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Kreisliga Nord: Alle vier Spitzenteams können auswärts dreifach punkten

Weiden. Sowohl Spitzenreiter Auerbach wie auch die Verfolger aus Trabitz, Grafenwöhr und Eslarn siegen. Im Abstiegskampf gibt es aus Dumba ein Lebenszeichen.

Kreisliga Nord: Alle vier Spitzenteams können auswärts dreifach punkten

Tomas Kotva (rot, Rothenstadt) und Timo Hausner (blau, Auerbach) im Zweikampf. Foto Dagmar Nachtigall

Kreisliga Nord, 19. Spieltag

Sonntag, 22.03.2026

SV Kulmain – SC Kirchenthumbach 1:2 (0:0)

Der SV Kulmain musste im Heimspiel gegen Kirchenthumbach eine bittere und vor allem späte 1:2-Niederlage hinnehmen. Dabei sah lange alles nach einem Erfolg für die Gastgeber aus. Nach einer torlosen ersten Halbzeit brachte Sebastian Musa seine Farben in der 52. Minute in Führung. Doch in der Schlussphase überschlugen sich die Ereignisse: Zunächst glich Fabian Lober in der 88. Minute aus, ehe nur eine Minute später Yannick Gutte mit dem Siegtreffer für die Gäste nachlegte.

Kulmains Trainer Oliver Drechsler zeigte sich nach der Partie sichtlich enttäuscht: „So eine Niederlage zu akzeptieren ist ziemlich schwer. Kirchenthumbach hat über die gesamte Spielzeit kaum Torgefahr ausgestrahlt – und dann verlierst du so ein Spiel.“ Viel mehr wollte er dazu nicht sagen, kündigte aber eine interne Aufarbeitung an. Ganz anders die Stimmung beim SC Kirchenthumbach: Trainer Andreas Freiberger war überglücklich über den Last-Minute-Erfolg: „Wir haben endlich gezeigt, was möglich ist, wenn wir an uns glauben. Letztendlich war es heute der absolute Wille meiner Mannschaft ,die uns den Sieg gebracht hat.“ Mit diesem späten Dreier rückt Kirchenthumbach im Abstiegskampf näher an die Nicht-Relegationsplätze heran, während Kulmain eine schmerzhafte Niederlage verdauen muss.

SV Kohlberg/Röthenbach – TSV Eslarn 1:4 (0:1)

Der TSV Eslarn hat beim SV Kohlberg/Röthenbach einen deutlichen 4:1-Auswärtssieg eingefahren – trotz zwischenzeitlicher Unterzahl. Während die Gäste Moral bewiesen, haderten die Gastgeber vor allem mit der eigenen Leistung in der zweiten Hälfte. Dabei begann die Partie aus Sicht von Kohlberg durchaus ordentlich. „Wir waren von Beginn an gut im Spiel“, so Trainer Eugenio Wild. Dennoch gerieten die Hausherren unglücklich in Rückstand: Nach einer umstrittenen Szene mit Foul- und Abseitsverdacht brachte Sebastian Striegl Eslarn mit 1:0 in Führung.

Nach dem Seitenwechsel gelang Kohlberg durch Franz Lukas früh der Ausgleich (48.). Kurz darauf schien das Spiel zu kippen, als Eslarn nach einer Roten Karte in Unterzahl geriet. Doch statt daraus Kapital zu schlagen, verloren die Gastgeber den Faden. „Warum wir dann aufgehört haben zu spielen, kann ich nicht nachvollziehen“, haderte Wild. Eslarn nutzte die Fehler eiskalt: Adam Like brachte seine Mannschaft erneut in Führung, ehe Striegl mit zwei weiteren Treffern zum 3:1 und 4:1 alles klar machte. „Meine Mannschaft hat große Moral gezeigt und in Unterzahl zurückgeschlagen“, lobte TSV-Trainer Peter Rackl.

