sein Team klar überlegen. Nach einem schwachen ersten Saisonspiel habe seine Mannschaft diesmal ein völlig anderes Gesicht gezeigt. Die Spieler seien von der ersten Minute an präsent gewesen, was sich deutlich bemerkbar gemacht habe. Man habe den Ball gut laufen lassen, sich über schöne Passstafetten immer wieder nach vorne kombiniert und sich zahlreiche Torchancen herausgespielt. Am Ende sei es ein hochverdienter Sieg gewesen, der angesichts der gezeigten Leistung sogar noch höher hätte ausfallen können – oder müssen, so Szewczyk.

Sonntag, 03.08.2026

SVSW Kemnath – SV Hahnbach II 2:2 (2:2)

Ein hoch emotionales Spiel sahen die Zuschauer am Sonntag in Kemnath, wobei der Endstand bereits nach 45 Minuten feststand. Für die Gäste trafen Sebastian Kelsch und Fabian Brewitzer, für Kemnath glichen Andrii Kovalov und Martin Pasieka jeweils aus. Kemnaths Tobias Gradl bemängelte, dass seine Mannschaft den Gegner in der Anfangsphase erneut zu leicht zum Torerfolg eingeladen habe. Wie schon am ersten Spieltag habe man in derselben Spielminute nach einem ähnlichen Ballverlust das 0:1 kassiert, ehe ein berechtigter Foulelfmeter das 0:2 nach sich gezogen habe. Einem Zwei-Tore-Rückstand bei diesen Temperaturen hinterherzulaufen koste naturgemäß viel Kraft, dennoch habe seine Mannschaft eine starke Reaktion gezeigt und noch vor der Pause verdient zum 2:2 ausgeglichen. Im weiteren Verlauf habe man mehrfach die Chance zum späten Siegtreffer gehabt, dieser habe an diesem Tag aber nicht mehr fallen wollen. Insgesamt sei seine Mannschaft die aktivere, Hahnbach die effektivere Mannschaft gewesen, so Gradl.

Hahnbachs Trainer Holger Fleck fiel es nach der Partie sichtlich schwer, die richtigen Worte zu finden. Der Punktgewinn sei aus seiner Sicht mehr als verdient gewesen, ohne die verletzungsbedingten Wechsel hätte man den Sieg nach Kemnath entführen können. Seine Mannschaft sei durch einen sehenswerten Spielzug durchs Mittelfeld verdient in Führung gegangen, ehe ein berechtigter Elfmeter das 2:0 nachgelegt habe. Anschließend habe er einen Spieler nach einem harten Foulspiel verletzungsbedingt auswechseln müssen. Den Anschlusstreffer zum 1:2 habe man durch einen aus seiner Sicht fragwürdigen Foulelfmeter hinnehmen müssen, ehe rund zehn bis 15 Minuten vor der Halbzeit der Ausgleich gefallen sei. Auch in der zweiten Halbzeit habe er nach einem weiteren Foulspiel erneut verletzungsbedingt wechseln müssen. Seine Mannschaft habe über die vollen 90 Minuten mit Kampf und Leidenschaft alles gegeben. Fleck zeigte sich im Nachgang vor allem in Sorge um seine beiden verletzten Spieler, die ihn stärker beschäftigten als der aus seiner Sicht mehr als verdiente Punktgewinn in Kemnath.

Sparkasse Nördliche Oberpfalz –
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SV Wildenreuth – SV Riglasreuth 0:3 (0:3)

Wildenreuths Trainer Thomas Bayer war nach dem Spiel sichtlich enttäuscht. Er sprach von 90 enttäuschenden Minuten, mit denen man gegen keinen Gegner etwas holen werde. Es habe bereits an den grundlegenden Dingen gefehlt. Warum sich seine Mannschaft nach einer eigentlich gelungenen Vorbereitung derart präsentiere, sei ihm aktuell selbst ein Rätsel – man werde aber daran arbeiten und sich in die Saison hineinkämpfen, so Bayer. Die Tore für die Gäste aus Riglasreuth erzielten Markus Hecht sowie Lukas Greger, der gleich doppelt traf, bereits in der ersten Halbzeit. Im zweiten Durchgang fielen keine weiteren Treffer mehr.