FC Vorbach – SpVgg Trabitz 0:1 (0:0)

Der FC Vorbach musste sich im Heimspiel gegen die SpVgg Trabitz trotz starker Leistung knapp mit 0:1 geschlagen geben. Die Gastgeber lieferten dem Favoriten einen großen Kampf und hätten laut Trainer Markus Tusek bereits vor der Pause in Führung gehen müssen. Stattdessen nutzte der kurz vorher eingewechselte Mihai Avram kurz nach dem Seitenwechsel einen Fehler eiskalt aus und erzielte den Treffer des Tages.

In der Schlussphase verpasste Vorbach zudem den verdienten Ausgleich. „Die Niederlage war unverdient, meine Jungs hätten mindestens einen Punkt verdient gehabt“, so Tusek. Auf Seiten der Gäste zeigte sich Trainer Thomas Baier erleichtert: „Es war ein enges Spiel. Wir haben uns lange schwer getan, Lösungen zu finden. Am Ende ein etwas glücklicher Sieg.“ Mit dem Erfolg bleibt Trabitz  Spitzenreiter Auerbachdicht auf den Fersen und belegt weiterhin Rang zwei.

Grammer Solar
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VfB Rothenstadt – SV 08 Auerbach 0:2 (0:2)

Der SV 08 Auerbach hat seine Tabellenführung verteidigt und beim VfB Rothenstadt einen verdienten 2:0-Auswärtssieg eingefahren. Nach dem eher enttäuschenden Remis in der Vorwoche präsentierten sich die Gäste diesmal deutlich konzentrierter und zielstrebiger. Von Beginn an übernahm Auerbach die Kontrolle und setzte die Gastgeber früh unter Druck. Bereits in der Anfangsphase erspielte sich der Spitzenreiter mehrere gute Möglichkeiten. „Wir hätten uns in den ersten 15 bis 20 Minuten schon mit zwei oder drei Treffern belohnen müssen“, erklärte SV-Coach Daniel Maier. Die Führung fiel schließlich in der 18. Minute durch Matthias Förster, der auch kurz vor der Pause erneut zur Stelle war und auf 2:0 erhöhte (40.). „Auerbach war in der ersten Halbzeit spielbestimmend und zur Pause verdient in Führung“, bestätigte VfB-Trainer Roland Lang.

Nach dem Seitenwechsel kam Rothenstadt besser ins Spiel und erarbeitete sich eigene Chancen. Doch im Abschluss fehlte die nötige Durchschlagskraft, um den Favoriten ernsthaft in Bedrängnis zu bringen. Auerbach blieb defensiv stabil und ließ insgesamt wenig zu. „In der zweiten Hälfte haben wir etwas nachgelassen, aber kaum etwas zugelassen“, so Maier. Überschattet wurde die Partie aus Sicht der Gastgeber von zwei verletzungsbedingten Ausfällen, die schwerer wiegen dürften. „Am Ende aber ein verdienter Sieg für Auerbach“, resümierte Lang. Mit dem Erfolg behauptet der SV 08 Auerbach die Tabellenführung und bleibt mit einem Punkt Vorsprung vor der SpVgg Trabitz an der Spitze.

ASV Haidenaab – SV TuS/DJK Grafenwöhr 0:3 (0:0)

Der Tabellendritte aus Grafenwöhr hat beim ASV Haidenaab einen klaren 3:0-Auswärtssieg eingefahren und bleibt damit dicht am Tabellenführer Auerbach dran. In einer hart umkämpften Partie dauerte es bis zur zweiten Halbzeit, bis die Treffer fielen. Die erste Halbzeit endete torlos, Grafenwöhr zeigte sich aber bereits spielbestimmend. Nach dem Seitenwechsel brachte ein Freistoß von Ben Beer die Gäste in Führung – eine Szene, die Haidenaabs Trainer Michael Kaufmann nach mehreren Schiedsrichterentscheidungen kritisierte. Direkt im Anschluss sah Pascal Seeger die Ampelkarte, was die Hausherren weiter schwächte. „Danach war es schwer für uns“, so Kaufmann.

Grafenwöhrs Trainer Turan Bafra lobte die Leistung seiner Mannschaft: „Wir haben die erste Halbzeit kontrolliert und in der Pause einige Umstellungen vorgenommen.“ Die Treffer zum 2:0 und 3:0 erzielten David Dobmann und Luca Reiß, Ben Beer sah später noch Gelb-Rot. Insgesamt gab es vier Gelbe Karten, zwei davon mit Ampelwirkung. Mit dem Sieg bleibt Grafenwöhr weiterhin in Schlagdistanz zur Tabellenspitze und reist in der kommenden Woche zum Spitzenspiel nach Auerbach.

TSV Erbendorf – SC Eschenbach 2:0 (2:0)

Der TSV Erbendorf ist mit einem souveränen 2:0-Heimsieg gegen den abstiegsbedrohten SC Eschenbach in das Jahr 2026 gestartet. Mann des Tages war Sandro Hösl, der mit einem Doppelpack bereits in der ersten Halbzeit für klare Verhältnisse sorgte. In der 23. Minute brachte der Erbendorfer Torjäger seine Mannschaft in Führung, nur zehn Minuten später legte er zum 2:0 nach. Die Gastgeber präsentierten sich insgesamt kompakt und zweikampfstark, ließen defensiv kaum etwas zu und setzten nach vorne immer wieder gezielte Akzente. „Ein guter, kämpferischer Heimauftritt mit starker Defensive und guten Aktionen nach vorne – insgesamt ein gelungener Start in die Restsaison“, zeigte sich TSV-Trainer Andreas Häupl zufrieden.

Beim SC Eschenbach hingegen spitzt sich die Lage weiter zu. Nach der zweiten Niederlage nach der Winterpause droht zunehmend der Gang in die Relegation. Offensiv bleibt das Team vom Rußweiher zu harmlos – nur ein Treffer aus den letzten fünf Spielen spricht eine deutliche Sprache. Auch die Einwechslung von Ex-TSV-Trainer Benjamin Scheidler in der zweiten Hälfte brachte keine Wende mehr. Nun gilt es für den SCE, schnellstmöglich wieder zu punkten, um nicht noch weiter in den Tabellenkeller abzurutschen.

FC Tremmersdorf-Speinshart – TSV Reuth 1:2 (1:1)

Der TSV Reuth ist mit einem 2:1-Auswärtssieg beim FC Tremmersdorf erfolgreich in die Restsaison gestartet. Während die Gastgeber trotz guter Anfangsphase nicht an ihre Leistung anknüpfen konnten, präsentierten sich die Gäste effektiv und abgezockt. Die Heimelf begann stark, verlor jedoch nach rund zehn Minuten zunehmend den Faden. Reuth nutzte seine erste gute Gelegenheit eiskalt: Marvon Mohr brachte die Gäste in Führung. In der Folge hatte Tremmersdorf Glück, dass ein weiterer Treffer am Pfosten landete. Kurz vor der Pause meldeten sich die Hausherren zurück – zunächst mit einem Aluminiumtreffer, ehe André Gradl nach einer Ecke zum 1:1 ausglich.

Auch nach dem Seitenwechsel blieb das Spiel auf überschaubarem Niveau. Viele technische Fehler und wenig Tempo prägten die Partie. In der Schlussphase erspielte sich Tremmersdorf zwar einige Chancen, doch auch Reuth blieb durch Konter gefährlich. Als vieles auf ein Remis hindeutete, schlugen die Gäste eiskalt zu: Fabian Höcht erzielte nach einem Gegenstoß den entscheidenden Treffer zum 2:1. „Alles in allem ein enttäuschender Auftritt“, resümierte FCT-Vorstand Wolfgang Seitz. Reuths Spielertrainer Martin Bächer zeigte sich dagegen zufrieden: „Entscheidend war für mich, dass wir mit der richtigen Einstellung, nicht schön, sondern effektiv zu spielen, auf den Platz gegangen sind. Das hat funktioniert.“