Gästetrainer Lukas Emmerich zeigte sich naturgemäß hochzufrieden. Nach der ärgerlichen Derbyniederlage habe seine Mannschaft die richtige Reaktion gezeigt und sich den ersten Saisonsieg absolut verdient. Nachdem man sich an die schwierigen Platzverhältnisse und den kleinen Platz gewöhnt habe, habe man eine sehr gute erste Halbzeit gespielt. Nach der Pause sei Wildenreuth offensiver aufgetreten, wodurch sich für seine Mannschaft immer wieder gute Kontermöglichkeiten ergeben hätten. Dabei hätte man die Partie bereits frühzeitig mit einem deutlich höheren Ergebnis entscheiden können, Torwart und Aluminium des Gegners hätten jedoch weitere Treffer verhindert. Auf der anderen Seite habe Wildenreuth kaum ein Mittel gegen die konzentrierte Defensivarbeit seiner Mannschaft gefunden. Mit dem 3:0-Auswärtssieg zeigte sich Emmerich daher sehr zufrieden und blickte bereits mit Vorfreude auf die beiden kommenden Heimspiele.

SV Immenreuth – SG Seugast 1:5 (0:2)

Im zweiten Heimspiel musste sich der SV Immenreuth deutlich einer Mannschaft geschlagen geben, die in diesem Jahr im Kreis der Meisterschaftsfavoriten gehandelt wird. Am Ende stand ein klares 1:5 auf der Anzeigetafel. Die Treffer für die Gäste erzielten Christian Bauer und Jonas Roider bereits in der ersten Halbzeit, ehe Alex Schlosser sowie ein weiterer Doppelpack von Roider im zweiten Durchgang für den deutlichen Endstand sorgten. Kurz vor dem Schlusspfiff gelang Michael Weber noch der Ehrentreffer für Immenreuth.

Heimtrainer Matthias Müller räumte ein, dass ein oder zwei Tore Differenz womöglich etwas zu hoch ausgefallen seien, insgesamt aber ein verdienter Sieg der Gäste zu Buche stehe. Dennoch habe seine Mannschaft einiges von dem umgesetzt, was man sich vorgenommen habe, bei den Gegentoren sei man jedoch zu passiv gewesen. Man bleibe dennoch ruhig und setze weiter auf die eigenen Nachwuchsspieler, so Müller. Auf Gästeseite zeigte sich Florian Weiß hochzufrieden mit dem Auftreten seiner Spielgemeinschaft, die auch im zweiten Saisonspiel zahlreiche Treffer erzielen konnte. Es sei ein absolut verdienter Sieg gewesen, auch in dieser Höhe – aus seiner Sicht hätte das Ergebnis sogar noch deutlicher ausfallen müssen. Insgesamt sprach Weiß von einem überzeugenden Auftritt seiner Mannschaft und damit von einem gelungenen Saisonstart.

VfB Mantel – FC Waldeck 1:1 (0:0)

Der VfB Mantel fuhr im zweiten Saisonspiel bereits das zweite Unentschieden ein. Nach dem 1:1 in Immenreuth gab es am Sonntagnachmittag im Heimspiel gegen den Aufsteiger aus Waldeck erneut dasselbe Ergebnis. Waldecks Trainer Michael Sollfrank hatte vor der Partie angekündigt, etwas Zählbares aus Mantel mitnehmen zu wollen – und sollte damit zunächst recht behalten: Vincent Liebner brachte die Gäste in der 49. Minute in Führung.

Umso ärgerlicher dürfte es für Waldeck gewesen sein, dass Lukas Bräuer in der 90. Minute doch noch den Ausgleich für den VfB Mantel erzielte. Beide Mannschaften bleiben damit nach zwei Spieltagen in der Kreisklasse West weiterhin ungeschlagen.

SC Kirchenthumbach – TSV Pressath 6:2 (4:1)

Die späte Anstoßzeit am Sonntag lockte viele Zuschauer in die Eschenbacher Straße, und sie sollten ihr Kommen nicht bereuen. Über 210 Besucher sahen ein wahres Torspektakel, das mit dem 1:0 für die Gastgeber durch Louis Paulus begann. Matthias Braun glich für die Gäste jedoch schnell aus. Bis zum Pausenpfiff schlug Dumba dann jedoch mehrfach zurück: Erneut Paulus sowie Nico Mühlbauer und Yannik Gutte sorgten für die deutliche 4:1-Pausenführung.

Pressaths Trainer Daniel Käß ärgerte sich auch nach der Partie noch über ein aus seiner Sicht überhartes Einsteigen gegen einen seiner Spieler, das eigentlich die Rote Karte zur Folge hätte haben müssen. Diese sah im zweiten Abschnitt dann allerdings sein eigener Spieler Samuel Hauer. Pressath präsentierte sich im zweiten Durchgang zwar etwas verbessert, musste aber dennoch zwei weitere Gegentreffer durch Gutte und Mühlbauer hinnehmen. Fabian Waldmann gelang immerhin noch der zweite Treffer für die Gäste, ehe die Partie beim 6:2-Endstand blieb. Heimtrainer Christian Ringler zeigte sich nach dem zweiten Sieg im zweiten Saisonspiel hochzufrieden und lobte insbesondere die konzentrierte Leistung seines jungen Teams.